Valerian – Die Stadt der tausend Planeten

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Filmdaten
Deutscher Titel Valerian – Die Stadt der tausend Planeten
Originaltitel Valerian and the City of a Thousand Planets
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 138 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Luc Besson
Drehbuch Luc Besson
Produktion Luc Besson
Musik Alexandre Desplat
Kamera Thierry Arbogast
Schnitt Julien Rey
Besetzung
Synchronisation

Valerian – Die Stadt der tausend Planeten (Originaltitel: Valerian and the City of a Thousand Planets) ist ein Science-Fiction-Film des französischen Regisseurs Luc Besson, der auch als Drehbuchautor und Produzent des Films fungierte. Der Film basiert auf Valerian und Veronique (Originaltitel: Valérian et Laureline), einer französischen Science-Fiction-Comic-Serie von Pierre Christin und Jean-Claude Mézières, deren erste Geschichte am 9. November 1967 erschien. Der Film kam am 20. Juli 2017 in die deutschen Kinos, nahezu 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung der Comic-Serie.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2020 noch eine kleine Raumstation ähnlich der ISS, wird aus Alpha schnell ein großer, um die Erde kreisender Komplex, der von Raumfahrern aller Nationen der Erde bewohnt wird. Im Jahr 2150 stoßen erste Außerirdische dazu. Bald schon erreicht die Station durch immer neue Anbauten und andockende Schiffe "eine kritische Masse", die das Kraftfeld der Erde beeinflusst, weshalb sie mit Schubtriebwerken in Richtung der Magellan-Wolke geschickt wird.

400 Jahre später auf Mül: Die tropische Ozeanwelt mit ihren blauen Lagunen und weißen Stränden wird von sanften Wesen namens Pearls, alterslosen Humanoiden, bewohnt. Sie leben in Harmonie mit kleinen vierbeinigen Tieren, die als Transmutatoren in der Lage sind, die Perlen, die die Pearls auf dem Planeten sammeln, zu vervielfachen, wenn man sie damit füttert. Eines Tages wird ihre Idylle zerstört, als sich gewaltige Explosionen am Himmel zeigen und brennende Raumschiffe auf den Planeten stürzen. Als eine Feuerwalze über Mül hinwegfegt, schaffen es nur wenige, sich in einem der abgestürzten Raumschiffe zu schützen, alle anderen Planetenbewohner sterben bei der Katastrophe.

30 Jahre danach, an Bord eines Raumschiffes: Major Valerian und Sergeant Laureline sind Spezialagenten der Regierung der menschlichen Territorien, die mit der Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung im gesamten Universum beauftragt sind. Sie arbeiten von Galaxity aus, der Hauptstadt der Erde und des Terranischen Galaktischen Imperiums. Der junge Major hat es auf mehr als nur eine berufliche Beziehung mit seiner schönen Partnerin abgesehen, die selbstbewusste Laureline hält ihn jedoch für einen egoistischen Frauenhelden und zeigt ihm die kalte Schulter, wenn ihr Valerian romantische Avancen macht.

Auf Anordnung des Ministeriums begeben sich die beiden Gesetzeshüter mit ihrem Raumschiff, der „Intruder“, das auch durch die Zeit reisen kann und über die künstliche Intelligenz Alex verfügt, auf eine Mission. Sie sollen auf dem Planeten Kyrion einen Transmutator vom Planeten Mül suchen, der der letzte seiner Art ist. Auf dem Wüstenplaneten befindet sich ein riesiger, virtueller Basar, der sich in einer anderen Dimension befindet und auf dem ein geschäftiges Treiben herrscht. Allerdings kann man diesen nur mit einem speziellen Helm sehen, während man ohne dessen Hilfe nur die Wüste sehen kann. Valerian muss dort den Transmutator in einem Labyrinth von tausenden Ebenen finden und befreit diesen schließlich aus den Fängen eines Hehlers, der diesen gerade an zwei überlebende Pearls verkaufen will, sich es dann aber doch anders überlegt. Dieser Einsatz geht jedoch längst nicht so reibungslos vonstatten, wie der Agent dies geplant hatte. Seine Spezialausrüstung, mit der er zwischen verschiedenen Dimensionen hin und her springen kann, hat einen Defekt. Die zur Unterstützung mitgegebene Militäreinheit wird aufgerieben, und Laureline muss Valerian helfen, der aber immerhin das Tier und eine Perle sicherstellen konnte. Den Transmutator päppelt Laureline im „Intruder“ in einer Kammer mit "hochangereichertem Uran" wieder auf. Valerian findet heraus, dass in der Perle, die er mitgebracht hat, "20 Megatonnen Energie" stecken. Außerdem erkennt er die Perle und den Transmutator wieder: Er begegnete den beiden in einer Vision, die er kurz vor Missionsbeginn hatte, deren Ursprungsort der Schiffscomputer Alex aber nicht bestimmen konnte.

