VW EA188

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Der Volkswagen Entwicklungs-Auftrag 188 bezeichnet eine Reihe von Dieselmotoren verschiedener Bauarten des Volkswagenkonzerns, die entweder mit Zweiventiltechnik oder Vierventiltechnik und einer Pumpe-Düse-Einspritzung ausgestattet sind.[1] Der EA188 deckt das Leistungsspektrum von 45 bis 230 kW ab.[1] Es gibt Reihenmotoren mit drei, vier oder fünf Zylindern sowie einen V10-Motor, mit Hubraumgrößen von 1,2 bis 4,9 Litern.[1] EA188-Motoren kamen erstmals 1998 im VW Passat B5 zum Einsatz. Entwickelt wurde die Baureihe EA 188 ab 1996 aus der Vorgängerbaureihe EA 180. Der EA 188 wurde von der Baureihe EA 189 abgelöst.[2]

Volkswagen AG
1,2-Liter-TDI

1,2-Liter-TDI

VW EA 188
Produktionszeitraum: 1998–2009
Hersteller: Volkswagen AG
Funktionsprinzip: Diesel
Motorenbauform: Reihe und V-Form
Hubraum: 1196–4921 cm3
Gemischaufbereitung: Pumpe-Düse-System
Motoraufladung: VTG-Turbolader
Leistung: 45–230 kW
Drehmoment: 140–750 N·m
Vorgängermodell: VW EA180
Nachfolgemodell: VW EA189

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1,2-Liter TDI und 1,4-Liter TDI[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1,2-Liter-TDI-Motor und der 1,4-Liter-TDI-Motor sind ähnlich konstruiert. Hauptunterschied ist das Material des Zylinderblocks. Beim 1,4-Liter-TDI-Motor ist dies aus Grauguss,[2] beim 1,2-Liter-TDI-Motor ist es aus Aluminiumdruckguss mit eingegossenen Graugusszylinderlaufbuchsen. Bei beiden Motoren handelt es sich um wassergekühlte aufgeladene Reihendreizylindermotoren. Die Kolbennaben und die Pleuelaugen der Motoren sind trapezförmig konstruiert.[2] Die sechs Ventile der Motoren werden über eine zahnriemengetriebene obenliegende Nockenwelle betätigt. Im Zylinderkopf ist die Pumpe-Düse-Einheit untergebracht, die von einem zusätzlichen Nocken auf der Nockenwelle über einen Rollenkipphebel betätigt wird. Der Einspritzdruck beträgt bis zu 2050 bar. Um unerwünschte Massenkräfte der Motoren auszugleichen, besitzen die Motoren eine Ausgleichswelle, die entgegengesetzt zur Kurbelwelle läuft. Angetrieben wird sie von der Kurbelwelle aus über eine Kette, die auch die Ölpumpe antreibt. Ein hydraulischer Kettenspanner sorgt für eine gespannte Kette. Am Zylinderkopf ist die Vakuumpumpe der Motoren installiert, die von der Nockenwelle aus angetrieben wird.[2] Das Ölfiltergehäuse der Motoren mit Papierfilter ist stehend, die Kühlmittelpumpe der Motoren ist in den Zylinderblock integriert.[2] Der Abgaskrümmer des 1,2-Liter-TDI-Motors ist aus Gewichtsgründen aus Stahlblech gefertigt, ein Teil des Abgases wird in den Brennraum rückgeführt, zuvor wird es von einem Wärmetauscher gekühlt. Zur Motoraufladung kommt ein VTG-Turbolader zum Einsatz. Die Motorsteuerung wird vom "Bosch EDC 15P"-Motorsteuergerät übernommen, das den 1,2-Liter-TDI-Motor im „Sport-“ und „Eco-“Modus betreiben kann. Der „Eco-“Modus reduziert Drehmoment- und Leistungsabgabe. Das Motorsteuergerät steuert auch die Leerlaufdrehzahl des Motors, die beim Rollen des mit einem 1,2-Liter-TDI-Motor versehenen Fahrzeuges mit mehr als 13 km/h auf 770 min−1 reduziert wird, bei niedriger Geschwindigkeit beträgt die Leerlaufdrehzahl 850 min−1.[2] Im 1,4-Liter-TDI-Motor kommt nur ein Betriebsprogramm zur Anwendung, das ohne Leistungsreduzierung auskommt.[3][2] Der 1.2-TDI-Motor mit 45 kW (61 PS) wurde ausschließlich im Audi A2 und Lupo 3L verbaut. Der 1.4 TDI-Motor mit 55 kW (75 PS) wurde im Lupo, Polo (6N2), Polo 9N, Seat Ibiza, Škoda Fabia und Audi A2 eingesetzt, die späteren Motoren mit 70 bzw. 80 PS im Polo 9N3, Škoda Fabia, Seat Ibiza, VW Fox.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1,2-Liter-TDI 1,4-Liter-TDI 1,4-Liter-TDI 1,4-Liter-TDI
Motorkennbuchstaben ANY, AYZ AMF, BAY BNM, BWB BNV, BMS
Bauzeit 1999–2005 1999–2005 2005–2009 2005–2009
Bauart Reihendreizylinder
Anzahl Ventile pro Zylinder 2 Ventile
Bohrung × Hub 76,5 × 86,7 mm 79,5 × 95,5 mm 79,5 × 95,5 mm 79,5 × 95,5 mm
Hubraum 1196 cm³ 1422 cm³ 1422 cm³ 1422 cm³
Verdichtung 19,5:1
Gemischaufbereitung Pumpe-Düse-System
Aufladung Turbolader
max.Leistung 45 kW (61 PS) bei 4000 min−1 55 kW (75 PS) bei 4000 min−1 51 kW (70 PS) bei 4000 min−1 59 kW (80 PS) bei 4000 min−1
max. Drehmoment 140 Nm bei 1800–2400 min−1 195 Nm bei 2200 min−1 155 Nm bei 1600 min−1 195 Nm bei 1800 min−1
Kühlung Wasserkühlung
Treibstoff Dieseltreibstoff mit mindestens 49 Cetan
Zündfolge 1–2–3
Motorsteuerung Bosch EDC 15 P Bosch EDC 15 P Bosch EDC 15 P Bosch EDC 17

