Valentin-Heider-Gymnasium

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Valentin-Heider-Gymnasium Lindau
ValentinHeiderGymnasium.jpg
Schulform Gymnasium
Gründung 1858/59
Adresse

Ludwig-Kick-Straße 19
88131 Lindau

Ort Lindau-Aeschach
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 47° 33′ 43″ N, 9° 41′ 41″ OKoordinaten: 47° 33′ 43″ N, 9° 41′ 41″ O
Schüler etwa 700
Leitung Waldemar Schmitt
Website www.valentin-heider-gymnasium.de

Das Valentin-Heider-Gymnasium ist ein sprachliches sowie ein wirtschafts- und sozialwissenschaftliches Gymnasium in Lindau (Bodensee) im Stadtteil Aeschach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Private Töchterschule (ab 1859)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landarzttochter Euphrosine „Sina“ Kinkelin stellte 1858 an die Stadt Lindau einen Antrag zur Errichtung einer Töchterschule. Diesem wurde stattgegeben und 1859 begann der Betrieb einer privaten Erziehungs- und Unterrichtsanstalt im Bensperghaus in der Bindergasse auf der Lindauer Insel (heute Auktionshaus Zeller).

Städtische Oberschule (ab 1937)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1930 wurde die Schule in ein Lyzeum (Höhere Töchterschule) umgewandelt und 1937 erfolgte die Übernahme der Schule durch die Stadt Lindau als „Städtische Oberschule“. 1965 erfolgte die Umwandlung in ein Gymnasium mit neusprachlichem und sozialwissenschaftlichem Zweig und es kam zum Umzug in die Ludwig-Kick-Straße. 1971 wurde die Schule verstaatlicht; 16 Jahre später, im Jahr 1987, wurde erstmals in der Geschichte der Schule auch Jungen der Besuch ermöglicht. Da nun der bisherige offizielle Name Städtisches Gymnasium für Mädchen – Neusprachliches und sozialwissenschaftliches Gymnasium nicht mehr den neuen Begebenheiten entsprach, trug die Schule bis zur Umbenennung 1991 den Namen Gymnasium Lindau (B) II.

Valentin-Heider-Gymnasium (ab 1991)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 wurde der Name Valentin-Heider-Gymnasium verliehen.
Der Rechtsgelehrte und Ratsherr Valentin Heider (1605–1664) vertrat nach dem Dreißigjährigen Krieg als Gesandter auf dem Friedenskongress in Osnabrück die Rechte der Stadt und erreichte, dass Lindau Rechte und Freiheiten zurückerhielt, die die Stadt im Krieg verloren hatte. 1655 regte Valentin Heider an, sich um die nach dem Schrecken des Krieges verwahrloste Jugend zu kümmern und begründete damit das Lindauer Kinderfest.

Unterrichtsformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute besuchen etwa 800 Personen das Gymnasium. Es werden zwei Langformen geführt:

Sprachliches Gymnasium
für Jungen und Mädchen mit der Sprachenfolge E/L/F bzw. E/L/Sp und E/F/Sp*
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Gymnasium
für Jungen und Mädchen mit den Sprachenfolgen E/L oder E/F*
*) E – Englisch; F – Französisch; L – Latein; Sp – Spanisch

Die Schulleitung obliegt Waldemar Schmitt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Güntzschel: Vom Kinkelinschen Töchterinstitut zum Valentin-Heider-Gymnasium. In: Jahrbuch des Landkreises Lindau (Jahrgang 24), Verlag Eppe, Bergatreute/Aulendorf 2009, S. 57–76 (online einsehbar, PDF)