Uwe Rumberg

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Uwe Rumberg (* 26. Juli 1958 in Freital) ist ein sächsischer Kommunalpolitiker (CDU) und seit 1. August 2015 Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Freital im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rumberg wurde in Freital geboren und wuchs in einfachen gutbürgerlichen Verhältnissen mit zwei Geschwistern auf. 1975 schloss er die Polytechnische Oberschule ab. Von 1975 bis 1979 absolvierte er eine Ausbildung mit Abitur im VEB Edelstahlwerk 8. Mai 1945. Im Jahr 1982 erlangte er an der Ingenieurschule "Rudolf Diesel" in Meißen das Diplom (FH) im Kraft- und Arbeitsmaschinenbau. Schließlich übernahm er 1986 den Handwerksbetrieb seines Vaters.

Im Zuge der Friedlichen Revolution in der DDR engagierte er sich in der Politik und wurde 1990 in den Freitaler Stadtrat gewählt, ab 1993 war er bei der Stadt Freital angestellt. 1999 zog er erstmals in den Kreistag ein. Zuletzt war Rumberg ab 2000 als Geschäftsführer der städtischen Wohnungsgesellschaft Freital mbH (WGF) tätig.[1] Diese Stelle übte er noch bis zum 30. September parallel zum Bürgermeisteramt aus, sein Nachfolger wurde Michael Heinzig.[2]

Am 7. Juni 2015 wurde er mit 51,3 % der Stimmen zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Freital gewählt und tritt die Nachfolge seines Parteifreunds Klaus Mättig an.[3]

Uwe Rumberg ist seit 1982 verheiratet und hat zwei Kinder. Er gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an.[4]

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während in Freital von Rechtsextremisten mitorganisierte Aufmärsche gegen die Umfunktionierung eines ehemaligen Hotels zu einem Flüchtlingsheim stattfanden und auch Gewaltaufrufe publik wurden, bezweifelte Rumberg, laut Tagesspiegel, Hilfsbedürftigkeit und Integrationswillen der Flüchtlinge. Man müsse, so Rumberg, stärker unterscheiden „zwischen wirklich Hilfsbedürftigen und sogenannten Glücksrittern, die nach Deutschland kommen, um auf Kosten der Gemeinschaft ein sorgloses Leben ohne Gegenleistung zu führen“. Bereits während des Wahlkampfes hatte er „Sanktionen gegen pöbelnde und gewalttätige Asylbewerber“ und Grenzen der Willkommenskultur gefordert.[5][6]

Im August 2015 kündigte Rumberg in einem Interview mit der Sächsischen Zeitung an, er wolle Asylbefürworter und -gegner zu gemeinsamen Gesprächen bewegen, damit „die Konflikte nicht auf der Straße austragen“ werden.[7]

Anlässlich der Anschläge auf Asylsuchende durch die rechtsextremistische terroristische Vereinigung „Gruppe Freital“ spielte Rumberg die Taten herunter.[8] Nach der Verurteilung der Täter begrüßte Rumberg das Urteil und erklärte, dass sich „die Probleme, die wir – auch in Bezug auf die Flüchtlings-/Asylthematik – in unserem Land haben“ nicht mit Gewalt lösen ließen. Gegen die „pauschale Verurteilung“ seiner Stadt wehre er sich weiterhin.[9] Journalisten der Leipziger Internet Zeitung stellten fest, Rumberg habe Rassismus und Rechtsextremismus als Ursachen der Gewalt nicht verurteilt, in Jungle World wurde zudem herausgestellt, dass Rumberg in der Stellungnahme nicht auf die Opfer eingegangen sei.[10][11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ina Bruß: Impressum - WGF, Wohnungsgesellschaft Freital mbH. In: www.wgf-freital.de. Abgerufen am 24. September 2015.
  2. Freitaler Anzeiger: Übergabe der Geschäftsführung der WGF mbH am 01.10.2015. Amtsblatt der Großen Kreisstadt Freital. Hrsg.: Stadt Freital. Nr. 18. Verlag + Druck LINUS WITTICH KG, Herzberg 23. Oktober 2015, S. 10.
  3. Oberbürgermeisterwahl 2015. In: session.freital.de. Abgerufen am 24. September 2015.
  4. Uwe Rumberg: Uwe Rumberg - der Freitaler. In: http://www.uwerumberg.de/. 8. Juni 2015, abgerufen am 8. Juni 2015.
  5. Matthias Meisner: ... und die CDU. In Sachsen ist was faul. In: tagesspiegel.de. 29. Juni 2015, abgerufen am 1. Juli 2015.
  6. Matthias Meisner: "Vergleiche mit Hoyerswerda sind angebracht". In: tagesspiegel.de. 23. Juni 2015, abgerufen am 3. Juli 2015.
  7. Rumberg setzt auf Asyl-Gespräche, Sächsische Zeitung, 13. August 2015, abgerufen am 15. August 2015.
  8. Antonie Rietzschel: "Das ist nicht mehr meine Stadt". In: sueddeutsche.de. 6. März 2018, abgerufen am 6. März 2018.
  9. mdr.de: Politische Reaktionen zum Urteil gegen die "Gruppe Freital" –. In: mdr.de. 7. März 2018, abgerufen am 13. Mai 2018.
  10. Freundlich, anständig, terroristisch. In: jungle.world. 15. März 2018, abgerufen am 13. Mai 2018.
  11. René Loch: Leipziger Internet Zeitung: Mitglieder der „Gruppe Freital“ wegen versuchten Mordes verurteilt –. In: l-iz.de. 8. März 2018, abgerufen am 13. Mai 2018.