Valerian und Laureline bringen das Wesen zu dem Vier-Sterne-General Commander Arün Filitt in die interstellare Stadt Alpha, die sich mittlerweile "700 Millionen Meilen" von der Erde entfernt befindet. Die Mega-Metropole beheimatet nunmehr tausende verschiedene außerirdische Spezies aus allen Winkeln des Universums. Viele Millionen von ihnen sind Menschen und verwandte Arten, die 5000 verschiedene Sprachen sprechen. Sie alle haben ihre Technologien, Ressourcen, Talente und ihr Wissen zum Vorteil aller vereint. Allerdings scheint die Zukunft von Alpha in Gefahr, denn Valerian und Laureline erfahren von einer radioaktiven Zone im Zentrum der Stadt, von der Commander Filitt im Sicherheitsrat berichten will. Die Sitzung wird jedoch von einer Gruppe Pearls gestürmt, die alle Anwesenden lähmen und den Commander entführen. Valerian verfolgt die Entführer, bis er vom Überwachungsschirm des Kontrollzentrums verschwindet. Bei dem Versuch, ihren Partner aufzuspüren, hilft Laureline eine telepathische Qualle, aber als sie ihn gefunden hat, gerät sie selbst in die Hände einer Gruppe von Boulan-Bathor. Valerian hat jedoch einen Plan, wie er sie befreien kann. Er besucht die Show von Bubble, einer Formwandlerin, die im Glammer Club in der Paradise Alley als Quickchangedresserin arbeitet, und kann sie überzeugen, ihre Fähigkeiten einzusetzen, um in das Gebiet der Boulan-Bathor zu gelangen, wo deren auf exotische Delikatessen versessener Kaiser gerade versucht, Laurelines Gehirn zu verspeisen. Gemeinsam töten sie einige der Boulan-Bathor; bei ihrer Flucht aus dem Palast wird Bubble tödlich verletzt und stirbt in den Armen Valerians.

Valerians Visionen führen die beiden in die angebliche Todeszone von Alpha, die tatsächlich eine geheime Schutzzone der Pearls ist, und wo sie auf eine Gruppe von Pearls mit einem Raumschiff stoßen. Ihr Kaiser erzählt ihnen von der Zerstörung ihres Planeten, und davon, dass es die Menschen waren, die Schuld daran trugen, dass sechs Millionen ihrer Art, darunter seine Tochter Lïhio-Minaa, den Tod fanden. Es war Arün Filitt, der ein Raumschiff in der Schlacht über ihrem Planeten kommandierte und "Fusio-Geschosse" abfeuern ließ, die die feindliche Raumschiffflotte zum Absturz auf dem Planeten Mül brachte und ihn zerstörte. Valerian zögert, den Pearls den Transmutor und die Perle von ihrem Planeten zurückzugeben, doch Laureline kann ihn davon überzeugen, dass dies die einzig richtige Entscheidung ist. In ihrem Raumschiff können die Pearls mithilfe der Perle und dem Transmutator eine Simulation ihres zerstörten Planeten erschaffen.

Der Commander, der sich in der Gefangenschaft der Pearls befindet, kann jedoch einige K-Trons, Kampfroboter seiner Leibwache, aktivieren. Nach einem opferreichen Kampf können die Pearls ihr Raumschiff starten. Valerian und Laureline entkommen dem Angriff auf dem Raumschiff und werden von den Pearls in einer kleinen Rettungskapsel im All ausgesetzt, nachdem die Seele der Prinzessin Lïhio-Minaa, die während Valerians Vision mit ihm verschmolzen war, ihn verlassen hat. General Okto Bar kann den auf Alpha zurückgelassenen Commander verhaften. Valerian macht Laureline, nachdem sie sich im Laufe der Ereignisse nähergekommen sind, in der Rettungskapsel einen Heiratsantrag, den diese nach einem kurzen, gagreichen Gespräch mit einem Kuss und einem "vielleicht" beantwortet.

