Völser Weiher

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Völser Weiher
Laghetto di Fiè 8.jpg
Geographische Lage Schlerngebiet, Südtirol, Italien
Abfluss durch einen Bach, der in den Schlernbach mündet
Orte oder Städte in der Nähe Völs am Schlern
Daten
Koordinaten 46° 31′ 24,5″ N, 11° 31′ 24,1″ OKoordinaten: 46° 31′ 24,5″ N, 11° 31′ 24,1″ O
Völser Weiher (Südtirol)
Völser Weiher
Höhe über Meeresspiegel 1036 m s.l.m.
Fläche 1 ha
Volumen 2000 m³
Maximale Tiefe 3,5 m
Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-FLÄCHEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-VOLUMENVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-MAX-TIEFE

Der Völser Weiher (italienisch Lago di Fiè) ist ein See im Schlerngebiet in Südtirol (Italien).

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Völser Weiher befindet sich auf 1.036 m Höhe in einem der Westwand des Schlerns vorgelagerten Wald. Die nächstgelegenen Ortschaften sind im Südwesten der Hauptort der Gemeinde Völs am Schlern und im Nordwesten die Völser Fraktion St. Konstantin. Genau östlich und etwas höher am Hang liegt der etwa gleich große Huberweiher, etwas tiefer im Nordwesten befindet sich der kleinere Gfliererweiher. Der See ist durch mehrere Wanderwege aus verschiedenen Richtungen sowie eine Straße, die wenige Meter südwestlich vom See endet, erschlossen. Er ist Teil des Naturparks Schlern-Rosengarten.

Topographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weiher ist ungefähr 1 ha groß und hat ein Einzugsgebiet von nur 0,136 km². Mit einer maximalen Tiefe von 3,5 m fasst er ein Gesamtvolumen von 2000 m³. Röhricht teilt den See in zwei Hälften, von denen die südlichere als geschütztes Biotop ausgewiesen ist.

Entwässert wird der Weiher durch einen Bach, der Richtung Südwesten fließt und in den Schlernbach mündet.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Völser Weiher wird als mesotroph eingestuft und gilt aufgrund seiner geringen Tiefe und des kleinen Wasservolumens als von Eutrophierung bedroht. Als Schutzmaßnahme wurde 1979 ein künstlicher Zufluss gebaut, der für einen erhöhten Wasseraustausch sorgt. In den 1980er Jahren erfolgten eine Reduzierung des Schilfgürtels sowie Sedimententnahmen, die den Verlandungsprozess aufhalten sollen.[1]

Analysen der Wasserqualität in Hinblick auf eine Eignung als Badesee erbrachten sehr gute Ergebnisse.[2]

Menschliche Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich wurde der Völser Weiher, wie auch der nahe Gfliererweiher, von den Herren von Völs-Colonna, die auf Schloss Prösels residierten, als Fischteich angelegt.[3]

Inzwischen ist das Fischen verboten und der Weiher dient als Naherholungsgebiet für Badegäste und Wanderer.[4]

Literarische Erwähnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 3. Akt von Arthur Schnitzlers Das weite Land spielt am Völser Weiher und in dem an ihm liegenden Grand Hotel. Im 4. Akt wird dann der Völser Weiher einerseits als Ortsangabe, andererseits als Liebesmetapher von der weiblichen Hauptfigur, Genia Hofreiter, verwendet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Völser Weiher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beschreibung des Völser Weihers im Portal der Südtiroler Landesverwaltung , abgerufen am 30. August 2012
  2. Beurteilung der Wasserqualität des Völser Weihers im Portal der Südtiroler Landesverwaltung , abgerufen am 30. August 2012
  3. Egon Kühebacher: Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte. Die geschichtlich gewachsenen Namen der Täler, Flüsse, Bäche und Seen. Athesia, Bozen 1995, ISBN 88-7014-827-0, S. 358–359.
  4. Völser Weiher. sentres.com, abgerufen am 30. August 2012.