VKTA - Strahlenschutz, Analytik & Entsorgung

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Der VKTA - Strahlenschutz, Analytik und Entsorgung Rossendorf e. V. (VKTA) (bis Dezember 2014 Verein für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf e. V.) ist eine Institution, die vom Freistaat Sachsen beauftragt ist, die Forschungsreaktoren und kerntechnischen Anlagen des ehemaligen Zentralinstitut für Kernforschung (ZfK) der Akademie der Wissenschaften der DDR stillzulegen, rückzubauen und die Kernbrennstoffe und radioaktiven Abfälle fachgerecht zu entsorgen. Darüber hinaus bearbeitet der VKTA eine Reihe weiterer Aufgaben auf dem Gebiet des Umwelt- und des Strahlenschutzes. Er beschäftigt etwa 110 Mitarbeiter mit einem Jahresetat von etwa 10 Millionen Euro.[1]

Der VKTA befindet sich im Dresdner Ortsteil Rossendorf auf dem Gelände des gleichnamigen Forschungsstandortes. Der am 1. Januar 1992 gegründete Verein ist wie das Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf (HZDR) aus dem ZfK hervorgegangen. Insbesondere auf dem Gebiet des Strahlenschutzes besteht eine enge Kooperation zwischen VKTA und HZDR.

Rückbau der Anlagen des ZfK[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel des Rückbaus ist in der Regel die (Wieder-) Herstellung einer „Grünen Wiese“. Im Zuge des Rückbaus werden auch die vorhandenen Kernbrennstoffe entsorgt. Sie wurden dazu in der Einrichtung zur Entsorgung von Kernmaterial (EKR) getrennt von anderen radioaktiven Abfällen und Abwässern erfasst, vorbereitet und seit 2000 bis zum Abtransport in ein anderes Zwischen- oder Endlager gelagert. Der Rückbau aller Anlagen des ZfK soll 2018 abgeschlossen sein. [2]

Der VKTA führt zur Überwachung der chemischen und physikalischen Parameter rückbaubegleitende Analytik in eigenen Laboren durch.

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Zu den rückzubauenden Anlagen auf dem Gelände gehören bzw. gehörten:

Reaktoren:

Produktionsanlagen der Isotopenproduktion:

  • Anlage für Strahlenquellen: Produktion 2000 eingestellt.
  • Anlage zur Spaltmolybdänproduktion (AMOR): Produktion 1990 eingestellt.
  • Radiopharmazeutisches Laboratorium: Produktion 2000 eingestellt.

Der Rückbau der Produktionsanlagen sollte bis 2010 abgeschlossen sein, was wegen fehlender finanzieller Mittel jedoch nicht umgesetzt werden konnte.[3]

Abfalllager:

  • Zwischenlager für feste radioaktive Abfälle: Rückbau 2001 abgeschlossen.
  • Zwischenlager für flüssige radioaktive Abfälle (Abwässer): Rückbau 2001 abgeschlossen.

Weitere Aufgaben und Dienstleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landessammelstelle

Der VKTA betreibt die Landessammelstelle für die Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Diese stellt ein Zwischenlager für radioaktive Abfälle dar. Dabei sind jedoch Kernbrennstoffe ausgeschlossen.

Inkorporationsmessstelle

Für das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) besteht im VKTA eine Messeinrichtung für Inkorporationsmessungen gemäß § 41 Strahlenschutzverordnung für den Freistaat Sachsen. Diese wird auch zur Überwachung der Strahlendosisbelastung der Angestellten genutzt.

Einrichtung zur Behandlung schwachradioaktiver Abfälle Rossendorf (ESR)

Es gibt seit 2000 eine Anlage zur Aufbereitung von schwachradioaktiven Abfällen mit dem Ziel, das Volumen an Abfall zu verringern bzw. endlagerfähiges Material zu erhalten. Bei flüssigen Abfällen versucht man nach Möglichkeit das Lösemittel (in der Regel Wasser) schadstofffrei zurückzugewinnen und eine wesentlich kleinere Menge festen Abfalls zu erhalten. Eine andere Möglichkeit ist, die Flüssigkeit durch Zugabe von Bindestoffen oder durch Trocknung zu verfestigen. Feste Abfälle können auch aufbereitet werden. Z. B. werden sperrige Teile, die beim Rückbau anfallen, zerkleinert.

Analytik

Der VKTA führt chemische und physikalische Analysen sowohl als Dienstleistung als auch zur Eigenkontrolle des Standorts und des Rückbaus durch. Es werden eine Vielzahl von Analysenverfahren eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt bei der Radionuklidanalytik. Ein Dienstleistungsprojekt seit 1995 ist die Begleitung der Sanierung der ehemaligen Uranabbaugrube der Wismut GmbH in Königstein, Sachsen.

Laborabwasser-Reinigungsanlage

Der VKTA betreibt für das gesamte Gelände inklusive des Forschungszentrums Dresden-Rossendorf die Sammel- und Reinigungsanlagen für alle Laborabwässer. Laborabwässer aus Strahlenschutzbereichen kommen, wenn nötig, zur Aufbereitung in die ESR. Die Laborabwässer werden somit in Eigenkontrolle für den Standort überwacht.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Entsorgung von DDR-Forschungsreaktor wird teurer. Hamburger Abendblatt. 8. Dezember 2009. Abgerufen am 10. Dezember 2009.
  2. Jahresbericht 2014, Zugriff am 7. April 2016
  3. Jahresbericht 2010 (PDF; 2,2 MB), Zugriff am 29. August 2011.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 3′ 41″ N, 13° 57′ 9″ O