Bedeutung der Comic-Vorlage für den Science-Fiction-Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch wenn die Science-Fiction-Comic-Serie Valérian et Laureline von Pierre Christin und Jean-Claude Mézières, die Valerian – Die Stadt der tausend Planeten als Vorlage diente, eine Reihe von Science-Fiction-Filmen inspirierte, ist George Lucas, der Schöpfer von Star Wars, nie auf eventuelle Adaptionen eingegangen. Einige Stilelemente und Figuren der Comic-Serie weisen Ähnlichkeiten mit denen der Star-Wars-Filmreihe auf, so ähnelt das Sklavenmädchen-Outfit, das Laureline in einem Abenteuer von 1972 trug, dem Kostüm von Prinzessin Leia Organa in Die Rückkehr der Jedi-Ritter aus dem Jahr 1983.[3] Weitere Ähnlichkeiten bestehen zwischen dem Millennium-Falken und Zeichnungen eines Raumschiffes in der Comic-Serie, und einige Aliens hatten darin einen Rüssel im Gesicht und Fell auf der Haut.[4] Die erste Geschichte von Valérian et Laureline war im Jahr 1967 erschienen, Krieg der Sterne, der erste Teil der Star-Wars-Reihe, feierte 1977 seine Premiere. Die französische Comic-Serie war in den Vereinigten Staaten lange Zeit völlig unbekannt.[5]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stab und Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regisseur Luc Besson

Die Regie übernahm Luc Besson, der auch als Drehbuchautor und Produzent des Films fungiert. Nach eigenen Aussagen wollte Besson die Comic-Vorlage schon seit vielen Jahren verfilmen; zudem würde der Regisseur gerne Fortsetzungen drehen, sollte sich die Möglichkeit ergeben.[6] Besson las die von 1967 bis 2010 erschienene, weltweit erfolgreiche französische Comicreihe Valérian et Laureline von Jean-Claude Mézières und Pierre Christin[7] bereits im Alter von zehn Jahren, und er sei, so Besson in Interviews auf der Comic-Con 2016, mit den beiden Hauptfiguren seitdem eng verbunden.[8] Für den Regisseur war die Verfilmung der Comicreihe daher lange Zeit eine Herzensangelegenheit, allerdings dachte Besson jahrelang, es sei unmöglich, die Comicvorlage zu verfilmen. Als er jedoch den Film Avatar – Aufbruch nach Pandora im Kino gesehen hatte, wurde er nach eigenen Aussagen vom Gegenteil überzeugt[9] und habe erst hiernach an eine werktreue Umsetzung des Stoffs geglaubt. James Camerons Technologie sei die wichtigste Grundlage für die Verfilmung der Comicbuchreihe gewesen.[8] Der Film basierte letztlich auf mehreren Comics der Vorlage, der Hauptteil der Handlung stammt jedoch aus Botschafter der Schatten, dessen Schauplatz das riesige Raumstationen-Konglomerat Central City ist.[10] Weitere Motive stammen unter anderem aus den Bänden Im Reich der tausend Planeten und Willkommen auf Alflolol.

2012 wurde schließlich bekannt, dass der Film in die Tat umgesetzt werden soll, was später von Christophe Lambert, dem CEO von EuropaCorp bestätigt wurde.[11] Am 12. Mai 2015 bestätigte Besson, dass er als Regisseur und Drehbuchautor des Films tätig sein werde und gab zudem bereits die Hauptbesetzung des Films bekannt. Kofinanziert wurde der Film von BNP Paribas, Orange, Gulf Film, River Road Entertainment, Belga Films, TF1 Films Production, Fundamental Films sowie Universum Film.[12][13] Ende August 2015 erklärte Besson in einem Radiointerview mit RTL, es sei sehr teuer gewesen, den Film in Frankreich zu drehen. Weil der Film in englischer Sprache gedreht worden war, seien keine Steuervergünstigungen eingeräumt worden, auch wenn er mit dem Film 1.200 Jobs in Frankreich geschaffen hatte. Besson hatte auch Mezieres angeboten, als Konzeptdesigner des Films tätig zu werden.[11] Als Kameramann konnte Besson den mehrfach für den César nominierten Thierry Arbogast gewinnen, mit dem er bereits für den Film Das fünfte Element zusammengearbeitet hatte. Dieser war ebenfalls von der Comic-Serie Valérian et Laureline inspiriert.[5]

