Vöhringen (Iller)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Vöhringen
Vöhringen (Iller)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Vöhringen hervorgehoben
48.28333333333310.083333333333499Koordinaten: 48° 17′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Neu-Ulm
Höhe: 499 m ü. NHN
Fläche: 23,63 km²
Einwohner: 12.916 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 547 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89269
Vorwahlen: 07306, 07307 (Illerzell)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: NU, ILL
Gemeindeschlüssel: 09 7 75 162
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hettstedter Platz 1
89269 Vöhringen
Webpräsenz: www.voehringen.de
Bürgermeister: Karl Janson (parteilos)
Lage der Stadt Vöhringen im Landkreis Neu-Ulm
Baden-Württemberg Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Günzburg Landkreis Unterallgäu Auwald (gemeindefreies Gebiet) Oberroggenburger Wald Stoffenrieder Forst Unterroggenburger Wald Altenstadt (Iller) Bellenberg Buch (Schwaben) Elchingen Holzheim (bei Neu-Ulm) Illertissen Kellmünz an der Iller Nersingen Neu-Ulm Oberroth Osterberg Pfaffenhofen an der Roth Roggenburg (Bayern) Senden (Bayern) Unterroth Vöhringen (Iller) WeißenhornKarte
Über dieses Bild

Vöhringen ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt Vöhringen liegt zirka 18 Kilometer südlich von Ulm und 40 Kilometer nördlich von Memmingen an der Iller. Sie gehört der Region Donau-Iller in Mittelschwaben an.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Vöhringen grenzt im Norden an die Stadt Senden, im Osten an die Stadt Weißenhorn, im Süden an die Gemeinde Bellenberg und im Westen an die baden-württembergische Gemeinde Illerrieden.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Zum Stadtgebiet Vöhringen gehören neben dem Zentrum die drei Stadtteile Illerzell, Illerberg und Thal.

Geschichte[Bearbeiten]

Vöhringen dürfte bereits im 5./6. Jahrhundert entstanden sein, als die Alemannen von der Donau her die schwäbischen Flusstäler besiedelten. „Veringen“, wie es im 12. Jahrhundert mehrfach namentlich auftauchte, wechselte im 15. Jahrhundert mehrmals seinen Besitzer und wurde schließlich 1756 durch Kurfürst Max Joseph von Bayern früher als die Nachbarorte bayerisch.

Die entscheidende Wende setzte für Vöhringen 1864 im Zeichen der Industrialisierung ein, als der Fabrikbesitzer Philipp Jakob Wieland das örtliche Mühlgut mit Fabrikgelände und der dazugehörigen Wasserkraft käuflich erwarb. Noch heute prägen die Wieland-Werke als weltweit bekanntes Unternehmen das Vöhringer Ortsbild.

Vöhringen wurde mit seinen zu diesem Zeitpunkt bereits eingemeindeten Ortsteilen Illerberg, Illerzell und Thal am 25. Juni 1977 zur Stadt erhoben.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Illerzell[Bearbeiten]

Die früher selbständige Gemeinde Illerzell mit über 1.300 Einwohnern liegt rund drei Kilometer nordwestlich von Vöhringen in der Illertalebene. Die Eingemeindung nach Vöhringen erfolgte am 1. Juli 1972.[3]

Illerberg

Illerberg und Thal[Bearbeiten]

Illerberg mit über 1.700 und Thal mit rund 600 Einwohnern liegen rund zwei Kilometer östlich von Vöhringen und sind in ihren Dorfkernen noch von der Landwirtschaft geprägt. Sie sind über Jahrzehnte zu einer Siedlungseinheit zusammengewachsen. Illerberg verfügt über einen unmittelbaren Autobahnanschluss an die A 7 Würzburg–Kempten. Die ehemals selbständigen Gemeinden Illerberg und Thal wurden am 1. Oktober 1970 zusammengeführt[4] und am 1. Januar 1976 nach Vöhringen eingemeindet.[2]

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[5]
Wahlbeteiligung: 54,3 %
 %
40
30
20
10
0
39,0 %
29,1 %
24,3 %
7,6 %
Rathaus Vöhringen

Stadtrat[Bearbeiten]

CSU SPD FWG GRÜNE Parteilose Gesamt
2002 11 7 4 1 1 24 Sitze
2008 10 7 6 1 24 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Bürgermeister seit Stadterhebung[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur, Vereine, Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kulturzentrum[Bearbeiten]

Wolfgang-Eychmüller-Haus

Das 1993 eröffnete Kulturzentrum Wolfgang-Eychmüller-Haus, benannt nach dem Ehrenbürger der Stadt Vöhringen und ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Wieland-Werke AG, bildet den gesellschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt in der Stadt und im gesamten Umland. Die Räumlichkeiten werden rege und vielfältig von Vereinen, Verbänden und Kunst- und Kulturschaffenden aller Art genutzt. Der große Saal bietet mit seinen rund 600 Plätzen ein anspruchsvolles Forum für zahlreiche Veranstaltungen, wie Tagungen, Konzert- und Theateraufführungen, aber auch Hochzeiten und dergleichen.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Der größte Verein in Vöhringen ist der Sportclub Vöhringen 1893 e. V. mit ca. 3.000 Mitgliedern, verteilt auf 19 Abteilungen.

Der Sportverein Illerzell 1929 e. V. ist mit 550 Mitgliedern der größte Verein in Illerzell. Der SVI bietet neben Fußball viele Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen.

Der SSV Illerberg/Thal besteht unter anderem aus den Abteilungen Fußball, Gymnastik, Ski, Tennis und Kegeln. "Alle Neune Thal", die Sportkegelabteilung des SSV, ist der mitgliederstärkste Kegelclub der Region.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wieland Werke Vöhringen

Verkehr[Bearbeiten]

Vöhringen verfügt über einen Anschluss an die A 7 Ulm-Memmingen. Der zur Staatsstraße heruntergestufte Teil der B 19 Ulm–Memmingen–Kempten wird mittlerweile als Umgehungsstraße an der Stadt vorbeigeführt. Weiter gibt es einen Bahnhof an der Hauptstrecke Ulm–Oberstdorf (Illertalbahn).

Vöhringen liegt am Iller-Radweg, einer Fernverbindung entlang des Flusses für Radfahrer zwischen Ulm und Oberstdorf.

Energie[Bearbeiten]

Südlich von Vöhringen befindet sich ein bedeutendes 380 kV/220 kV/ 110 kV-Umspannwerk. Zu dieser Anlage gehört auch ein 96 Meter hoher, als Stahlbetonkonstruktion ausgeführter Richtfunkturm.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Wieland-Werke
  • Schwegler (Hartmetallverarbeitung)
  • Blech & Technik (Blechverarbeitung)

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt Vöhringen verfügt mit ihren zugehörigen Ortsteilen über drei Grundschulen, eine Mittelschule und Realschule sowie ein Gymnasium. Außerdem werden diverse Kurse der Volkshochschule angeboten und eine Musikschule ist ebenfalls vorhanden.

  • Grundschule Illerberg
  • Grundschule Nord
  • Grundschule Süd
  • Uli-Wieland-Mittelschule
  • Staatliche Realschule
  • Illertal-Gymnasium
Gedenktafel am Geburtshaus von Charles Fey in Vöhringen

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vöhringen (Iller) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 790.
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 488.
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 540.
  5. http://www.wahlen.bayern.de/biz/kowa_g2008.php?g=h&schluessel=775&suchbegriff=7
  6. Die Märtyrer von Tokwon, Bruder Solanus (Rudolf) Hermann – (Missionsbenediktiner)