Valérie Masson-Delmotte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Valérie Masson-Delmotte (2015)

Valérie Masson-Delmotte (geb. 29. Oktober 1971[1]) ist eine französische[1] Paläoklimatologin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Masson-Delmotte schloss im Jahr 1993 als Ingenieurin und Master in Fluidphysik an der École Centrale Paris ab und promovierte dort 1996 in Fluidphysik.[1] Sie ist verheiratet und Mutter zweier Kinder.[1]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Masson-Delmottes Arbeit konzentriert sich u. a. auf die Veränderung des Klimas, des Wasserkreislaufs und des Meeresspiegels sowie insbesondere auf die Dokumentation der Klimavariabilität in der Vergangenheit auf Basis natürlicher Archive (Eisbohrkerne, Baumjahresringe) und Isotopenanalysen; ihre Zielgebiete sind dabei Grönland, die Antarktis, Tibet und Europa.[1]

Masson-Delmotte nimmt an der öffentlichen Debatte um die Klimakrise teil. So stellte sie fest: „Während des 20. Jahrhunderts ist der weltweite Meeresspiegel um etwa 15 Zentimeter gestiegen. Aktuell steigt er doppelt so schnell. Und die Geschwindigkeit wird zunehmen.“[2] Sie weist zudem auf die Folgen der Klimakrise für die Menschen hin: „500 Millionen Menschen leben heute in Gebieten mit zunehmender Bodenausdörrung und Wüstenbildung. Gerade sie leiden immer mehr unter dem Klimawandel.“[3]

Masson-Delmotte war eine der Verfasserinnen des Vierten und Fünften Sachstandsberichts des Weltklimarates (IPCC).[1]

Für 2020 wurde Masson-Delmotte die Milutin Milankovic Medal der European Geosciences Union zugesprochen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Masson-Delmotte, V. et al. (2005). GRIP deuterium excess reveals rapid and orbital-scale changes in Greenland moisture origin. Science, 309(5731), 118–121. https://doi.org/10.1126/science.1108575
  • Masson-Delmotte, V. et al. (2008). A review of Antarctic surface snow isotopic composition: Observations, atmospheric circulation, and isotopic modeling. Journal of Climate, 21(13), 3359–3387. https://doi.org/10.1175/2007JCLI2139.1
  • Masson-Delmotte, V. et al. (2010). Abrupt change of Antarctic moisture origin at the end of Termination II. Proceedings of the National Academy of Sciences, 107(27), 12091–12094. https://doi.org/10.1073/pnas.0914536107

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Curriculum Vitae: alérie Masson-Delmotte. IPCC, abgerufen am 8. Oktober 2019 (englisch).
  2. https://www.tagesschau.de/ausland/klima-ipcc-101.html
  3. https://www.deutschlandfunk.de/sonderbericht-des-weltklimarates-gegenwaertige-landnutzung.676.de.html?dram:article_id=455873