Für eine rund 18-minütige Actionszene nahm Besson die Hilfe der Studenten seiner Filmschule in Paris, der École de la Cité, die er im Jahr 2012 gegründet hatte, in Anspruch. Diese schufen eine Demoversion dieser Szene, die dann im Filmstudio mit den echten Schauspielern gedreht wurde.[14]

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptpersonen Valérian und Laureline werden imFilm von Dane DeHaan und Cara Delevingne gespielt Die Hauptpersonen Valérian und Laureline werden imFilm von Dane DeHaan und Cara Delevingne gespielt
Die Hauptpersonen Valérian und Laureline werden im
Film von Dane DeHaan und Cara Delevingne gespielt

Die beiden Hauptpersonen Valérian und Laureline werden im Film von Dane DeHaan und Cara Delevingne gespielt. Besson vergleicht die beiden Figuren mit Mr. & Mrs. Smith im Weltall, die sich zankend in ihrem Raumschiff durch eine verrückte Welt bewegen.[15][7] Clive Owen wird die Rolle von Commander Arün Filitt übernehmen[16] und Sam Spruell die von General Okto Bar. Ethan Hawke übernahm die Rolle von Jolly the Pimp, und Kris Wu spielt Sergeant Neza.

Weitere Rollen werden von John Goodman (Stimme des Hehlers Igon Siruss) und Rutger Hauer (Präsident der Erdföderation) übernommen. Zudem sind im Film Diva Cam als Mâatri, Eric Lampaert als Thazzit, Roman Blomme als Boulan Bathor, Yun Lai als Valley Chinois, Andrew Tisba als ein Kortan Dahuk und Marion Roussignol als eine Pearl zu sehen. Des Weiteren haben Benoît Jacquot, Mathieu Kassovitz, Alain Chabat und Herbie Hancock im Film Cameo-Auftritte.[17] Louis Leterrier, ein mit Besson befreundeter Filmemacher, hat im Film ebenfalls einen Cameo-Auftritt als ein Kortan Dahuk.[18] Bei den Kortan Dahuk handelt es sich um eine sanftmütige, technologisch hoch entwickelte Rasse, die als erste Kontakt mit der Menschheit aufgenommen hatte.[19]

Rihanna hat in dem Film eine Rolle als Gestaltwandlerin Bubble. Besson hatte sie nach eigenen Aussagen nicht gecastet, weil sie gut singen kann, sondern weil er von ihrem Talent als Schauspielerin überzeugt sei. Rihanna tritt als Gestaltwandlerin in einer Bar auf, die im Film von Ethan Hawke geführt wird, und hilft Valerian im Anschluss bei der Befreiung seiner Partnerin aus den Fängen der Boulan-Bathor.[20]

Die deutsche Synchronisation entstand nach einem Dialogbuch von Christoph Cierpka und Tobias Neumann durch die Synchronfirma Scalamedia unter Cierpkas Dialogregie. Valerian wird von Constantin von Jascheroff gesprochen und Laureline von Maximiliane Häcke. Tom Vogt übernahm die Synchronisation von Arün Filitt und Martin Kautz die von General Okto Bar.

Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Cité du cinéma in Saint-Denis

Die Dreharbeiten wurden am 4. Januar 2016 in der Cité du cinéma in Saint-Denis, im Norden von Paris, begonnen[21] und am 3. Juni 2016 nach 91 Drehtagen beendet.[22] Ursprünglich waren 115 Drehtage angesetzt.[21] Die gesamten Produktionskosten sollen sich auf 180 Millionen US-Dollar belaufen, womit der Film die teuerste europäische Produktion überhaupt wäre[19], auch im Vergleich zum Film Cloud Atlas mit Produktionskosten von 100 Millionen US-Dollar, einer der bislang teuersten deutschen Produktionen.[23]

Der Film wurde nicht in 3D und auch ohne 3D-Kamera gedreht, da Besson den Konvertierungsprozess inzwischen für gut genug hielt, um diesen Effekt durch eine Nachbearbeitung des Materials zu erzeugen und es gewisse Einschränkungen in der Inszenierung mit sich bringe, den Film in 3D zu drehen.[6] Die meisten der Aliens, Besson schätzt den Anteil auf mindestens 90 Prozent, wurden von echten Menschen gespielt, häufig wurden die Aufnahmen jedoch anschließend am Computer nachbearbeitet.[7]

