Västlänken

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Västlänken
Strecke der Västlänken
Streckenführung Västlänken
Betriebsstellen und Strecken[1]
            
Västra stambanan nach Stockholm C
            
Vänerbanan nach Kil/Ed
            
Bohusbanan nach Strömstad
            
            
Abzw. Västlänken
            
            
            
Göteborg C
            
Haga
            
Ende Gårdatunneln
            
Liseberg
            
            
Korsvägen
            
Abzw. Västlänken
BSicon .svgBSicon tSTRe.svg
Beginn Gårdatunneln
            
Kust till kust-banan nach Kalmar
            
Västkustbanan nach Lund

Västlänken (deutsch Westanbindung[2]) ist ein geplantes Eisenbahnprojekt für Nahverkehrs- und Regionalzüge im Tunnel unter dem Zentrum der schwedischen Großstadt Göteborg. Damit sollen Ziele innerhalb Göteborg und in Westschweden leichter erreicht werden.

Auf der Strecke sollen fünf Regionalverkehrslinien im 15-Minuten-Takt (zur Hauptverkehrszeit) verkehren (sonst 30-Minuten-Takt).[3]

Technische Planungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweigleisige Strecke ist etwa acht Kilometer lang, von denen sechs Kilometer im Tunnel verlaufen. Der Tunnel erhält einen neuen unterirdischen Bahnhof unterhalb Göteborgs centralstation sowie die neuen Tunnelhalte Korsvägen und Haga.[2] Die Bauvorbereitung lief 2016 an, der Baustart ist für 2017/2018 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2026. Für das Vorhaben sollen fünf Hauptbauverträge ausgeschrieben werden.[3]

Der Hauptbahnhof soll dabei um zwei unterirdische Gleise ergänzt werden.[2] Die Kapazität des Kopfbahnhofs gilt zur Spitzenstunde als erschöpft.[3]

Der bürgernahe Planungsprozess wurde vielfach gelobt. Das Projekt soll aus Einnahmen der städtischen Citymaut finanziert werden. Laut einem Bericht der Göteborgs-Posten seien die kalkulierten Kosten von 300 Millionen Euro im Jahr 1989 auf 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2009 gestiegen.[2] Trafikverket schätzt die Baukosten auf 20 Milliarden Kronen auf dem Preisniveau von 2009.[4]

Die Strecke soll mit ETCS ausgerüstet werden.[3]

Gegner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 2007 gegründete Aktionsbündnis Stoppa Västlänken hat sich gegen den Bau des Västlänken ausgesprochen. Es begründet dies, dass für das Tunnelbauvorhaben kein nationales Interesse vorliege und das gesamte Bauwerk nach heutiger Planung bereits von Lokalzügen dermaßen belegt ist, dass es weder Güterzüge noch weitere Fernzüge aufnehmen kann.[5]

Planung der Bahnhöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Centralen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neue Bahnhof Centralen wird zwei Bahnsteige mit vier Gleisen erhalten. Er wird nördlich des heutigen Hauptbahnhofes entstehen.[6]

Haga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof wird etwa 25 Meter unter der Erdoberfläche entstehen. 17.000 Einwohner haben von ihrer Wohnung zum Bahnhof einen Fußweg bis etwa zehn Minuten. Dazu arbeiten im Bereich des Bahnhofes etwa 36.000 Menschen.[7]

Korsvägen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korsvägen ist ein wichtiger Knotenpunkt im öffentlichen Verkehrsnetz von Göteborg. Världskulturmuseet, Universeum, Liseberg, Svenska Mässan, Valhalla und Scandinavium liegen in der Nähe des Bahnhofes. 14.000 Einwohner haben von ihrer Wohnung zum Bahnhof einen Fußweg bis etwa zehn Minuten. Dazu arbeiten im Bereich des Bahnhofes etwa 20.000 Menschen.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karte Västlänken. trafikverket.se, abgerufen am 31. Oktober 2016 (PDF, schwedisch).
  2. a b c d Roman Deininger: Göteborgs Botschaft: So geht Bahnhof. In: Süddeutsche Zeitung. 14. September 2013, ISSN 0174-4917, S. V2/3.
  3. a b c d Västlänken project to reshape Göteborg commuter network. In: Railway Gazette International. Band 172, Nr. 12, 2016, ISSN 0373-5346, S. 30–32.
  4. Västlänken. Trafikverket, 9. September 2016, abgerufen am 16. Oktober 2016 (schwedisch).
  5. Stoppa Västlänken Nu. stoppavastlanken.nu, abgerufen am 31. Oktober 2016 (schwedisch).
  6. Station Centralen. Trafikverket, 9. September 2016, abgerufen am 16. Oktober 2016 (schwedisch).
  7. Station Haga. Trafikverket, 9. September 2016, abgerufen am 16. Oktober 2016 (schwedisch).
  8. Station Korsvägen. Trafikverket, 9. September 2016, abgerufen am 16. Oktober 2016 (schwedisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]