Vașcău

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Vașcău
Vaskoh
Wappen von Vașcău
Vașcău (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kreischgebiet
Kreis: Bihor
Koordinaten: 46° 29′ N, 22° 29′ O46.48083333333322.478888888889290Koordinaten: 46° 28′ 51″ N, 22° 28′ 44″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 290 m
Fläche: 65,04 km²
Einwohner: 2.315 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²
Postleitzahl: 415800
Telefonvorwahl: (+40) 02 59
Kfz-Kennzeichen: BH
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 5 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Câmp, Câmp-Moți, Colești, Vărzarii de Jos, Vărzarii de Sus
Bürgermeister: Florin Ioan Porge (PD-L)
Postanschrift: B-dul Unirii, nr. 75
loc. Vașcău, jud. Bihor, RO–415800
Webpräsenz:

Vașcău (ungarisch Vaskoh) ist eine Stadt im Kreis Bihor in Rumänien.

Lage[Bearbeiten]

Vașcău liegt im Kreischgebiet am Crișul Negru (Schwarze Kreisch) – ein Quellfluss der Kreisch –, in der Talsenke Depresiunea Beiuș, am östlichen Rand des Codru-Moma-Gebirges. Die Kreishauptstadt Oradea befindet sich etwa 75 km nordwestlich.

Geschichte[Bearbeiten]

Vașcău wurde im Jahr 1552 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Es gehörte damals zum Einflussbereich des Osmanischen Reiches. 1699 wurde der Ort durch den Frieden von Karlowitz ein Teil des Kaisertums Österreich. In der Folge begann in der Region ein intensiver Bergbau, unter anderem auf Eisenerz.[3] Des Weiteren bestand bis zum 18. Jahrhundert eine Goldwäscherei.[4] 1833 entstand ein Hochofen.[5] Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich 1867 wurde Vașcău (damals unter seinem ungarischen Namen) Sitz eines Stuhlbezirks innerhalb des ungarischen Komitats Bihar.

Am Ende des Ersten Weltkrieges gelangte Vașcău zu Rumänien. 1956 wurde der Ort zur Stadt ernannt.[2] Zu dieser Zeit erfolgte in der Region unter sowjetischer Aufsicht ein intensiver Uranabbau.[6]

Nach der Schließung der Urangruben wird heute noch Kalkstein und Marmor abgebaut. Weitere wichtige Erwerbszweige sind der Ackerbau die Viehzucht und die Metallverarbeitung.

Bevölkerung[Bearbeiten]

1880 lebten in der heutigen Stadt 2.570 Menschen, davon 2.395 Rumänen, 151 Ungarn und 15 Deutsche. Davon lebten nur 525 in Vașcău, die übrigen in den heute eingemeindeten Orten. Im Jahr 1956 wurde mit 4.538 Einwohnern das Bevölkerungsmaximum erreicht. Bei der Volkszählung 2002 wohnten in Vașcău nur noch 2.854 Einwohner, darunter 2.804 Rumänen, 20 Roma und 15 Deutsche.[7]

Verkehr[Bearbeiten]

Vașcău

Vașcău ist Endpunkt einer von Holod führenden Bahnlinie, die den Anschluss nach Oradea ermöglicht. Von und nach Holod verkehren derzeit (2009) je vier Nahverkehrszüge. Die Strecke wird vom Privatanbieter S.C. Regional S.R.L. bedient. Durch Vașcău führt die Europastraße 79. Es bestehen Busverbindungen nach Oradea und Deva.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vașcău – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. a b Website der Stadt, abgerufen am 28. Juli 2009
  3. Martin von Schwartner: Statistik des Königreichs Ungern. Königliche Universitäts-Schriften. Ofen 1809. S. 255
  4. Christian Andreas Zipser: Versuch eines topographisch-mineralogischen Handbuches von Ungern. Wigand-Verlag. Lausanne 1817. S. 174
  5. C. von Ernst, H. Hofer: Oesterreichische Zeitschrift für Berg - und Hüttenwesen. 1806, Ausgabe 8. S. 61
  6. David Turnock: The human geography of Eastern Europe. Taylor & Francis. 1989. S. 131
  7. Volkszählungen in den ehemals ungarischen Gebieten Rumäniens 1850–2002, abgerufen am 28. Juli 2009 (PDF; 1,1 MB)