Václav Neckář

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Václav Neckář, 2010

Václav Neckář (* 23. Oktober 1943 in Prag) ist ein tschechischer Sänger und Schauspieler.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Václav Neckář begann sich als Fünfjähriger bei Theaterbesuchen mit seinen Eltern für die Schauspielerei zu begeistern. Er nahm an Wettbewerben in Gesang und Deklamation teil. Im Opernhaus von Ústí nad Labem sang er den Hirtenknaben in der Oper Tosca.

Nach dem Abitur meldete er sich zu Prüfungen an der Prager Kunsthochschule an, die er jedoch nicht bestand. Weil er sich immer noch zur Schauspielerei hingezogen fühlte, ging er nach Most und arbeitete dort als Beleuchter und übernahm als Komparse kleine Rollen. So konnte er im Schauspiel Der Drache ist ein Drache einen Zettel über die Bühne tragen und im Singspiel Das singende Venedig brauchte man ihn als sechstes Kind.

International bekannt wurde Václav Neckář mit der Hauptrolle im 1968 Oscar-gekrönten Film Liebe nach Fahrplan von Jiří Menzel. Anschließend spielte er neben Helena Vondráčková in der poetischen Liebeskomödie Die wahnsinnig traurige Prinzessin. Mit dem Song Krokodil Theophil hatte er 1973 einen Erfolg in der DDR. Es folgten dann in der DDR weitere erfolgreiche Lieder wie "Jorika", "Nautilus", die einen anderen Musikstil als das Krokodil zeigten. 1981 spielte er in der DEFA-Westernkomödie Sing, Cowboy, sing gemeinsam mit Dean Reed

Ein Schlaganfall im Jahr 2002 setzte der Karriere erstmal ein Ende, mehrere Jahre lernte er wieder sprechen, und lernte einen Teil seiner Liedtexte.

Ein Comeback ist ihm mit dem Lied "Mitternacht" (Půlnoční) 2012 gelungen, das sich der Tschechischen Republik zu einer Hymne entwickelte.

Seitdem gibt er mit seiner Gruppe Bazillen, geleitet von seinem Bruder Jan Neckář, wieder Konzerte. Sein momentanes Konzertprogramm führt durch 50 Jahre seiner Karriere und die Lieder dieser 50 Jahre.

Mit 8 Millionen verkauften Platten bei Supraphon ist er in seiner Heimat die Nummer 2 der Verkaufszahlen.

In Prag läuft das Musical "mydlovy princ" - ein Musical mit seinen Hits.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1965 Bim bam / Hříbě
  • 1966 Dlouhej nos / Až louky rozkvětou
  • 1966 Ša-la-la-la-li / Stříbrná fletna
  • 1966 Pláč / Když vítr zafouká
  • 1966 Crazy love / Why don´t you bring him to dance
  • 1966 Proč se ptáš / Zvoňte o patro níž
  • 1966 Tenhle bílej měsíc / Stín katedrál
  • 1967 Lelkuju po městě / Zaklínej se třeba ďablem
  • 1967 Svatovítský chrám / Lady Jane
  • 1968 Mrs.Applebee / Pojď se vzít
  • 1969 Wo ist der Clown / Wir leben mit dem Sonnenschein
  • 1969 Papagallo Baby / Carolina
  • 1970 Suzanne / Když ti nejsem hezkej
  • 1970 Mrs.Robinson / Šel sen kolem nás
  • 1970 Bungalow Bill / Časy se mění
  • 1971 Dr.Dam di dam / Dám ti diamant
  • 1973 Geben, geben, geben / Liebeslied (Klaus Renft Combo)
  • 1973 Kätzchen geht's gut / Krokodil Theophil
  • 1973 Doktor Dam Didam / Mädchen man träumt von dir
  • 1974 Wo ist das Mädchen / Ali Baba
  • 1975 Träume / Ja, die Wege
  • 1976 Křižovatky / Ten chléb je tvůj i můj
  • 1976 Co je to svět / Jorika
  • 1976 Dítě snů / Nautilus
  • 2011 Půlnoční (zusammen mit "Umakart")

LPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1974 Vaclav Neckar & Bazillen
  • 1975 Hallo, Vasek!
  • 2005 Die Augen der Pferde
  • 2011 Dobrý časy

Sonstige Lieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dostal jsem kuli (1965)
  • Vlčí máky (1965)
  • Ze soboty na nedělí (1965)
  • Den žen (1965)
  • Čtyřlístek (1966)
  • Moře to není Tálinskej rybník (1966)
  • Rytíř svý doby (1966)
  • Hallo, Mademoiselle (1965)
  • Tu kytaru jsem koupil kvůli Tobě (1965)
  • Seit freundlich zueinander (1970)
  • Naruk Kras (Geben, geben, geben) (1972)
  • Komet Kohutek (1974)
  • Meine Tanzlehrerin (1978)

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • H. P. Hofmann: Beat Lexikon. Interpreten, Autoren, Sachbegriffe. VEB Lied der Zeit Musikverlag, Berlin (Ost) 1977.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]