Weil Besson von dem Raumschiff Intruder (auf deutsch Eindringling), auch bezeichnet als Astroship XB982, aus den Comics sehr beeindruckt war, legte er großen Wert auf dessen besondere Rolle im Film. Hier wirke der Intruder, so Besson, wie eine dritte Hauptfigur und ein Wesen, um das sich Valérian und Laureline kümmern und das sie reparieren müssen, weil sie ohne das Raumschiff in der Zeit verloren wären und ihre Reise zu Fuß weiterführen müssten. In den Comics wurde der Intruder erstmals 1969 vorgestellt. Das intergalaktische Raumschiff wurde darin in den frühen 2700er Jahren in China hergestellt und ermöglicht Valérian und Laureline das Reisen durch Zeit und Raum, bis hin zu mehr als 100 Millionen Lichtjahren entfernten Sternensystemen. Der Intruder ist mit einem Supercomputer namens Alex ausgestattet und wurde mit einem Sinn für Humor programmiert.[19]

Einige Aufnahmen wurden aus der Third-Person-Perspektive gefilmt, wie man sie aus Videospielen kennt, so eine Actionsequenz mit Valérian, der bei einer Verfolgungsjagd einen Parkour-Lauf durch einen Sektor der Raumstation Alpha vollführt.[7]

Die Geschichte von Valerian – Die Stadt der tausend Planeten erstreckt sich über 24 Stunden, den Geburtstag der Filmheldin Laureline, wobei der Film eine Laufzeit von zwei Stunden und 15 Minuten hat.[7][6]

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der französische Komponist und Oscar-Preisträger Alexandre Desplat übernahm die Arbeiten an der Filmmusik.[24][25] Die Aufnahme erfolgte am 24. Februar 2017 im Studio 104 der Maison de la Radio in Paris.[26] Desplat dirigierte hierbei 95 Musiker des Orchestre National de France von Radio France und 49 Sänger des Chœurs de Radio France.[27] Von 20. bis 28. Februar 2017 hatten in der Maison de la Radio, das den französischen Rundfunksender Radio France beherbergt, auch Konzerte stattgefunden, bei denen von Desplat komponierte Stücke gespielt wurden, darunter auch Auszüge der Musik zu Valerian – Die Stadt der tausend Planeten. Diese Konzerte wurden in der Morgenshow des Senders übertragen.[28]

Das Soundtrack-Album umfasst 36 Stücke auf 2 CDs verteilt und wurde am 21. Juli 2017 von EuropaCorp veröffentlicht.[29] Auf der ersten CD finden sich vor allem Songs bekannter Musiker[30], aber auch der Song I Feel Everything der Schauspielerin Cara Delevingne. Dieser Song wurde im Juli 2017 als Single gleichzeitig mit einem Musikvideo veröffentlicht.[31][32] Delevingne gab mit dem Song ihr Debüt als Sängerin.[33] Bessons Nichte Alexiane steuerte den End-Credits-Song A Million on My Soul bei, mit dem bereits ein Trailer zum Film unterlegt war.[34] Auf der zweiten CD finden sich große Teile der Filmmusik von Alexandre Desplat.

Marketing und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2016 wurden fünf Fotos veröffentlicht, die unter anderem Dane DeHaan und Cara Delevingne während der Dreharbeiten zeigten und auch ein Bild von K-Tron enthielten, einem roboterhaften Polizisten, den Luc Besson jedoch als unwichtig für die Handlung beschrieb und nur die Vielzahl von Figuren verdeutlichen sollte, die im Film auftauchen.[35]

Im April 2016, gleichzeitig mit der Verleihung der MTV Movie Awards, wurde ein Behind-the-Scenes-Featurette vorgestellt, in dem neben den beiden Hauptdarstellern auch Rihanna in ihrer Rolle zu sehen ist und kurze Ausschnitte der Dreharbeiten gezeigt wurden.[36]

Am 21. Juli 2016 stellte Besson zusammen mit den beiden Hauptdarstellern im Rahmen der Comic-Con in San Diego erstes bewegtes Bildmaterial[7] mit einer Laufzeit von insgesamt sieben Minuten vor.[8] Sven Pfizenmaier von Moviepilot berichtet, die vier gezeigten Szenen seien vom Publikum mit zügelloser Euphorie entgegengenommen worden.[6]

Anfang November 2016 wurde ein erster Trailer zum Film veröffentlicht[37], der mit dem Song Because von den Beatles unterlegt war.[38] Ein erstes deutsches Filmplakat wurde Ende März 2017 vorgestellt.[39] Zur gleichen Zeit wurde ein erster Lang-Trailer vorgestellt.[40] Am 10. Juli 2017 feierte der Film seine Weltpremiere.

