VG Media

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Logo der VG Media

VG Media (Gesellschaft zur Verwertung der Urheber- und Leistungsschutzrechte von Medienunternehmen mbH) ist eine Verwertungsgesellschaft in Deutschland mit Sitz in Berlin.

Die VG Media vertritt treuhänderisch Urheber- und Leistungsschutzrechte von über 150 deutschen und internationalen privaten Fernseh- und Hörfunksendeunternehmen sowie von über 200 digitalen verlegerischen Angeboten.[1] Sie unterhält Lizenzverträge mit insgesamt rund 34.000 Vertragspartnern.

Das Deutsche Patent- und Markenamt als Staatsaufsicht über die Verwertungsgesellschaften hat die VG Media 1997 als Verwertungsgesellschaft zugelassen.[2]

Gesellschafter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesellschafter der VG Media sind 25 Medienunternehmen, die sich die Anteile an der VG Media aufteilen, so dass je 50 % der Geschäftsanteile von privaten Fernseh- und Hörfunksendern und weitere 50 % von Presseverlegern gehalten werden. Die Gesellschafter sind Antenne Bayern, Antenne Niedersachsen, Antenne Thüringen, Aschendorff Medien, Axel Springer SE, bigFM, Hubert Burda Media, Evangelischer Presseverband Norddeutschland, Funk & Fernsehen Nordwestdeutschland, Funke Mediengruppe, DuMont Mediengruppe, Münchener Zeitungs-Verlag, ProSiebenSat.1 Media, Hit Radio FFH, WeltN24, Radio Regenbogen, Regiocast, Rheinische Post, RPR1, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag, TOP Radiovermarktung, Verlagsgesellschaft Madsack, Presse-Druck und Verlags-GmbH, VMG Verlags- und Mediengesellschaft und Zeitungsgruppe Ostfriesland. Die Gesellschaft wurde mit Bescheid vom 25. Februar 2014 vom Bundeskartellamt freigegeben.[3][4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit ihrer Gründung nahm die VG Media Urheber- und Leistungsschutzrechte privater TV- und Radiosendeunternehmen wahr und befand sich seit 2010 bis Anfang 2014 im Eigentum der Sendeunternehmen ProSiebenSat.1 Media AG, N24 Media, Antenne Bayern, Hit-Radio Antenne, radio ffn, Hit Radio FFH, Regiocast, TOP Radiovermarktung, Antenne Thüringen, VMG Verlags- und Mediengesellschaft, Radio Regenbogen, RPR1 und bigFM.[5]

Rechtewahrnehmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die VG Media nimmt Rechte an der Kabelweitersendung (Kabelnetzbetreiber, Wohnungswirtschaft), der öffentlichen Wiedergabe von Funksendungen, z. B. in Hotels, Krankenhäusern, Fitnessstudios, Justizvollzugsanstalten etc., aber auch an Programmbegleitmaterial in EPG und Mitschnittsrechten sowie an Ausschnitten aus Presseerzeugnissen wahr.[6] Für alle lizenzierten Nutzungen hat die VG Media entsprechende Tarife aufgestellt.[7]

Wie die übrigen Verwertungsgesellschaften (z. B. GEMA, VG Wort, GVL, AGICOA) macht die VG Media selbst keinen Gewinn, sondern schüttet sämtliche Einnahmen abzüglich der Verwaltungskosten an die Berechtigten aus. Die berechtigten Medienunternehmen sind über 60 Unternehmen aus dem Bereich Privatfernsehen (beispielsweise ProSieben, Sat.1, RTL, Sport1, RTL II, N24, VIVA), 100 Unternehmen aus dem Bereich privater Hörfunk (beispielsweise Antenne Bayern, Hit Radio FFH, radio ffn und RPR1) und über 200 digitale verlegerische Angebote. (Stand: 2. September 2016).[8]

Lizenzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für verschiedene Nutzergruppen hat die VG Media Tarife gemäß § 38f Verwertungsgesellschaftengesetz aufgestellt. Vor der Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger werden die Tarife dem Deutschen Patent- und Markenamt als Aufsichtsbehörde vorgelegt.[9]

Wie im Verwertungsgesellschaftengesetz vorgesehen, hat die VG Media mit zahlreichen Nutzerverbänden Gesamtverträge abgeschlossen, in denen den Mitgliedern der Verbände Sonderkonditionen gewährt werden. Zu den Gesamtvertragspartnern der VG Media zählen z. B. die AMCU (Association of Music and Copyrights Users), ANGA (Verband deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.), BAGFW, BDPK (Bundesverband deutscher Privatkliniken), BVGG (Bundesverein Gastronomie und Genuss), BVI, BVkom (Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände), DDIV (Dachverband Deutscher Immobilienverwalter e.V.), DEGEMED (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation), DEHOGA, DRV Bund, DSSV (Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheitsanlagen), DSW (Deutsches Studentenwerk), DKG, FRK (Fachverband für Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen), GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Haus & Grund, MFAK (Mitteldeutscher Fachverband für Antennen- und Kabelanlagen), Ring Deutscher Makler (Verband der Immobilienberufe und Hausverwalter - Landesverband Berlin und Brandenburg) und VDF (Verband Deutscher Fitness- und Gesundheitsunternehmen)[10]

Kooperationspartner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In verschiedenen Bereichen arbeitet die VG Media auch mit Partnern, wie der GEMA, der GVU, dem Deutschen Kulturrat, der Europäischen Bewegung Deutschland und dem Institut für Urheber- und Medienrecht zusammen.[11] Die VG Media ist Gründungsmitglied des Deutschen Medienschiedsgerichts.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.vg-media.de/de/alle-wahrnehmungsberechtigte.html abgerufen am 2. September 2016
  2. https://www.vg-media.de/de/recht/rechtsaufsicht.htmlabgerufen am 4. November 2016
  3. https://www.vg-media.de/images/stories/pdfs/presse/2014/140226_pm_vgmedia_freigabe-bundeskartellamt.pdf abgerufen 14. März 2014.
  4. https://www.vg-media.de/images/stories/pdfs/presse/2014/140218_pm_vgmedia_neue-gesellschaftsstruktur.pdf abgerufen 14. März 2014.
  5. https://www.vg-media.de/images/stories/pdfs/presse/101102_pressemitteilung_vgmedia_gesellschafterwechsel.pdfabgerufen am 4. November 2016
  6. http://www.hausundgrund.de/vgmedia.html
  7. https://www.vg-media.de/de/tarife-lizenzen.html abgerufen am 2. September 2016
  8. https://www.vg-media.de/de/alle-wahrnehmungsberechtigte.html abgerufen 2. September 2016
  9. https://www.vg-media.de/de/tarife-lizenzen.html Abgerufen am 4. November 2016
  10. https://www.vg-media.de/de/gesamtvertragspartner.html abgerufen am 2. September 2016
  11. https://www.vg-media.de/de/kooperationspartner-vgmedia.html abgerufen am 4. November 2016
  12. Deutsches Medienschiedsgericht. Abgerufen am 2. September 2016.