1,9-Liter-TDI[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1,9-Liter-TDI-Motor basiert im Wesentlichen auf dem 1,9-Liter-TDI-Motor der Baureihe EA180 und besitzt einen Zylinderblock aus Grauguss. Bei den Motoren handelt es sich um wassergekühlte aufgeladene Reihenvierzylindermotoren. Die Kolbennaben und die Pleuelaugen der Motoren sind trapezförmig konstruiert. Die acht Ventile der Motoren werden über eine zahnriemengetriebene obenliegende Nockenwelle betätigt. Im Zylinderkopf ist die Pumpe-Düse-Einheit untergebracht, die von einem zusätzlichen Nocken auf der Nockenwelle über einen Rollenkipphebel betätigt wird. Der Einspritzdruck beträgt bis zu 2050 bar. Am Zylinderkopf ist die Vakuumpumpe der Motoren installiert, die von der Nockenwelle aus angetrieben wird. Das Ölfiltergehäuse der Motoren mit Papierfilter ist stehend, die Kühlmittelpumpe der Motoren ist in den Zylinderblock integriert. Ein Teil des Abgases wird in den Brennraum rückgeführt. Zuvor wird es von einem Wärmetauscher gekühlt. Zur Motoraufladung kommt ein VTG-Turbolader zum Einsatz. Die Motorsteuerung wird vom Motorsteuergerät Bosch EDC 15P und ab 2003 vom EDC 16 übernommen.[4][5]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1,9-Liter-TDI
Motorkennbuchstaben AJM ATJ, AUY, BVK AVB, AVQ AWX ASZ, AVF, BLT BSU BRU, BXF, BXJ, ANU ATD, AXR, BEW, BMT BSW BJB, BKC, BLS, BSV, BXE BPZ ARL, BTB BPX, BUK
Bauzeit 1998–1999 1999–2010 2000–2005 2005–2010 2007–2008 2004–2007
Bauart Reihenvierzylinder
Anzahl Ventile pro Zylinder 2 Ventile
Hubraum 1896 cm³
Bohrung × Hub 79,5 × 95,5 mm
Leistung bei 4000 min−1 85 kW (115 PS) bei 4000 min−1 74 kW (101 PS) bei 4000 min−1 96 kW (130 PS) bei 4000 min−1 55 kW (75 PS) 4000 min−1 66 kW (90 PS) bei 3750 min−1 66 kW (90 PS) bei 4000 min−1 74 kW (101 PS) bei 4000 min−1 77 kW (105 PS) bei 4000 min−1 85 kW (115 PS) bei 4000 min−1 110 kW (150 PS) bei 4000 min−1 118 kW (160 PS) bei 3750 min−1
max. Drehmoment 285 Nm bei 1900 min−1 310 Nm bei 1900 min−1 250 Nm bei 1900 min−1 285 Nm bei 1750–2500 min−1 310 Nm bei 1900 min−1 210 Nm bei 1900 min−1 210 Nm bei 1800–2500 min−1 240 Nm bei 1800–2500 min−1 240 Nm bei 1800–2400 min−1 240 Nm bei 1800 min−1 250 Nm bei 1900 min−1 250 Nm bei 1900 min−1 320 Nm bei 1900 min−1 330 Nm bei 1900 min−1
Kühlung Wasserkühlung
Gemischaufbereitung Pumpe-Düse-System
Aufladung Ein VTG-Turbolader
Treibstoff Dieseltreibstoff mit mindestens 49 Cetan
Verdichtung 18,0:1 19,0:1 19,5:1 19,0:1
Motorsteuerung Bosch EDC 15P AVB: Bosch EDC 15P, AVQ: Bosch EDC 16 Bosch EDC 15P (ATD, AXR: Bosch EDC 15P) Bosch EDC 16 Bosch EDC 15P
  • Bosch EDC=(Electronic Diesel Control) Motorsteuergerät