In Deutschland wird der Film von Universum Film verliehen.[41] Die Fernsehrechte liegen bei RTL Television.[42] Der Film kam am 20. Juli 2017, und damit nahezu 50 Jahre nach der Erstveröffentlichung der adaptierten Comic-Serie[43], in die deutschen Kinos; einen Tag später kam er in die französischen und US-amerikanischen Kinos. Nach einer achtwöchigen Pause für ausländische Filme kam Valerian - Die Stadt der tausend Planeten am 25. August 2017 in die chinesischen Kinos.[44] Auch wenn der Film nicht in 3D gedreht wurde, ist er in 3D zu sehen.[7] Universum Film will Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten im November 2017 auch auf Ultra HD Blu-ray veröffentlichen.[45]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist der Film FSK 12. In der Freigabebegründung heißt es: „Der Film ist sehr bildgewaltig und enthält einige rasante Actionszenen. Gewalthandlungen werden jedoch meist aus der Distanz gezeigt und sind unblutig inszeniert. Daher steht hier keine Überforderung bei Zuschauern ab 12 Jahren zu befürchten. Inhaltlich behandelt der Film Themen wie Machtmissbrauch, Krieg und Frieden, Ökologie und Bürgerrechte. Für Kinder ab 12 Jahren ist dabei klar verständlich, dass der Film für Werte wie Frieden, Liebe und Gleichberechtigung im Hinblick auf Geschlechterrollen plädiert.“[46]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Journalisten bei der Comic-Con in San Diego vier Szenen des Films gezeigt worden waren, meinte Angela Watercutter von Wired, Luc Bessons neustes Werk sehe fantastisch aus und sei ein Film, von dem Science-Fiction-Fans träumen. Der Film sei genau das, was Hollywood gerade brauche. Watercutter hebt zudem die zauberhafte schauspielerische Leistung von Cara Delevingne und dem meist wunderbar schrägen Schauspieler Dane DeHaan hervor.[47]

Bilge Ebiri von The Village Voice meint, der Film sei vor allem optisch brillant, man solle aber nicht so sehr auf die Geschichte oder die Figuren achten. Besonders beeindruckt zeigt sich Ebiri von den gezeigten Stränden und den riesigen Muscheln, die im neonblauen Wasser verstreut sind.[48]

Peter Debruge von Variety meint, die Kreativität von Besson, der einem eine verrückte Umgebung und atemberaubende computergenerierte außerirdische Figuren vorstelle, lasse die Unebenheiten des Films vergessen. Dieser sei so gestaltet, dass der Zuschauer von einem Cliffhanger zum nächsten getrieben werde, was gut funktioniere, auch wenn er einem keine klare Vorstellung davon gebe, worin die Mission des Duos eigentlich besteht.[49]

Andreas Borcholte von Spiegel Online sagt, der Regisseur setze mit dem Film dem US-Blockbusterkino eine umwerfende visuelle Alternative entgegen und wisse, wie er den Zuschauer in seinen Bann schlagen kann, was sich gleich zu Beginn des Films in der Strandidylle des indigenen Pearl-Volks auf dem fremden Planeten zeige. Besson ordne exotischste Umgebungen und Kreaturen der Beiläufigkeit seines rasanten Plots unter und lasse seine Helden zwischen Virtual Reality und realer Handlung hin- und herspringen, was so virtuos wie großspurig sei, weil solche Bilder im Kino so noch nicht zu sehen waren. Zum Filmtitel sagt Borcholte, dieser führe in die Irre, weil nicht Valerian, sondern Laureline der eigentliche Star des Films sei und sagt über Cara Delevingne, diese erweise sich als perfekte Wahl für die Rolle einer tollkühnen und sarkastischen, aber auch sanftmütigen Heldin.[10]

