V Pay

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Logo von V Pay

V Pay (Eigenschreibweise: V PAY) ist eine von Visa Inc. eingeführte Debitkarte. Sie ist eine europäische, auf der EMV-Technologie – also auf Chiptechnologie – basierende Bankkarte mit PIN-Funktion.[1] Die für die Transaktion nötigen Daten sind nur im Chip, nicht aber im Magnetstreifen gespeichert, Magnetstreifenskimming ist damit unmöglich,[2] insgesamt hat es bisher seit Einführung keinen Skimming-Fall gegeben.[3][2] Ein Konkurrenzsystem ist Maestro.[3] Mit einer V PAY-Karte kann weltweit Bargeld bezogen und bargeldlos bezahlt werden.[4][5] V Pay-Karten werden überall dort akzeptiert, wo die EMV-Technologie mit Chip und PIN zur Verfügung steht.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

V Pay wurde ab 2006, neben der schon existenten Debitkarte Visa Electron, zunächst in Luxemburg, Frankreich, Deutschland und Italien eingeführt.[6] Seit etwa 2010 erfolgte die Ausgabe vermehrt in Deutschland. In der Schweiz gibt es sie seit Anfang 2014.

V Pay erfüllt die Anforderungen europäischer Kreditinstitute und des einheitlichen europäischen Zahlungsmarktes (SEPA – Single Euro Payments Area). Die Banken werden von V Pay unterstützt, zu einem offenen und transparenteren europäischen Zahlungsmarkt zu migrieren, und profitieren außerdem von ihren Investitionen in die EMV-Technologie.[7]

Akzeptanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit V Pay kann in ganz Europa und oft auch weltweit im Handel bezahlt und Bargeld am Automaten abgehoben werden. Weltweit werden V Pay Karten überall dort akzeptiert, wo die EMV-Technologie mit Chip und PIN zur Verfügung steht.[8]

Generell wird die V-Pay-Karte dort akzeptiert, wo das V-Pay-Zeichen angebracht ist. V-Pay-Karten deutscher Banken enthalten außerdem meistens auch die Anwendung Girocard (sogenanntes Co-Branding) und funktionieren daher auch an allen deutschen Akzeptanzstellen mit dem Girocard-Logo (andere V-Pay-Karten hingegen nicht zwangsläufig, der Händler braucht dafür einen entsprechenden Akzeptanzvertrag).

Kontaktloses Bezahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paywave ist das NFC-Bezahlsystem für kontaktloses Bezahlen mittels Visa- und V-Pay-Karte. Bei Zahlbeträgen bis 25 Euro erfolgt das Bezahlen ohne Unterschrift oder PIN, über 25 Euro müssen kontaktlose Einkäufe stets mit PIN oder Unterschrift bestätigt werden. Bei V-Pay erfolgt die Autorisierung über 25 Euro stets mittels PIN.[9] Die Verfügbarkeit ist durch das NFC-Symbol direkt auf der Karte erkennbar.[10]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • V Pay auf der Website von Visa

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. V PAY is the European debit card. visa.co.uk. Abgerufen am 30. Juli 2016.
  2. a b Angela Barandun: „Banken proben den Aufstand gegen den Plastikgeld-Platzhirsch“, Tages-Anzeiger vom 18. Dezember 2013 (abgerufen 5. August 2014).
  3. a b Tom König: „Warteschleife: Visa, die Freiheit nehm ich dir“, Spiegel-Online vom 12. August 2013 (abgerufen 5. August 2014).
  4. a b Visa Europe: VPAY. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  5. Access Denied. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  6. V PAY: So akzeptieren Sie die Visa-Debitkarte Abgerufen am 2. März 2013.
  7. Alles zur DKB V-Pay-Karte
  8. Visa Europe: Produkte. Abgerufen am 13. Juni 2018.
  9. Visa Europe: V PAY. Abgerufen am 30. Juli 2017.
  10. Kontaktlos bezahlen. Visa.de, abgerufen am 22. Januar 2017.