Vías Verdes

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Hinweistafel zur Vía Verde in Girona, Spanien

Vías Verdes (spanisch, auf Deutsch etwa Grüne Wege) sind in Spanien und Mexiko Rad- oder Wanderwege auf stillgelegten Bahnstrecken.

Spanien[Bearbeiten]

In Spanien gibt es etwa 7000 km stillgelegte Bahnstrecken, etwa ein Fünftel davon sind als Radwege oder Wanderwege ausgewiesen, teils asphaltiert, teils ist die Oberfläche nur wenig bearbeitet. Sie werden als Vias Verdes oder als Caminos Naturales (Naturwege) bezeichnet und von einem Consortium (Fundacion de los Ferrocarriles Españoles) oder dem spanischen Umweltministerium (Ministerio de Medio Ambiente) verwaltet. [1] [2]

Beide Institutionen haben Führer zu diesen Radwegen herausgegeben (Guía de Vías Verdes, Guía de los Caminos Naturales).

Das Besondere an den spanischen Bahntrassenradwegen sind die vielen aufgrund der geografischen Situation erforderlichen Tunnel, die meist befahrbar und bei entsprechender Länge auch beleuchtet sind. Die installierten Anlagen sind oft beschädigt; jeder Radler oder Wanderer sollte deshalb eigene Beleuchtung mitführen.

Ein Tunnel nach dem anderen, Vía Verde de la Sierra, Andalusien

Knapp 80 Vías Verdes sind (Stand 20xx) bisher erfasst, einige wenige sind für Radler nicht geeignet (Wanderwege), einige Wege findet man nicht in den offiziellen Führern. Die meisten Vías Verdes sind ehemalige Bahntrassen, wenige sind Radwege entlang der spanischen Kanäle (z.B. Vía Verde Canal de Castilla (Palencia)).

In den offiziellen Führern ist auch die Eignung der einzelnen Wege für Gehbehinderte (Rollstuhlfahrer) ausgewiesen, einige der Wege sind auch für Reiter zugelassen.

Beispiele

Mexiko[Bearbeiten]

Nach dem spanischen Vorbild bestehen in Mexiko Bestrebungen, dass insbesondere auf den seit der Privatisierung des Eisenbahnnetzes stillgelegten Strecken Vías Verdes angelegt werden, wobei die Bahnhöfe möglichst einer neuen Nutzung als Kulturzentrum oder Lokalmuseum zugeführt werden. Die folgenden Strecken sind (2012) ausgebaut und in Betrieb:

  • Hidalgo: Strecke von Tulancingo über den aufgegebenen Bahnknotenpunkt Ventoquipa nach Cuautepec (ehemalige Línea H und HD, 14 Kilometer, 3 ausgebaute und umgenutzte Stationen)
  • Distrito Federal und Morelos: Strecke vom Stadtteil San Angel durch die westlichen Teile der Hauptstadt bis nahe Stadtmitte von Cuernavaca (ehemalige Línea C, 112 Kilometer, höchster Punkt knapp 3000 Meter)

In den folgenden Bundesstaaten bestehen Projekte, die noch nicht zur Realisierung gekommen sind:

  • Jalisco: 3 Strecken zwischen Empalme Orendaín - Ameca, La Vega - Etzatlán und Ocotlán - Atotonilco el Alto (Línea TL, TM und IC, insgesamt 121 km, 5 Stationen).
  • Veracruz: die imposante Bergstrecke auf der 1985 aufgelassenen Strecke Mexiko-Stadt - Veracruz zwischen Sumidero und Fortín de las Flores (Línea S, 6 Kilometer, einschließlich die berühmte Brücke von Metlac)
  • Chihuahua: Strecke von der Stadt Chihuahua durch Gebirge und Wüsten von La Junta bis Ciudad Juárez (Linea QA, 572 Kilometer, 9 Stationen).
  • Durango: Strecke von der Staatshauptstadt Durango durch Bergland nach Tepehuanes (Línea DB, 217 Kilometer).
  • Guanajuato: Strecke von Salamanca nach Jaral del Progreso (Línea AC, 36 km).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.viasverdes.com (spanisch)
  2. www.ffe.es (englisch)