VW Microbus

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Volkswagen
VW Microbus 2001 1.jpg
Microbus
Präsentationsjahr: 2001
Fahrzeugmesse: NAIAS, Detroit
Klasse: Van
Karosseriebauform: Kombi
Motor: Ottomotor:
3,2 Liter (170 kW)
Länge: 4722 mm
Breite: 1909 mm
Höhe: 1904 mm
Radstand: 3000 mm
Serienmodell: keines
Volkswagen
VWBulliVan.jpg
Bulli
Präsentationsjahr: 2011
Fahrzeugmesse: Automobilsalon, Genf
Klasse: Van
Karosseriebauform: Kombi
Serienmodell: keines
Volkswagen
2016-03-01 Geneva Motor Show G046.JPG

Budd-E

Budd-E
Präsentationsjahr: 2016
Fahrzeugmesse: CES, Las Vegas
Klasse: Van
Karosseriebauform: Kombi
Motor: 2 Elektromotoren
Länge: ca. 4600 mm
Breite: ca. 1940 mm
Höhe: ca. 1840 mm
Radstand: 3151 mm
Serienmodell: keines

Der VW Microbus ist ein Konzeptfahrzeug des deutschen Automobilherstellers Volkswagen, das sehr weit entwickelt wurde und ursprünglich für die Serienfertigung vorgesehen war, jedoch nie verwirklicht wurde. Im Januar 2001 wurde der fahrfähige Wagen auf der NAIAS in Detroit erstmals präsentiert. Der Microbus sollte als Serienmodell zwischen dem Sharan und dem T5 als emotionalere Großraumlimousine positioniert werden. Das Fahrzeug war – ähnlich wie der VW New Beetle für den VW Käfer – als Retro-Modell der beiden ursprünglichen VW-Bus-Modelle VW T1 und VW T2 angedacht.

Auf dem Genfer Auto-Salon 2011 gab es erstmals die sehr ähnliche Studie VW Bulli zu sehen, für die ursprünglich eine Serienfertigung ab 2015 vorgesehen war.[1]

Nach dem VW-Abgasskandal stellte VW nicht auf einer Automobilmesse, sondern auf der Consumer Electronics Show 2016, schließlich eine Weiterentwicklung des Konzepts als VW Budd-E vor, die ausschließlich auf Elektromotoren setzt.[2][3]

Entwicklung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Microbus wurde im kalifornischen Design-Center von Volkswagen entworfen und dementsprechend auch eher auf den amerikanischen Markt zugeschnitten. Dort wurde damals schon der T1 unter dem Namen „Microbus“ verkauft. Nachdem das Konzept auf verschiedenen Automobilausstellungen in Amerika, Europa und Asien vorgestellt wurde und die Publikumsreaktionen positiv ausfielen, entschied man sich für eine Serienfertigung. Als Produktionsstandort wurde das VW-Nutzfahrzeug-Werk in Hannover-Stöcken gewählt, wo vor mehr als 50 Jahren der erste VW-Bus hergestellt wurde. Dafür sollten der Standort grundlegend restrukturiert und 1500 neue Arbeitsplätze im einen eigenen Tarif ermöglichenden Tochterunternehmen Auto 5000 geschaffen werden. Die Fertigung sollte frühestens 2005 beginnen und ein Jahresproduktionsziel von 80.000 Fahrzeugen erreicht werden. Davon waren 60 bis 70 Prozent für den Hauptabsatzmarkt USA vorgesehen, wo der Microbus zu Preisen ab etwa 30.000 Dollar (seinerzeit ca. 21.000 Euro) angeboten werden sollte.[4]

Im März 2005 wurde entschieden, dass der Microbus nicht in der ursprünglich vorgesehenen Form gebaut wird: Das Design solle deutlicher dem europäischen Geschmack angepasst und auf Retro-Elemente weitestgehend verzichtet werden. Außerdem war geplant, deutlich mehr Teile des VW T5 für den Microbus zu nutzen als anfänglich vorgesehen. Der Produktionsbeginn wurde zudem auf 2007 verschoben, weiterhin wurde an Hannover als Standort festgehalten.[5]

2006 wurde unter Bernd Pischetsrieder letztendlich bekanntgegeben, dass der Microbus nicht gebaut werde, weil er zu schwer, zu teuer und zu nutzfahrzeugorientiert geworden sei. Auf Basis des für 2013 geplanten VW Touran II sollte ein Jahr später ein New Microbus entstehen. Der deutlich kompaktere und dank Technik des VW Golf auch günstiger ausfallende Wagen sollte dann gemeinsam mit dem Beetle, einem kleinen Roadster und der „Space“-Variante des up! eine neue VW-Produktfamilie bilden.[6]

Im September 2015 kündigte VW an, einen rein elektrischen Microbus für Post- und Lieferdienste in den USA zu präsentieren.[7][8]

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VW Microbus Studie (IAA 2001)

Die Konzeptstudie ist mit moderner Technik ausgestattet: In der Mittelkonsole und in den Lehnen der ersten und zweiten Sitzreihe befinden sich Bildschirme. Der herkömmliche Innenrückspiegel wurde ebenfalls durch einen Bildschirm mit Rücksichtkamera ersetzt. Weiterhin ist ein in die Instrumententafel integrierter Joystick zur Steuerung der Tiptronic-Fünfstufen-Automatik vorgesehen. Der transparente Kunststoff-Wageninnenboden, durch den man die darunter befindliche Aluminiumfläche sehen kann, ist auch eine Neuentwicklung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Motorvision: VW New Bulli geht 2015 in Serie
  2. Auto, Motor und Sport: VW Budd-E auf der CES
  3. Telepolis: VW will elektrisch in die Zukunft
  4. VW baut den Microbus – Der Bulli kommt wieder! In: Auto Bild Online-Ausgabe. 11. Juni 2002, abgerufen am 27. November 2010.
  5. VW Microbus kommt, aber anders als ursprünglich geplant. In: Auto News Online-Ausgabe. 24. April 2004, abgerufen am 27. November 2010.
  6. Georg Kacher: Neuer Touran und sein Retro-Bruder – VW baut den Baby-Bus. In: Auto Bild Online-Ausgabe. 29. November 2010, abgerufen am 29. November 2010.
  7. VW Nutzfahrzeuge kehrt in die USA zurück. In: Wirtschaftswoche. 3. September 2015, abgerufen am 26. Mai 2016.
  8. VW Budd-E auf der CES. In: Auto, Motor und Sport. 6. Januar 2016, abgerufen am 26. Mai 2016.