Vagli Sotto

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Vagli Sotto
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Vagli Sotto (Italien)
Vagli Sotto
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Lucca (LU)
Koordinaten: 44° 7′ N, 10° 16′ OKoordinaten: 44° 7′ 5″ N, 10° 16′ 2″ O
Höhe: 600 m s.l.m.
Fläche: 40 km²
Einwohner: 939 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 23 Einw./km²
Postleitzahl: 55030
Vorwahl: 0583
ISTAT-Nummer: 046031
Volksbezeichnung: Vaglini
Schutzpatron: San Regolo (1. September)
Website: Gemeinde Vaglio Sotto
Panorama von Vagli Sotto
Panorama von Vagli Sotto

Vagli Sotto (auch Vagli di Sotto) ist eine Gemeinde mit 939 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) in der Garfagnana in der italienischen Provinz Lucca.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Vagli Sotto in der Provinz Lucca

Die Gemeinde liegt im westlichen oberen Serchiotal in der Landschaft der Garfagnana. Der Ort liegt ca. 35 km nordwestlich der Provinzhauptstadt Lucca und ca. 85 km nordwestlich der Regionalhauptstadt Florenz in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone E, 2 903 GG[2]. Wichtige Gewässer im Gemeindegebiet sind die Torrente Edron (2 von 8 km im Gemeindegebiet) und der Fosso Tambura (alle 6 km im Gemeindegebiet).[3] In unmittelbarer Nähe liegt der Lago di Vagli, ein Stausee des Flusses Edron.

Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Fontana delle Monache (575 m, ca. 260 Einwohner), Roggio (800 m, ca. 180 Einwohner), Vagli Sopra (Rathaussitz und größter Ortsteil, 725 m, ca. 570 Einwohner) und Vagli Sotto (600 m, ca. 100 Einwohner).[4]

Die Nachbargemeinden sind Camporgiano, Careggine, Massa (MS), Minucciano und Stazzema.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurden die Orte im 9. Jahrhundert als Vallibus (823) und Valli (899). Zu dieser Zeit gehörten sie als Lehen zu den Grafen aus dem heutigen Nachbarort Careggine. In der Mitte des 13. Jahrhunderts gehörten die beiden Orte im Konflikt zwischen Ghibellinen und Guelfen verschiedenen Lagern an: Vagli di Sopra gehörte zu den Ghibellinen, Vagli di Sotto zu den Guelfen. Im 14. Jahrhundert litten die Orte mehrfach unter dem Konflikt zwischen Lucca und Pisa, im 15. Jahrhundert kam Florenz als dritte Konfliktpartei noch hinzu, sodaß sich die beiden Orte letztendlich im Juni 1451 an Borso d’Este wandten und sich damit den Este aus Ferrara unterstellten.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vagli Sopra, Rathaussitz und größter Ortsteil der Gemeinde
Die Kirche San Regolo in Vagli Sotto
  • Chiesa di San Regolo, Kirche in Vagli Sotto aus dem 14. Jahrhundert.[6]
  • Chiesa di Sant’Agostino, Kirche aus dem 11. Jahrhundert, die 1799 verlassen wurde.[7]
  • Chiesa di San Lorenzo, Kirche in Vagli Sopra, die im 14. Jahrhundert über einer älteren Struktur entstand.[8]
  • Chiesa di San Bartolomeo, Kirche in Roggio, die bereits im 10. Jahrhundert als Massa in Royo erwähnt wurde.[9]
  • Eremo di San Viviano (auch Viano), Einsiedelei am Berg Monte Roccandagia.[10]
  • Fabbriche di Careggine, 1947 verlassener Ort, der 1953 im Stausee Lago di Vagli unterging. Im Ort stand die 1590 errichtete Kirche San Teodoro.[7]
  • Lago di Vagli, 1953 in Betrieb genommener Stausee.
  • Ponte Morandi, von 1953 bis 1955 durch Riccardo Morandi errichtete Brücke über einen Seitenarm des Lago di Vagli nach Vagli Sotto.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist über die Haltestelle Poggio-Careggine-Vagli an die Bahnstrecke Aulla Lunigiana–Lucca angebunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emanuele Repetti: VAGLI DI GARFAGNANA nella valle superiore del Serchio. In: Dizionario Geografico Fisico Storico della Toscana (1833–1846), Onlineausgabe der Universität Siena (pdf, italienisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vagli Sotto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Webseite der Agenzia nazionale per le nuove tecnologie, l’energia e lo sviluppo economico sostenibile (ENEA), abgerufen am 19. Februar 2016 (italienisch) (PDF; 330 kB)
  3. Offizielle Webseite des Sistema Informativo Ambientale della Regione Toscana (SIRA) zu den Flüssen in Vagli Sotto, abgerufen am 19. Februar 2016 (italienisch)
  4. Offizielle Webseite des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Ortsteilen und Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Lucca, abgerufen am 19. Februar 2016 (italienisch)
  5. Contado Lucchese zur Geschichte der Gemeinde Vagli Sotto
  6. Arcidiocesi di Lucca zur Chiesa San Regolo in Vagli Sotto, Webseite des Erzbistum Lucca, abgerufen am 19. Februar 2016 (italienisch)
  7. a b Alpi Apuane zu Fabbriche di Careggine, abgerufen am 20. Februar 2016 (italienisch)
  8. Arcidiocesi di Lucca zur Chiesa San Lorenzo in Vagli Sopra, Webseite des Erzbistum Lucca, abgerufen am 19. Februar 2016 (italienisch)
  9. Arcidiocesi di Lucca zur Chiesa San Bartolomeo in Roggio, Webseite des Erzbistum Lucca, abgerufen am 19. Februar 2016 (italienisch)
  10. Turismo Garfagnana zu San Viviano, abgerufen am 20. Februar 2016 (englisch)