Uzemain

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Uzemain
Uzemain (Frankreich)
Uzemain
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Épinal
Kanton Xertigny
Gemeindeverband Communauté d’agglomération d’Épinal
Koordinaten 48° 5′ N, 6° 21′ OKoordinaten: 48° 5′ N, 6° 21′ O
Höhe 305–467 m
Fläche 27,30 km2
Einwohner 1.115 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 41 Einw./km2
Postleitzahl 88220
INSEE-Code
Website http://www.uzemain.fr/

Mairie Uzemain

Uzemain ist eine französische Gemeinde mit 1115 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Vosges in der Region Grand Est. Sie gehört zum Arrondissement Épinal und zum Kanton Xertigny.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage von Uzemain im Département Vosges

Das Gemeindegebiet Uzemains liegt durchschnittlich 320 Meter über dem Meer und erstreckt sich vom Tal des oberen Côney bis auf das Hochplateau der Vôge, die einen Abschnitt der Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von Saône und Mosel bildet.

Das 27,3 km² große Gemeindegebiet umfasst neben dem Hauptort Uzemain die Ortsteile La Xatte, Le Roulon, Les Forges d’Uzemain, Méloménil, Naymont und Thièlouze. Der Canal des Vosges führt durch den Westen des Gemeindegebietes und verlässt in Les Forges d’Uzemain das Côneytal weiter ansteigend in Richtung Norden zur Scheitelhaltung. Uzemain liegt in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet aus Acker- und Wiesenland, im Nordosten sind Waldbestände vorherrschend.

Nachbargemeinden von Uzemain sind Girancourt im Norden, Renauvoid im Nordosten, Uriménil im Osten, Hadol im Südosten, Xertigny im Süden, Charmois-l’Orgueilleux im Westen sowie Dommartin-aux-Bois im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1790 formierten sich die Dörfer Uzemain-les Forges und Uzemain-la Rue aus bestehenden kleinen Weilern. Aus dem Zusammenschluss beider Dörfer entstand 1839 auf königliche Anordnung die heutige Gemeinde Uzemain.

Im 18. Jahrhundert war Uzemain durch seinen Brennholzreichtum und das nahe burgundische Erz einer der Standorte des Eisengewerbes in der Vôge-Region, das 20 Kilometer entfernte Bains-les-Bains beherbergte in dieser Zeit sogar die größte Eisenmanufaktur Lothringens.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2013
948 849 842 896 1.008 1.043 1.096 1.142
weithin sichtbares Wahrzeichen von Uzemain: die 1866 errichtete Kirche Sainte-Madeleine
Wasserreservoir am Canal des Vosges bei Les Forges-d’Uzemain

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Sainte-Madelaine in neugotischem Stil, 1866 errichtet
  • Kapelle Notre-Dame de l’Annonciation mit Turm aus dem Jahr 1501 im Ortsteil Thièlouze

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uzemain ist bis heute (vertreten durch die Coopérative agricole) eine vorwiegend durch Ackerbau, Obstbau und Viehzucht geprägte Gemeinde. Eine lange Tradition hat die Branntweinherstellung in der Umgebung, an die heute das Gebäude einer alten Brennerei erinnert. Neben einigen kleinen Handwerks- und Gastronomiebetrieben ist in der Rue du Côney eine Fabrik ansässig, die dekorative Klebebänder herstellt. Einige Erwerbstätige pendeln in die umliegenden größeren Ortschaften.

1999 wurde in der Gemeinde eine neue Schule für 140 Schüler errichtet.

Die durch die Ortschaft führenden Départementsstraßen 44 und 51 verbinden Uzemain mit Épinal und den umliegenden Gemeinden. Der nächste Bahnhof befindet sich in der sieben Kilometer entfernten Kleinstadt Xertigny an der Bahnlinie NancyBelfort.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]