Vélines

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Vélines
Velinas
Wappen von Vélines
Vélines (Frankreich)
Vélines
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Bergerac
Kanton Pays de Montaigne et Gurson
Gemeindeverband Montaigne Montravel et Gurson
Koordinaten 44° 52′ N, 0° 7′ OKoordinaten: 44° 52′ N, 0° 7′ O
Höhe 10–113 m
Fläche 10,47 km2
Einwohner 1.131 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 108 Einw./km2
Postleitzahl 24230
INSEE-Code

Vélines – Kirche Saint-Martin

Vélines (okzitanisch: Velinas) ist eine südwestfranzösische Gemeinde mit 1131 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vélines liegt in einer Höhe von etwa 70 Metern ü. d. M. im Westen des Départements Dordogne. Die nächstgelegene größere Stadt ist das etwa 36 Kilometer (Fahrtstrecke) östlich gelegene Bergerac, der Hauptort des Arrondissements.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 838 937 929 918 1.068 1.093 1.164

Auch im 19. Jahrhundert hatte die Gemeinde meist zwischen 700 und 900 Einwohner.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Zeiten lebten die Einwohner der Gemeinde als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch der Weinbau und ein wenig Viehwirtschaft gehörten. Bereits seit mittelalterlicher Zeit wurde ein Teil des in der Gegend produzierten Weines in Fässern und auf Flößen oder Lastkähnen über die Dordogne und die Häfen an der Gironde nach England verschifft. Die Böden des Gemeindegebietes gehören heute zum Weinbaugebiet Montravel, doch spielt die Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) ebenfalls eine wichtige Rolle im wirtschaftlichen Leben der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die romanische Kirche lässt auf eine Besiedlung des Ortes spätestens seit dem Mittelalter schließen. Der alte Ortsname lautete Montrevel.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jardins de Sardy
  • Die Pfarrkirche Saint-Martin war ursprünglich ein einschiffiger romanische Bau, der jedoch im 15. Jahrhundert um ein südliches Seitenschiff erweitert wurde. Beide Portale zeigen eindeutig gotische bzw. spätgotische Formen. Die beiden Kirchenschiffe sind durch mächtige Pfeiler voneinander getrennt, haben verschiedene Gewölbe und Fenster von unterschiedlicher Größe. Der Kirchenbau wurde im Jahr 1988 als Monument historique[1] anerkannt.
  • Die dreiflügelige Anlage des Château de la Raye (44° 51′ 39″ N, 0° 7′ 32″ O) stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der im Privatbesitz befindliche Baukomplex wurde im Jahr 1974 als Monument historique[2] anerkannt.
  • Die seit den 1950er Jahren rund um ein Gebäude des 18. Jahrhunderts im toskanischen Stil gestalteten Jardins de Sardy stehen ebenfalls in Privatbesitz. Sie sind jedoch im Sommerhalbjahr für Besucher geöffnet und wurden vom Conseil national des Parcs et Jardins als bemerkenswert (Jardin remarquable) eingestuft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vélines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Église Saint-Martin, Vélines in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Château de la Raye, Vélines in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)