VERO

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Das Kombinat Holzspielwaren VERO Olbernhau entstand 1972 aus dem Zusammenschluss verschiedenen Volkseigener Spielwarenbetriebe in der DDR. Produziert wurden schwerpunktmäßig Holzspielwaren und Modelleisenbahnzubehör.

VERO leitet sich aus Vereinigte Olbernhauer Spielwarenbetriebe ab.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreirad vom VEB VERO

Von 1966 bis 1972 entstand der VEB Vereinigte Erzgebirgische Spielwarenwerke Olbernhau, der aus folgenden Betrieben bestand:

1972 entstand das „Kombinat Holzspielwaren Vero Olbernhau“, das wiederum aus Betrieben „VEB Vereinigte Erzgebirgische Spielwarenwerke Olbernhau“ und „VEB Spielwarenwerke Schneeberg“ bestand.

Ab 1976 kamen zum Kombinat Vero noch folgende Betriebe hinzu:

  • VEB Blumenauer Baukastenfabrik (vormals Baukastenfabrik E. Reuter) - wurde zum VEB Vero Olbernhau, Werk 2 Blumenau, Produktionsbereich III
  • VEB Holzspielwaren Blumenau (vormals C. Fritzsche, bzw. G. Drechsel)
  • VEB Musikspielwaren Blumenau (vormals Clemens Schmieders)
  • VEB Modellspielwaren Marienberg-Hüttengrund. Siehe hierzu: Auhagen

1980 wurde aus dem Kombinat Holzspielwaren Vero Olbernhau ein großer Volkseigener Betrieb mit dem Namen „VEB VERO Olbernhau“. 1981 wurde dieser an das Kombinat Spielwaren Sonneberg angeschlossen. 1986 hatte der VEB Vero Olbernhau 82 Produktionsstätten in 20 Orten. Ab 1990 wurde die Produktion verringert und später dann vollständig eingestellt. Schon 1991 wurden die ersten Reprivatisierungen durchgeführt. So wurde aus Teilen des VEB Vero Olbernhau die „Sonni Holzspielwaren VERO GmbH“ (1990–1993).

VEB Kombinat Spielwaren Sonneberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vero Construc Baukasten: Elektromotor

Das VEB Kombinat Spielwaren Sonneberg bestand 1987 aus 20 selbständigen Betrieben mit ca. 27.000 Beschäftigten. Es unterstand dem Ministerium fur Bezirksgeleitete und Lebensmittelindustrie der DDR (Minister Udo Wange). Langjähriger Generaldirektor des VEB Kombinates Spielwaren war Rudolf Stolze. Es wurde 1980 aus den fünf Spielwarenkombinaten Sonni, Piko, Zekiwa, Vero, Plasticart und weiterer Spielwarenbetriebe gegründet. Den Kombinatsbetrieben wurden lokal weitere Spielwarenbetriebe zugeordnet, so dass zum Beispiel der VEB Vero Olbernhau aus 96 Betriebsteilen und Läger mit ca. 3600 Beschäftigte als größter Betrieb des Kombinates zugehörten. 1982 und 1983 wurden den VEB Kombinat Spielwaren weitere bezirksgeleitete Betriebe angeschlossen.