2,0-Liter-TDI[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 2,0-Liter-TDI-Motor ist ein aufgeladener Reihen-Vier-Zylindermotor und wurde aus dem 1,9 Liter TDI-Motor entwickelt. Die Hubraumerhöhung gegenüber dem Basismotor wurde durch eine Vergrößerung der Zylinderbohrung erreicht. Der 2.0 TDI hat einen neu entwickelten Querstrom-Aluminium-Zylinderkopf. Die zwei oben liegenden Nockenwellen werden gemeinsam über einen Zahnriemen angetrieben. Die Auslassnockenwelle übernimmt neben der Aufgabe der Auslassventilsteuerung den Antrieb der Pumpe-Düse-Einheit. Die Einlassnockenwelle übernimmt neben der Steuerung der Einlassventile den Antrieb der Tandempumpe. Eine weitere Neuerung ist ein schaltbarer Kühler für Abgasrückführung sowie eine neue Vorglühanlage. Erstmals wurde der 2,0 TDI-Motor mit 100 kW (136 PS) im Touran Anfang 2003 eingesetzt. Die Motoren mit DPF sind entweder mit Zweiventiltechnik oder Vierventiltechnik ausgestattet.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2,0-Liter-TDI (16V)
Motorkennbuchstaben AZV BKD, BLB, BRE, BKP BMN, BMR, BKQ, BUY, BRD
Bauzeit 2003–2004 2004–2010 2005–2009
Bauart 4-Zylinder-Reihenmotor
Ventile 16 (4 pro Zylinder)
Bohrung × Hub 81,0 × 95,5 mm
Hubraum 1968 cm³
Verdichtung 18,0:1
max.Leistung 100 kW (136 PS) bei 4000 min−1 103 kW (140 PS) bei 4000 min−1 125 kW (170 PS) bei 4200 min−1
max. Drehmoment 320 Nm bei 1750–2500 min−1 350 Nm bei 1750–2500 min−1
Kühlung Wasserkühlung
Einspritzsystem Pumpe-Düse-System
Motorsteuerung Bosch EDC 16 | Siemens PPD
Aufladung Turbolader
Treibstoff Dieseltreibstoff mit mindestens 49 Cetan
2,0-Liter-TDI (8V)
Motorkennbuchstaben BMA, BVH BGW, BHW BRT BMP BMM
Bauzeit 2005–2010 2003–2005 2005–2010 2005–2008 2005–2008
Bauart 4-Zylinder-Reihenmotor
Ventile 8 (2 pro Zylinder)
Bohrung × Hub 81,0 × 95,5 mm
Hubraum 1968 cm³
Verdichtung 18,0:1
max.Leistung 100 kW (136 PS) bei 4000 103 kW (140 PS) bei 4000
max. Drehmoment 320 Nm bei 1800–2500 min−1 335 Nm bei 1900 min−1 310 Nm bei 1900–2500 min−1 320 Nm bei 1800–2500 min−1 320 Nm bei 1750–2500 min−1
Kühlung Wasserkühlung
Einspritzsystem Pumpe-Düse-System
Motorsteuerung Bosch EDC 16
Aufladung Turbolader
Treibstoff Dieseltreibstoff mit mindestens 49 Cetan

