Vad (Cluj)

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Vad
Révkolostor
Vad (Cluj) führt kein Wappen
Vad (Cluj) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Cluj
Koordinaten: 47° 13′ N, 23° 45′ OKoordinaten: 47° 13′ 12″ N, 23° 44′ 48″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 220 m
Fläche: 73,72 km²
Einwohner: 2.008 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 407575
Telefonvorwahl: (+40) 02 64
Kfz-Kennzeichen: CJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Vad, Bogata de Jos, Bogata de Sus, Calna, Cetan, Curtuiușu Dejului, Valea Groșilor
Bürgermeister: David Prunean (PNL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 146
loc. Vad, jud. Cluj, RO–407575
Sonstiges
Stadtfest: „Zilele comunei“ (Gemeindefest), letztes Wochenende im Monat Juli

Vad (ungarisch Révkolostor) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj, in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort ist auch unter der ungarischen Bezeichnung Révkápolnok bekannt.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Vad im Kreis Cluj

Die Gemeinde Vad bestehend aus sieben Dörfer liegt auf einer Fläche von etwa 7400 Hektar im Nordwesten des Siebenbürgischen Beckens. Auf der linken Seite des Flusses Someș im Norden des Kreises Cluj und an der Kreisstraße (Drum județean) DJ 109E (ca. ein km Luftlinie östlich des DN 1C) befindet sich das Gemeindezentrum etwa 15 Kilometer nordwestlich von der Stadt Dej und etwa 70 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Vad wurde erstmals 1467 urkundlich erwähnt.[3] Archäologische Grabungen südlich von Vad auf dem Berg Cetățuia genannt, deuten nach Angaben von M. Roska und I. Marțian auf eine Besiedlung der Region bis in die Jungsteinzeit zurück.[4] Weitere Funde aus der Römerzeit wurden in den Dörfern Bogata de Jos (ungarisch Alsobogáta)[5] und in Cetan (ungarisch Csatány)[6] gemacht.

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Dés in der Gespanschaft Szolnok-Doboka, anschließend dem historischen Kreis Turda und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 3.058 2.902 52 104
1920 4.037 3.930 2 105
1956 5.389 5.365 12 12
1992 2.286 2.249 2 35
2011 2.008 1.923 14 71 (Roma 6)

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Rumänen 1956 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Magyaren (145) wurde 1910, die der Roma (111) 1930 und die der Rumäniendeutsche (36) 1890 registriert.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Vad die Klosterkirche Adormirea Maicii Domnului,[8] im 15. Jahrhundert von den moldauischen Woiwoden Ștefan cel Mare (Stefan der Große) und dessen Sohn Petru Rareș gestiftet, wurde 1973 bis 1975 erneut renoviert.[3] Die Kirche steht unter Denkmalschutz.[9]
  • Im eingemeindeten Dorf Calna (ungarisch Kálna) die Holzkirche Sf. Arhangheli Mihail și Gavriil, 1672 errichtet, steht unter Denkmalschutz.[9] An einem Balken der Kirche ist die Inschrift vleat 1672 Mihai Apafi mit kyrillischen Buchstaben zu sehen.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vad – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Vad bei ghidulprimariilor.ro
  • Vad auf der Website des Kreisrates von Cluj

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Otto Mittelstraß: Historisch-Landeskundlicher Atlas von Siebenbürgen. Gundelsheim am Neckar, Heidelberg 1992, ISBN 978-3-929848-00-7, S. 352.
  3. a b c Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  4. Vad. Institute Of Archaeology (rumänisch) abgerufen am 24. August 2017
  5. Institute Of Archaeology − Bogata de Jos (rumänisch) abgerufen am 24. August 2017
  6. Cetan. Institute Of Archaeology (rumänisch) abgerufen am 24. August 2017
  7. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  8. Angaben zum Kloster in Vad bei protopopiatulortodox.ro (rumänisch) abgerufen am 24. August 2017
  9. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)