Lars-Olav Beier schreibt im Spiegel, Valerian wirke wie eine süße Bonbonniere, die dem Zuschauer unaufhörlich Süßigkeiten reinstopfe. Regisseur Besson verirre sich in seinem unendlichen Universum; der Film bestehe weitgehend aus Wimmelbildern. „Der Regisseur ist ein Mann mit bewundernswertem Elan, aber ohne Plan.“ Beier verweist andererseits darauf, dass Besson 20 Jahre zuvor mit Das fünfte Element einen Film gedreht habe, für den er damals verspottet worden sei. Beier: „Heute ist der Film Kult. Es hat eben seinen Preis, der Zeit voraus zu sein. Aber auch seinen Reiz.“[50]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erreichte nach seinem Start in einer Reihe von Ländern die Spitze der Kinocharts, darunter in Frankreich, Russland und Polen. In China, wo der Film ebenfalls Platz 1 der Kinocharts erreichte, spielte er an seinem Startwochenende 28,9 Millionen US-Dollar ein.[51] Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich bislang auf 225,2 Millionen US-Dollar.[52] In Deutschland verzeichnete der Film am Startwochenende 228.011 Besucher. Damit stieg er auf dem zweiten Platz in die Kinocharts ein. Insgesamt verzeichnet der Film in Deutschland 1.050.245 Besucher.[53]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teen Choice Awards 2017