2,5-Liter-TDI[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 2,5-Liter-TDI-Motor ist ein aufgeladener Reihenfünfzylindermotor mit Wasserkühlung und wird im Niederdruckkokillenguss aus einer Aluminiumlegierung hergestellt. Die Zylinderlaufbuchsen sind plasmabeschichtet. Der Motor verfügt über einen Querstromzweiventilzylinderkopf mit integrierter Pumpe-Düse-Einheit. Diese wird durch einen zusätzlichen Nocken auf der stirnradgetriebenen obenliegenden Nockenwelle betätigt. Die geschmiedeten und gecrackten Pleuel sind mit den Kolben über ein trapezförmiges Pleuelauge und ein trapezförmiges Kolbenbolzenauge verbunden. Die sechsfach gelagerte Kurbelwelle ist mit einem integrierten Schwingungsdämpfer ausgestattet. Der von dort getriebene Rädertrieb wird von elf um 15° schrägverzahnten Zahnrädern ausgeführt, die auf der Schwungradseite des Motors angebracht sind. Dabei treiben je ein Zahnrad die Nockenwelle, die Kühlmittelpumpe, die Lichtmaschine, die Ölpumpe und die Servolenkung inklusive Klimakompressor an. Der Ölfilter ist in einem stehenden Ölfiltergehäuse untergebracht und hat einen Papiereinsatz. Der Ölkühler ist in das Ölfiltergehäuse integriert. Der Abgaskrümmer des Motors ist aus Guss hergestellt, das Abgas wird durch einen VTG-Turbolader geleitet und teilweise in den Brennraum rückgeführt. Gesteuert wird der Motor vom Motorsteuergerät J623, die Dieselregelung wird vom Steuergerät Bosch EDC 16 übernommen. Die 2,5-Liter-TDI-Motoren kommen im T5 und im Touareg zum Einsatz und sind daher sowohl für Quer-, als auch für Längseinbau konzipiert. Beim längs eingebauten Motor des Touareg ist der Anlasser motorseitig angebracht, beim Quereinbau des T5 getriebeseitig.[6]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2,5-Liter-TDI
Motorkennbuchstaben AXD, BNZ AXE, BPC, BAC, BPE
Bauzeit ab 2004
Bauart Reihenfünfzylinder
Bohrung × Hub, Hubraum 81 × 95,5 mm, 2461 cm³
max. Leistung 96 kW (130 PS) bei 3500 min−1 128 kW (174 PS) bei 3500 min−1
max. Drehmoment 340 Nm bei 2000–2300 min−1 400 Nm bei 2000–2300 min−1
Kühlung Wasserkühlung
Gemischaufbereitung Pumpe-Düse-System
Aufladung VTG-Turbolader
Treibstoff Dieseltreibstoff mit mindestens 49 Cetan
Verdichtung 18:1
Zündfolge 1–2–4–5–3
Motorsteuerung Bosch EDC 16