  • VEB Sonni Sonneberg (Stammbetrieb) (Puppen, Plüschspielwaren, Kunststoffspielwaren)
  • VEB Piko Sonneberg (Modellbahnen Spur HO und N, Mechanische Spielwaren, Kunststoffspielwaren, Industriezulieferung)
  • VEB Plüti Sonneberg (Plüschspielwaren)
  • VEB Spielzeugland Mengersgereuth-Hämmern (Kunststoffspielwaren, Plüschspielwaren, Puppen, Holzspielwaren)
  • VEB Plaho Steinach (Holzspielwaren, Kunststoffspielwaren)
  • VEB Anker-Mechanik Eisfeld (Kunststoffspielwaren, Mechanische Spielwaren, Holzspielwaren)
  • VEB Spielwaren Großbreitenbach (Plüschspielwaren, Industriezulieferungen, Maschinenbau)
  • VEB Spielzeugelelektrik Meiningen (Kunststoffspielwaren, Plüschspielwaren, Industriezulieferungen)
  • VEB Puppenfabrik Königsee (Puppen)
  • VEB Spielwaren- Mechanik Pfaffschwende (Metallbaukästen, Kunststoffspielwaren)
  • VEB Vero Olbernhau (Holzspielwaren, Modelleisenbahnen Wagen und Gebäude, Erzgebirgische Volkskunst, Industriezulieferungen, Maschinenbau)
  • VEB Plasticart Annaberg-Buchholz (Kunststoffspielwaren, Modellbaukästen, Spiele, Mechanische Spielwaren, Modelleisenbahnen)
  • VEB Biggi Walterhausen (Puppen, Plüschspielwaren, Holzspielwaren)
  • VEB Kinderfahrzeuge Mühlhausen (Kinderfahrzeuge, Gokarts)
  • VEB Zekiwa Zeitz (Kinderwagen, Puppenwagen)
  • VEB Famos Leipzig (Spiele, Kunststoffspielwaren)
  • VEB Prefo Dresden (Autorennbahnen, Modellbahnwagen)
  • VEB Kamenzer Spielwaren (Kunststoffspielwaren, Spiele, Aufblaserzeugnisse)
  • VEB Mechanische Spielwaren Brandenburg (Mechanische Spielwaren, Blechspielwaren)
  • VEB TT-Bahnen Berlin (Modelleisenbahnen Spur TT)
  • VEB Institut für Spielzeug Sonneberg (Designzentrum, Verfahrensentwicklung, Rationalisierungsmittel)

1988 wurden die Betriebe VEB Zekiwa Zeitz und VEB Kinderfahrzeuge Mühlhausen ausgegliedert und dem VEB Sportkombinat Schmalkalden zugeordnet. 2014 existieren vom ehemaligen VEB Kombinat Spielwaren Sonnenberg nur noch Klein- und Kleinstfirmen in Ostdeutschland mit bis zu 200 Beschäftigten. Nennenswerte Firmen sind noch Eitech GmbH Pfaffschwende, Piko Spielwaren GmbH Sonneberg, Kösener Spielzeug Manufaktur GmbH Bad Kösen, Tillig Modellbau GmbH Sebnitz, Schildkröt Puppen GmbH Rauenstein, Hess - Holzspielzeug GmbH & Co. KG Olbernhau, Dregeno Seifen e.G. Seifen, Beleduc Lernspielzeug GmbH Olbernhau, Rülke GmbH Eppendorf, Erzi GmbH Grünhainichen, Sina Spielzeug GmbH Neuhausen u.a.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden schwerpunktmäßig Holzspielwaren und Modelleisenbahnzubehör hergestellt. Produkte waren unter anderem: Baukästen, Holzspielzeug, Hobbyartikel, Spiele, Kinderholzmöbel, Wachsblumen, Puppenstuben und Puppenstubenmöbel.

Holzbaukästen waren beispielsweise:

  • Baukästen VERO CONSTRUC (ca. 1972, 9 Bausätze und 10 Zusatzpackungen, mit Kunststoffanteil)
  • Baukastenserien VERO SCOLA und VERO ELEMENTAR

Ende 1970er Jahre Kleinkinderspielzeug mit Kunststoffanteil, div. Baubeutel und Bauwagen, Kofferbaukästen, Holzbaukästen mit trommelpolierten Bausteinen, Miniaturen aus Grünhainichen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Spielzeug. Meisenbach Verlag, Bamberg 1949.
  • Spielzeug von heute. Mitteilungsblatt der Zentralstelle für Standardisierung Sonneberg und des Instituts für Spielzeug Sonneberg. Sonneberg 1967–83
  • Spielmittel. Nostheide Verlag, Memmelsdorf 1981

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]