VR Bank Ostholstein Nord - Plön

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  VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG
Logo der VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG
Sitz Neustadt in Holstein
Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 213 900 08[1]
BIC GENO DEF1 NSH[1]
Gründung 4. März 1860
Verband Genossenschaftsverband e.V.
Website www.meine-vrbank.de
Geschäftsdaten 2015[2]
Bilanzsumme 1.318 Mio. Euro
Einlagen 920 Mio. Euro
Kundenkredite 902 Mio. Euro
Geschäftsstellen 14
Mitglieder 28.436
Leitung
Vorstand Klaus Treimer (Sprecher), Stefan Frahm, Lars Nissen
Aufsichtsrat Eckhard Boll (Vorsitzender)

Die VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Neustadt in Holstein. Ihr Geschäftsgebiet ist der nördliche Kreis Ostholstein und der Kreis Plön.

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG ist eine eingetragene Genossenschaft, deren Rechtsgrundlagen das Genossenschaftsgesetz und die durch die Vertreterversammlung der Bank erlassene Satzung sind. Die Organe der VR Bank sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung. Diese besteht aus gewählten Mitgliedern der Bank, die jeweils bis zu 150 Mitglieder vertreten.

Geschäftsausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG ist eine regional arbeitende Universalbank. Ihre Geschäftsbereiche sind zum einen Kredit- und Anlagegeschäft, daneben arbeitet sie im Verbundgeschäft mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V Versicherung, der Fondsgesellschaft Union Investment, der DZ Bank, der Deutschen Genossenschafts-Hypothekenbank, der Münchener Hypothekenbank, der Leasing-Gesellschaft VR Leasing sowie mit der Teambank Nürnberg mit Ihrem Produkt easyCredit zusammen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG wurde am 4. März 1860 nach dem Vorbild der Kreditgenossenschaften von Hermann Schulze-Delitzsch als Vorschuß-Verein in Neustadt in Holstein gegründet. 88 angesehene Bürger Neustadts schlossen sich erstmals in dieser Form zusammen. Das Neustädter Wochenblatt berichtete 5 Tage später ausführlich darüber: „In der am letzten Sonntag abgehaltenen abendlichen Versammlung des hiesigen Handwerkervereins wurde der Entwurf eines Statuts, betreffend eines hier am Ort zu errichtenden Vorschuß-Vereins besprochen und von den anwesenden mit einigen Änderungen angenommen. Der Zweck des Vereins ist hauptsächlich dem gewerblichen Mittelstande die zu seinem Betriebe nötigen Geldmittel zu verschaffen und so einem dringenden Bedürfnisse abzuhelfen. Um einen Vorschuß aus der Vereinskasse entnehmen zu können, muß der Vorschußsuchende Mitglied des Vereins sein. Diese Mitgliedschaft wird erworben durch einen Ausschuß-Beschluß und einen Beitrag zum Reservefonds von 1 Taler, so wie durch die Einlage eines Stammantheils von 25 Talern in wöchentlichen Beiträgen von 4 bis 16 Silbergroschen oder ein für alle Mal und endlich durch Anerkennung und Unterschrift des Statuts. Die etwaigen Überschüsse werden als Dividende unter die Vereinsmitglieder bertheilt.“[3]

Bereits 1882 beschloss die Generalversammlung der Mitglieder eine Neufassung des Statuts. Der Name wurde in Vorschuß- und Sparverein in Neustadt geändert und die Genossenschaft amtlich eingetragen. Geschäfte wurden in „Geschäftslokalen“ abgewickelt. Jahrelang fungierte das Geschäftshaus der Firma E. Scheel in der Fischerstraße als solches, bis 1888 die Geschäftstätigkeit in das Haus des Vorstandsmitglieds Martin Giese in der Kremper Straße verlegt wurde.

In der Folge gründeten sich bis in die 1950er Jahre vielerorts Spar- und Darlehenskassen oder Raiffeisenbanken. Aufgrund gestiegener Anforderungen an die einzelne Bank gab es immer wieder Zusammenschlüsse, die sich in Ostholstein auf die Fehmarnsche Volksbank Raiffeisenbank eG und die Volksbank von 1860 eG konzentrierten. Die beiden Institute fusionierten dann im Jahr 2000 zur Volksbank Ostholstein Nord eG und lösten somit die Doppelpräsenz in Heiligenhafen auf.

Die Entwicklung im Kreis Plön nahm einen ähnlichen Verlauf. Die in der Fläche verteilten Genossenschaftsbanken fusionierten im Nordwesten zur Raiffeisenbank Schönberg eG, im Osten und Süden des Kreises zur Raiffeisenbank im Kreis Plön eG, die als Spar- und Darlehenskasse Lütjenburg im Jahr 1896 gegründet wurde. Beide Banken schlossen sich 1991 zur Raiffeisenbank im Kreis Plön eG, Lütjenburg zusammen.

2009 verschmolzen die Volksbank Ostholstein Nord eG und die Raiffeisenbank im Kreis Plön eG zur heutigen VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG.

Firmierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1860 Vorschuß-Verein in Neustadt
1882 Vorschuß- und Sparverein in Neustadt e.G.
1892 Vorschuß- und Sparverein e.G.m.u.H. in Neustadt in Holstein
1918 Neustädter Bank e.G.m.b.H., Neustadt in Holstein
1941 Volksbank von 1860 e.G.m.B.H., Neustadt in Holstein
1975 Volksbank von 1860 eG, Neustadt in Holstein
1982 Volksbank von 1860 Spar- und Darlehenkasse eG, Neustadt in Holstein
1984 Volksbank von 1860 Raiffeisenbank eG, Neustadt in Holstein
1992 Volksbank von 1860 eG, Neustadt in Holstein
2000 Volksbank Ostholstein Nord eG, Neustadt in Holstein
2009 VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG, Neustadt in Holstein

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG: Vertrauen als Schlüssel des Erfolgs – 150 Jahre genossenschaftliches Bankwesen in den Kreisen Ostholstein und Plön, Papierdruck, Neustadt in Holstein 2010, Text: Josef Schmid und Oliver Leibbrand, M.A., Geschichtswerk eG, Hamburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: VR Bank Ostholstein Nord - Plön – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Zahlen & Fakten zum 31. Dezember 2015
  3. VR Bank Ostholstein Nord - Plön eG: Vertrauen als Schlüssel des Erfolgs – 150 Jahre genossenschaftliches Bankwesen in den Kreisen Ostholstein und Plön, Papierdruck, Neustadt in Holstein 2010, Text: Josef Schmid und Oliver Leibbrand, M.A., Geschichtswerk eG, Hamburg.

Koordinaten: 54° 6′ 29″ N, 10° 48′ 50″ O