Uwe Voigt (Philosoph)

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Uwe Voigt (* 1. April 1965 in Lichtenfels/Bayern) ist ein deutscher Professor für Philosophie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1985 legte Voigt das Abitur am Meranier-Gymnasium Lichtenfels ab. Er studierte als Stipendiat der Bayerischen Begabtenförderung und der Studienstiftung des deutschen Volkes die Fächer Philosophie, Psychologie und katholische Theologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (1985 bis 1992) sowie an der Universität Innsbruck (1988/1989). Von 1993 bis 2008 sowie 2010 war Voigt am Lehrstuhl für Philosophie I der Otto-Friedrich-Universität Bamberg als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent tätig. Dort promovierte er 1996 mit einer Untersuchung zum Geschichtsverständnis des Johann Amos Comenius sowie einer kommentierten Übersetzung von dessen Schrift Via lucis.[1]

2007 habilitierte sich Voigt in Bamberg mit einer Arbeit über den Seelenbegriff des Aristoteles im Zusammenhang mit der modernen Informationsterminologie. Für seine Dissertation erhielt Voigt den Förderpreis des Universitätsbundes Bamberg; seine Habilitationsschrift wurde mit dem „Hans Löwel“-Habilitationspreis der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ausgezeichnet.

Nach verschiedenen Lehrstuhlvertretungen sowie Gastdozenturen im Ausland übernahm Voigt zum Sommersemester 2011 als Nachfolger von Klaus Mainzer den Lehrstuhl Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg. 2016 wurde er zusätzlich zum Adjunct Professor am Department of Philosophy der Memorial University of Newfoundland ernannt.[2]

Im Oktober 2013 wurde Uwe Voigt zum Vorsitzenden der Deutschen Comenius-Gesellschaft gewählt.

Uwe Voigt ist verheiratet und hat eine Tochter.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das besondere Interesse Voigts gilt einer Reflexion der Interdisziplinarität vor dem Hintergrund bleibender systematischer Aktualität der philosophischen Klassiker sowie Johann Amos Comenius als einem frühzeitigen Vordenker globaler, im interkulturellen Dialog zu verstehender und zu gestaltender Kommunikationsprozesse.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien:

  • Das Geschichtsverständnis des Johann Amos Comenius in „Via Lucis“ als kreative Syntheseleistung. Vom Konflikt der Extreme zur Kooperation der Kulturen, Frankfurt am Main 1996, ISBN 978-3-631-30890-5.
  • Aristoteles und die Informationsbegriffe. Eine antike Lösung für ein aktuelles Problem? Würzburg 2008, ISBN 3-89913-624-1.

Herausgeberschaften:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Uwe Voigt auf der Website der Universität Augsburg
  • [1] Online-Vortrag: "Die drei Dogmen des Panpsychismus"

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf
  2. Archivierte Kopie (Memento vom 25. Januar 2017 im Internet Archive)