Valerie Weber

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Valerie Weber, 2014
Valerie Weber auf dem Broadcast Symposium am 2. November 2013 in Berlin.

Valerie Weber (* 27. Dezember 1965 in München) ist eine deutsche Rundfunkjournalistin und seit Mai 2014 Hörfunkdirektorin des Westdeutschen Rundfunks. Vorher war Weber unter anderem Programmdirektorin und Geschäftsführerin des Privatrundfunksenders Antenne Bayern und dessen Digitalradio-Tochter Rock Antenne.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Valerie Weber, aufgewachsen im württembergischen Rems-Murr-Kreis und im badischen Bodenseekreis, legte das Abitur an der gymnasialen Schule Schloss Salem ab. Es folgte ein Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte in Erlangen, das sie 1988 mit der Magisterarbeit zum Thema „Kulturprogramme unter dem Druck der Einschaltquote – eine Analyse der öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehangebote“ abschloss. Nach ihrem Volontariat bei Radio Downtown in Erlangen wurde sie 1988 Moderatorin bei Rock-Radio N 1 in Nürnberg. 1990 war sie als Nachrichten-Redakteurin und Moderatorin des Schlager- und Oldieprogramms Radio Franken tätig und wechselte im selben Jahr nach Stuttgart, wo sie Programm- und Redaktionsleiterin bei der Städte-Radio Produktionsgesellschaft Stuttgart für die Standorte Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn und Reutlingen wurde. Sie verantwortete dort das Programm der Stadtradio-Kette, die mit Schlagern, Oldies und lokaler Berichterstattung vorwiegend ein älteres Publikum ansprach. 1995 ging sie als Programmdirektorin zur Ostseewelle in Rostock, 1998 in gleicher Funktion zu Hit-Radio Antenne 1 in Stuttgart.

2004 folgte die Berufung zur Programmdirektorin Antenne Bayern.[1] Zu den wesentlichen Maßnahmen gehörte der Ausbau der Regionalstudios in Bayern sowie erneut der lokalen Berichterstattung. Die Hörerzahlen stiegen.[1][2] 2006 stieg sie zur Geschäftsführerin von Antenne Bayern und Rock Antenne auf.[3]

Webers Erfolg im Privatfunk hing mit einer strengen Kommerzialisierung ihrer Sender zurück: Große Marketingaktionen reichten vom Abwerfen von Duftstoffen aus einem Flugzeug über dem Stuttgarter Sendegebiet bis zum Ausbau von eng mit der Werbeindustrie verknüpften Telefon-Gewinnspielen in Livesendungen.

Am 14. November 2013 schlug WDR-Intendant Tom Buhrow dem Rundfunkrat vor, Valerie Weber zur WDR-Hörfunkdirektorin zu wählen. Am 22. November wurde sie von dem Gremium mit 40 von 43 gültigen Stimmen gewählt.[4] Valerie Weber ist damit die erste Hörfunkdirektorin des WDR ohne öffentlich-rechtlichen Hintergrund.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993 LFK-Medienpreis für „Baden-Württembergs Geburtstags-Medley“ in der Kategorie „Politik“
  • 2005 German Radio Award „Beste Programmdirektorin“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Valerie Weber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hörerzahlen vom Juli 2004: 0,68 Mio., 2012/13 1,288 Mio. Berechnungsbasis: Hörer pro durchschnittlicher Sendestunde werktags zwischen 6 und 18 Uhr. Siehe reichweiten.de - ma 2013 Radio II Update
  2. Valerie Weber wird Programmchefin von Antenne Bayern. In: Horizont. 26. Mai 2004. Abgerufen am 18. November 2013.
  3. Manuel Weis: Valerie Weber wird Programmgeschäftsführerin von Antenne Bayern. In: Quotenmeter. 6. November 2006. Abgerufen am 18. November 2013.
  4. WDR: Weber zur Hörfunkdirektorin gewählt / Schönenborn wird Fernsehdirektor Horizont.net, 22. November 2013