Völs am Schlern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Völs am Schlern
(ital.: Fiè allo Sciliar)
Wappen
Wappen von Völs am Schlern
Karte
Location of Völs am Schlern (Italy).png
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Salten-Schlern
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2016)
3.425/3.571
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
94,92 % deutsch
4,46 % italienisch
0,62 % ladinisch
Koordinaten 46° 31′ N, 11° 30′ OKoordinaten: 46° 31′ N, 11° 30′ O
Meereshöhe: 315–2564 m s.l.m. (Zentrum: 880 m s.l.m.)
Fläche: 44,4 km²
Dauersiedlungsraum: 11,3 km²
Fraktionen: Blumau, Oberaicha, Obervöls, Prösels, Pröslerried, St. Anton, St. Kathrein, St. Konstantin, Steg, Ums, Unteraicha, Untervöls, Völserried
Nachbargemeinden: Kastelruth, Karneid, Tiers, Ritten
Partnerschaft mit: Friedberg in Bayern
Postleitzahl: 39050
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021031
Steuernummer: 80008620215
Bürgermeister (2014): Othmar Stampfer (SVP)

Völs am Schlern ([fœls]; italienisch Fiè allo Sciliar ['fje 'al:o ʃi'lja:r]) ist eine Gemeinde mit 3571 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in Südtirol (Italien) unterhalb des Schlern-Massivs. Der Hauptort ist Untervöls.

Völs mit dem Schlern

Die Gemeinde Völs erstreckt sich über das Schlerngebiet vom Eisacktal bis zum Schlern und nimmt auch einen großen Teil der rechten Seite des Tierser Tales mit der Streusiedlung Völser Aicha ein. Das Dorfzentrum ist Untervöls. Dort befinden sich Dorfplatz, Pfarrkirche, Volksschule und ein Vereins-Gemeindehaus.

Wichtigster Wirtschaftssektor ist der Tourismus. Völs war bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert ein beliebtes Ziel der Bozner Bürger, vor allem zur Sommerfrische sowie für Heubad-Kuren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus der Kupferzeit belegen, dass das Völser Gemeindegebiet bereits im 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt war. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort als „Fellis“ in einer Urkunde König Arnolfs aus dem Jahr 888, wobei er als gelegen im Herzogtum Bayern („in Bauuariae partibus sita inter montana“) an der Grenze zu Reichsitalien bezeichnet wird.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister seit 1952:[2]

  • Josef Untermarzoner: 1952–1960
  • Anton Ploner: 1960–1969
  • Walter Kompatscher: 1969–1980
  • Josef Kompatscher: 1980–2005
  • Arno Kompatscher: 2005–2013
  • Othmar Stampfer: 2014–

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Geviert in Schwarz und Rot. Im ersten Feld ein rotes Tatzenkreuz und vierten eine rote Rose mit goldenem Butzen je in einem silbernen Balken. In den beiden anderen Feldern eine silberne goldgekrönte Säule.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Clara (1899−1966), deutscher Arzt und Anatom, Entdecker der nach ihm benannten Clara-Zelle
  • Oswald Haselrieder (* 1971), ehemaliger Rennrodler
  • Anneliese Kompatscher (* 1953), Fotografin und Buchautorin
  • Arno Kompatscher (* 1971), Politiker der Südtiroler Volkspartei (SVP) und seit 2014 Landeshauptmann Südtirols
  • Florin Kompatscher (* 1960), Maler
  • Hans Kompatscher (1906−1988), Maler
  • Erhard Mahlknecht (* 1966), ehemaliger Naturbahnrodler
  • Esther Mitterstieler (* 1968), Journalistin und Buchautorin
  • Birgit Nössing (* 1982), Fernsehjournalistin und Moderatorin
  • Elmar Perkmann (* 1948), Schriftsteller
  • Anton Psenner (1791−1866), akademischer Maler (Nazarenerstil)
  • Martin Psenner (* 1976), ehemaliger Naturbahnrodler
  • Berty Skuber, Künstlerin

Personen mit Beziehung zum Ort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Völs am Schlern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair (Bearb.): Tiroler Urkundenbuch II/1, Innsbruck: Wagner 2009, S. 78f Nr. 109. ISBN 978-3-7030-0469-8
  2. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).