Valganna

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Valganna
Wappen
Valganna (Italien)
Valganna
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Valganna
Koordinaten 45° 56′ N, 8° 50′ OKoordinaten: 45° 56′ 0″ N, 8° 50′ 0″ O
Höhe 380 m s.l.m.
Fläche 12 km²
Einwohner 1.623 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 135 Einw./km²
Stadtviertel Boarezzo, Ganna, Ghirla, Mondonico
Angrenzende Gemeinden Arcisate, Bedero Valcuvia, Brinzio, Cuasso al Monte, Cugliate-Fabiasco, Cunardo, Induno Olona, Marchirolo, Marzio
Postleitzahl 21039
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012131
Volksbezeichnung valgannesi
Schutzpatron Christophorus (25. Juli), Sankt Gemolo (4. Februar)
Website [www.comune.valganna.va.it Valganna]
Gemeinde Valganna in der Provinz Varese
Abtei san Gemolo
Gannasee
Francesco de’ Tatti, Sant’Imerio
Eisfälle

Valganna ist eine Gemeinde in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde bedeckt eine Fläche von 12 km². Zu Valganna gehören die Fraktionen Boarezzo, Ganna, Ghirla und Mondonico. Die Nachbargemeinden von Valganna sind Arcisate, Bedero Valcuvia, Brinzio, Cuasso al Monte, Cugliate-Fabiasco, Cunardo, Induno Olona, Marchirolo und Marzio. Zur Gemeinde gehört der Lago di Ghirla.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Siedlungen in der Gegend stammen aus der Römerzeit. Im Mittelalter war Ganna eine Fehde der Abtei San Gemolo. 1556 ordnete Der Heilige Stuhl die Unterdrückung der Abtei an, deren Eigentum und Rechte an den Ospedale Maggiore in Mailand übertragen wurden, von dem die Valganna für die folgenden Jahrhunderte abhängig war.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1751 1805 1853 1871 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2017 2018
Einwohner 498 716 1216 1075 1075 1081 1078 1278 1382 1483 1462 1584 1598 1623

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Abtei San Gemolo im Ortsteil Ganna ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, das von 1095 bis 1556 bestand. Die Kirche wurde erstmals erwähnt im 12. Jahrhundert. Sie verfügt über Fresken (13.– 14. Jahrhundert); der Glockenturm ist romanisch (1150–1175), das fünfeckige Klösterlein wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut. Hier befindet sich ein kleines Museum mit Gemälden und Gipsarbeiten von Odoardo Tabacchi und Giuseppe Grandi. Die Kirche bewahrt eine neoklassische Orgel. Die letzte Restaurierung fand im Jahr 1985 statt.
  • Das Oratorium San Gemolo wurde erstmals erwähnt im 13. Jahrhundert und ist mit Fresken der Schule von Pier Francesco Mazzucchelli, genannt Morazzone, verziert.
  • Die Kirche Santa Croce wurde im Jahr 1689 erbaut und bewahrt Fresken des Malers Antonio Busca.
  • Die voralpinen Seen: Der Lago di Ganna ist weitgehend naturbelassen, der Lago di Ghirla dagegen touristisch erschlossen.
  • Höhle von Ganna.
  • In der Fraktion Ghirla, im 18. Jahrhundert, wurde eine Ramme gebaut, die im Laufe der Jahrhunderte für die Eisenverarbeitung genutzt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude allmählich aufgegeben zu werden und wurde dann zu Beginn des 21. Jahrhunderts restauriert.
  • Künstlerdorf Boarezzo.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sant’Imerio di Bosto und San Gemolo (* um 970 nach Christus), Pilger und Märtyrer im Valganna[2]
  • Giovanni Battista de’ Grandi (* um 1638 in Ganna; † 1718 ebenda), Maler, Architekt ?[3]
  • Girolamo de’ Grandi (* um 1638 in Ganna; † 1718 ebenda), Maler[4]
  • Giuseppe Grandi (* 17. Oktober 1843 in Ganna;30. November 1894 ebenda), Bildhauer, Schüler des Vincenzo Vela[5]
  • Odoardo Tabacchi (* 19. Dezember 1831 in Ganna; † 23. März 1905 in Mailand) ein italienischer Bildhauer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 212.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Valganna Online auf italienisch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Valganna – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Imerio di Bosto, Sant' (italienisch) auf santiebeati.it
  3. Giovanni Battista de’ Grandi auf archive.org/stream (abgerufen am 2. Januar 2017).
  4. Girolamo de’ Grandi auf archive.org/stream (abgerufen am 2. Januar 2017).
  5. Giuseppe Grandi auf archive.org/stream (abgerufen am 2. Januar 2017).