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Herbst 2016 sprach Besson erstmals konkret über eine mögliche Fortsetzung des Films.[55] Sollte der Film beim Publikum ankommen und sich als Erfolg erweisen, so Besson, stehe einer oder mehreren Fortsetzungen nichts im Wege.[56]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Valerian – Die Stadt der tausend Planeten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Valerian – Die Stadt der tausend Planeten. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 169540/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Valerian – Die Stadt der tausend Planeten. Jugendmedien­kommission.
  3. Reed Beebe Was 'Star Wars' influenced by a French science fiction comic? In: nothingbutcomics.net, 14. Dezember 2015.
  4. Martin Scholz: George Lucas hätte mal 'Merci' sagen können In: welt.de, 22. Dezember 2015.
  5. a b Graeme McMillan: The Story Behind 'Valerian,' the Most Important Sci-Fi Comic America Hasn't Heard Of In: The Hollywood Reporter, 7. Juli 2015.
  6. a b c d Sven Pfizenmaier: Valerian – Standing Ovations für Luc Bessons neuen Sci-Fi-Wahnsinn auf Comic-Con In: moviepilot.de, 22. Juli 2016.
  7. a b c d e f g Peter Sciretta: Luc Besson’s ‘Valerian’ Looks Batshit Crazy Fun. Comic-Con 2016 In: slashfilm.com, 21. Juli 2016.
  8. a b c Tobias Heidemann: Valerian und die Stadt der tausend Planeten: Der erste Hype der Comic-Con und was das mit Mass Effect zu tun hat In: giga.de, 22. Juli 2016.
  9. Peter Sciretta: Luc Besson’s 'Valerian' Looks Batshit Crazy Fun. Comic-Con 2016 In: slashfilm.com, 21. Juli 2016.
  10. a b Andreas Borcholte: Kinospektakel 'Valerian': Wenn man leise 'Wow' sagt In: Spiegel Online, 17. Juli 2017.
  11. a b Elsa Keslassy und John Hopewell: Luc Besson to write-direct 'Valerian' adaptation In: Variety, 29. Juni 2012.
  12. Valerian kommt In: comicecke.de, 12. Januar 2016.
  13. Michael Rosser: Luc Besson's 'Valerian And The City Of A Thousand Planets' begins Paris shoot In: screendaily.com, 6. Januar 2016.
  14. Jason Guerrasio: The director of 'Valerian' used his film school students to pull off an insane 18-minute action scene In: businessinsider.de, 6. Juli 2017.
  15. Luc Besson über seine Comicverfilmung „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ In: cinema.de, 28. Juli 2016.
  16. Mike Fleming Jr: Clive Owen Set By Luc Besson For 'Valerian' In: deadline.com, 19. August 2015.
  17. Valerian et la cité des milles planètes sera l’un des temps forts du SDCC cru 2016 In: mulderville.net, 2. Juli 2016.
  18. The Marvel Director Who Has An Alien Cameo In Luc Besson’s Valerian In: cinemablend.com, 9. November 2016.
  19. a b c Dan Casey: Luc Besson on Valerian Building a Better Spaceship, and More In: nerdist.com, 9. November 2016.
  20. Daniel Krüger: Rihanna ist bald als Alien-Stripperin im Kino zu sehen In: musikexpress.de, 22. Juli 2016.
  21. a b Valérian Et La Cité Des Mille Planètes In: allocine.fr. Abgerufen am 26. Juli 2016.
  22. Nick Romano: 'Valerian and the City of a Thousand Planets' director Luc Besson marks last day of filming In: Entertainment Weekly, 3. Juni 2016.
  23. Der teuerste deutsche Film aller Zeiten. 'Cloud Atlas': Tom Tykwers Magischer Trip In: Focus Online, 14. November 2012.
  24. Chris Cabin: Alexandre Desplat Moves from 'Rogue One' to 'Valerian and the City of a Thousand Planets' In: collider.com, 20. September 2016.
  25. Alexandre Desplat to Score Luc Besson’s 'Valerian and the City of a Thousand Planets' In: filmmusicreporter.com, 20. September 2016.
  26. Bruno Lesprit: Une symphonie française pour 'Valérian' In: Le Monde, 6. März 2017.
  27. Jean Talabot: 'Valérian': la bande originale d'Alexandre Desplat enregistrée à la Maison de la Radio In: Le Figaro, 22. Februar 2017.
  28. Saskia de Ville: Alexandre Desplat invité de la Matinale du vendredi 24 février 2017 In: france musique, 24. Februar 2017.
  29. 'Valerian and the City of a Thousand Planets' Soundtrack Details In: filmmusicreporter.com, 5. Juni 2017.
  30. Soundtrack: Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten In: musikradar.de, 23. Juli 2017.
  31. Mckenna Aiello: Did Cara Delevingne Just Release the Song of the Summer? Listen Now! In: eonline.com, 21. Juli 2017.
  32. Jessica Rach: Cara Delevingne dons bright wigs before rocking out in bodysuit of butterflies as she debuts first single in quirky sci-fi inspired music video In: dailymail.co.uk, 28. Juli 2017.
  33. Sadie Bell: Cara Delevingne Releases Her First-Ever Music Video For 'I Feel Everything' In: billboard.com, 28. Juli 2017.
  34. Crystal Nguyen: UCLA Extension student sings tune accompanying end credits of 'Valerian' In: dailybruin.com, 23. Juli 2017.
  35. Joe McGovern: First Look: See exclusive images from Luc Besson's Valerian and the City of a Thousand Planets In: Entertainment Weekly, 25. März 2016.
  36. Angie Han: 'Valerian and the City of a Thousand Planets' First Look: Dane DeHaan and Cara Delevingne Go on Luc Besson’s Space Adventure In: slashfilm.com, 11. April 2016.
  37. Ross A. Lincoln: 'Valerian And The City Of A Thousand Planets' Trailer: See What All The Fuss Is About In: deadline.com, 10. November 2016.
  38. Jeff Giles: The Beatles’ 'Because' Featured in First ‘Valerian and the City of a Thousand Planets’ Trailer In: ultimateclassicrock.com, 11. November 2016.
  39. Maren Koetsier: 'Valerian – Die Stadt der tausend Planeten': Posterpremiere zum Weltraum-Abenteuer von Luc Besson In: filmstarts.de, 24. März 2017.
  40. Trailer: Wird 'Valerian' das Science-Fiction-Highlight des Kinosommers? In: musikexpress.de, 30. März 2017.
  41. 'Valerian' abgedreht In: mediabiz.de, 10. Juni 2016.
  42. Valerian kommt In: comicecke.de, 12. Januar 2016.
  43. Martin Scholz: George Lucas hätte mal 'Merci' sagen können. In: DIE WELT online. 22. Dezember 2015.
  44. http://deadline.com/2017/07/valerian-china-release-date-luc-besson-1202137438/
  45. 'Valerian – Die Stadt der Tausend Planeten': 4K (4K UHD + Blu-ray) Blu-ray In: bluray-disc.de. Abgerufen am 9. Juli 2017.
  46. Freigabebegründung für Valerian – Die Stadt der tausend Planeten In: Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Abgerufen am 25. Juli 2017.
  47. Angela Watercutter: Luc Besson’s Valerian I Exactly What Hollywood Needs Right Now In: wired.com, 21. Juli 2016.
  48. Bilge Ebiri: The Gorgeous Silliness of 'Valerian and the City of a Thousand Planets' Is Something to Behold In: The Village Voice, 10. Juli 2017.
  49. Peter Debruge: Film Review: 'Valerian and the City of a Thousand Planets' In: Variety, 10. Juli 2017.
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