V10-TDI-Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim V10-TDI-Motor handelt es sich um einen wassergekühlten und aufgeladenen 90°-V-Motor mit zehn Zylindern, dessen Motorblock aus Aluminium hergestellt ist. Die Lagerbrücke ist aus Gusseisen gegossen. Um die auftretenden Kräfte abzufangen sind der Block und die Lagerbrücke von Zugankern aus Stahl durchzogen. Bei den Laufbuchsen kommt eine Plasmabeschichtung zum Einsatz. Die geschmiedeten und gecrackten Pleuel sind mit den Kolben über ein trapezförmiges Pleuelauge und ein trapezförmiges und messingverstärktes Kolbenbolzenauge verbunden. Beim Zylinderkopf wird auf das Querstromprinzip zurückgegriffen. Die Treibstoffeinspritzung erfolgt mittels Pumpe-Düse-System und Zweiventiltechnik. Sowohl die Nebenaggregate als auch die insgesamt zwei obenliegenden Nockenwellen werden von Stirnrädern angetrieben. Zur Schwingungsreduzierung verfügt der Motor über eine Ausgleichswelle, die auch als Antriebswelle für die Ölpumpe dient. Um Schwingungen zu dämpfen, ist zusätzlich ein Schwingungsdämpfer angebracht, der mit Silikonöl gefüllt ist. Die Kurbelwelle ist geschmiedet und verfügt über angeschraubte Gegengewichte aus Wolfram. Der Hubzapfenversatz beträgt 18° und ist aufgrund des Viertaktprinzips vonnöten. Der Stirnradtrieb verfügt über 15 schrägverzahnte Zahnräder, deren Verzahnungswinkel 15° beträgt. Um temperaturbedingtes Spiel im Zahnradtrieb auszugleichen, gibt es Laschengelenke mit Ausgleichsrädern, die ihre Stellung automatisch an die Motortemperatur anpassen. Wie auch beim 2,5-Liter-Motor sind Servolenkpumpe und Klimakompressor zusammengefasst und werden vom Rädertrieb angetrieben. Das Ölfiltermodul ist im V-Raum des Motors platziert. Darin befindlich sind Ölfiltergehäuse, Ölfüllstutzen und der Ölkühler. Die aus zwei Aluminiumgussteilen gebaute Ölwanne ist unterhalb des Motors angebracht und beinhaltet auf der Motorstirnseite im Ölsumpf die Ölpumpe. Sie arbeitet nach dem Duocentricprinzip. Jede Zylinderbank des Motors verfügt über ein eigenes Steuergerät des Typs Bosch EDC 16. Die Abgaskrümmer führen das Abgas durch zwei VTG-Turbolader, dabei hat jede Zylinderbank ihren eigenen Lader.[7]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

V10-TDI
Motorkennbuchstaben AYH AJS
Bauzeit 2002–2006
Bauart V10
Hubraum 4921 cm³
Bohrung × Hub 81 × 95,5 mm
max. Leistung 230 kW (313 PS) bei 4000 min−1
max. Drehmoment 750 Nm bei 2000 min−1
Kühlung Wasserkühlung
Gemischaufbereitung Pumpe-Düse-System
Aufladung Zwei VTG-Turbolader
Treibstoff Dieseltreibstoff mit mindestens 49 Cetan
Verdichtung 18:1
Zündfolge 1–6–5–10–2–7–3–8–4–9
Motorsteuerung Bosch EDC 16

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Peters, Wolfgang in faz: Der VW Touareg ist der bessere VW Phaeton – Das große Herz in zwei unterschiedlichen Modellen: Der V10 TDI ist die Ausnahmeerscheinung unter den Dieseln und verwischt die Unterschiede. 23. März 2004
  2. a b c d e f g Volkswagen AG: Selbststudienprogramm 223 – Der 1,2l- und der 1,4l-TDI-Motor mit Pumpe-Düse-System
  3. Volkswagen AG: Selbststudienprogramm 218 – Der LUPO 3L, S. 14–21
  4. Volkswagen AG: Selbststudienprogramm 209 – 1,9 l TDI Motor mit Pumpe-Düse-Einspritzsystem
  5. Volkswagen AG (Hrsg.): Self-Study Programme 251 - The Passat, Model Year 2001. S. 24–25 (englisch, volkspage.net [PDF; 4,7 MB; abgerufen am 25. Juni 2019]).
  6. Volkswagen AG: Selbststudienprogramm 305 – Der 2,5 l R5-TDI-Motor
  7. Volkswagen AG: Selbststudienprogramm 303 – Der V10-TDI-Motor