Valle Gran Rey

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Gemeinde Valle Gran Rey
Valle Gran Rey
Valle Gran Rey
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Valle Gran Rey
Valle Gran Rey (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Santa Cruz de Tenerife
Insel: La Gomera
Koordinaten 28° 7′ N, 17° 19′ WKoordinaten: 28° 7′ N, 17° 19′ W
Höhe: 100 msnm
Fläche: 32,36 km²
Einwohner: 4.371 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 135,07 Einw./km²
Postleitzahl: E–38870 (Vueltas)
E–38879 (El Hornillo)
E–38852 (Tagaluche)
E–38869 (Las Hayas)
E–38892 (Arure)
Gemeindenummer (INE): 38049 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Angel Pinero (Coalición Canaria) (seit 24. Mai 2015)
Adresse der Gemeindeverwaltung: C/ La Calera, s/n
38870 - Valle Gran Rey
Website: www.vallegranrey.es
Lage der Gemeinde
GO ValleGranRey.png

Das Valle Gran Rey (Tal des großen Königs, gemeint ist das Guanchenoberhaupt Hupalupa) bildet eine Gemeinde der Kanareninsel La Gomera. Verwaltungssitz ist seit 1930 der Ort La Calera. Außerdem besteht die Gemeinde aus den drei Hauptorten Calera (am Hang), Vueltas (am Hafen) und La Playa. Außerhalb des Tales gehören zur Gemeinde unter anderem die Weiler Taguluche, Las Hayas und Arure, die letzteren beiden dicht am Nationalpark Garajonay liegend.

Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tal bietet dank seiner terrassierten Kulturlandschaft mit einer Fülle von Palmen, den ausgedehnten Bananenplantagen und vielen verstreut liegenden kleinen Häusern einen geradezu exotischen Anblick. Hier hat es in den 1970er und 1980er Jahren besonders viele Hippies hingezogen. Zwischenzeitlich wurde das Tal mit Aussteiger-Orten wie Goa oder Kathmandu gleichgesetzt.[2]

Die Gemeinde Valle Gran Rey verfügt auf der Insel La Gomera über die mit Abstand höchste touristische Nutzung. Das Tal ist seit dem Ausbau der Zufahrtsstraße und dem Hafenausbau gut zu erreichen. Es gab eine deutlichen Zunahme von Hotels und Appartement-Häusern von insgesamt immerhin 1.400 Betten in den letzten 15 Jahren (Stand 2005). Damit könnte aus dem bisherigen Individualtourismus nach und nach ein Massentourismus entstehen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Tal Valle Gran Rey gibt es nur eine Zufahrtsstraße. Diese führt vom Tal bis in den Nationalpark Garajonay. Von dort verbindet die Hauptstraße das Tal mit der Hauptstadt und dem Hafen von San Sebastián de la Gomera.

Das Valle Gran Rey ist auch mit den Fähren Benchi Express von Fred. Olsen Express sowie mit einer Autofähre der Reederei Naviera Armas zu erreichen. Die Personenfähre Benchi Express fährt zusätzlich den Hafen von Playa de Santiago im Süden der Insel an. Beiden Fähren haben 2017 ihren Betrieb aufgenommen.

Bereits in früheren Jahren gab es nach dem Ausbau des Hafens in Vueltas Fährverbindungen zwischen Valle Gran Rey und der Hauptstadt. Der Hafen kann seither auch von Handels- und Kreuzfahrtschiffen angelaufen werden. Von November 2008 bis Februar 2009 bediente die Reederei Garajonay Express eine Schnellbootlinie zwischen Los Cristianos (Teneriffa) und Vueltas im Valle Gran Rey. Zwischen März 2009 übernahm die Reederei Fred. Olsen diese Linie bis zum 1. Februar 2012.

Interessante Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hoch über dem Tal mit Blick auf die Anbauterrassen bis hin zum Meer hat der lanzarotenische Künstler César Manrique im Jahre 1989 den Aussichtspunkt Mirador del Palmarejo erschaffen. Durch die großen Panoramascheiben des darin befindlichen Restaurants hat man eine gute Aussicht. Das Restaurant wurde von einer Berufsfachschule für Hotel und Gastronomie betrieben, jedoch aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben.

Bei Arure befindet sich das Mirador Arure mit der Kapelle Ermita del Santo. Von dort sieht man in westlicher Richtung den Ort Taguluche.

Oberhalb von El Guro befindet sich im Bach Barranco de Arure der Wasserfall Salto de Agua.

Eine Statue des Guanchenrebellen Hautacuperche steht am südlichen Anfang der Strandpromenade.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Bevölkerungsdichte
1991 3.103 95,9 Einw./km²
1996 3.631 112,2 Einw./km²
2001 4.238 131,0 Einw./km²
2006 5.040 155,8 Einw./km²
2011 5.364 165,8 Einw./km²
2016 4.285 132,4 Einw./km²

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Tomas Niederberghaus: Die Stiefkinder der Sonne. In: Zeit Online. 19. Mai 2005, abgerufen am 25. Februar 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Valle Gran Rey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien