Valle Gran Rey
| Gemeinde Valle Gran Rey | ||
|---|---|---|
Valle Gran Rey
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| Wappen | Karte der Kanarischen Inseln | |
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| Basisdaten | ||
| Autonome Gemeinschaft: | Kanarische Inseln | |
| Provinz: | Santa Cruz de Tenerife | |
| Insel: | La Gomera | |
| Koordinaten | 28° 6′ N, 17° 16′ W | |
| Höhe: | 100 msnm | |
| Fläche: | 32,36 km² | |
| Einwohner: | 4.285 (1. Jan. 2016)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 132,42 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | E–38870 (Vueltas) E–38879 (El Hornillo) E–38852 (Tagaluche) E–38869 (Las Hayas) E–38892 (Arure) |
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| Gemeindenummer (INE): | 38049 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | Angel Pinero (Coalición Canaria) (seit 24. Mai 2015) | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | C/ La Calera, s/n 38870 - Valle Gran Rey |
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| Website: | www.vallegranrey.es | |
| Lage der Gemeinde | ||
Das Valle Gran Rey (Tal des großen Königs, gemeint ist das Guanchenoberhaupt Hupalupa) bildet eine Gemeinde der Kanareninsel La Gomera. Verwaltungssitz ist seit 1930 der Ort La Calera. Außerdem besteht die Gemeinde aus den drei Hauptorten Calera (am Hang), Vueltas (am Hafen) und La Playa. Außerhalb des Tales gehören zur Gemeinde unter anderem die Weiler Taguluche, Las Hayas und Arure, die Letzteren zwei dicht am Nationalpark Garajonay liegend.
Inhaltsverzeichnis
Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Tal bietet dank seiner terrassierten Kulturlandschaft mit einer Fülle von Palmen, den ausgedehnten Bananenplantagen und vielen verstreut liegenden kleinen Häusern einen geradezu exotischen Anblick. Hier hat es in den 1970er und 1980er Jahren besonders viele Hippies hingezogen. Zwischenzeitlich wurde das Tal mit Aussteiger-Orten wie Goa oder Kathmandu gleichgesetzt.[2]
Die Gemeinde Valle Gran Rey verfügt auf der Insel La Gomera über die mit Abstand höchste touristische Nutzung. Nachdem die Zufahrtsstraße zum Tal ausgebaut war, wurde der Hafen in Vueltas erweitert, so dass nun auch große Fähr- und Handelsschiffe dort anlegen können. Diese Aktivitäten sind gepaart mit einer deutlichen Zunahme von Hotels und Appartement-Häusern von insgesamt immerhin 1.400 Betten in den letzten 15 Jahren (Stand 2005). Damit könnte aus dem bisherigen Individualtourismus nach und nach ein Massentourismus entstehen. Die Schnellbootlinie (Fred. Olsen Express) zwischen Los Cristianos auf Teneriffa und Vueltas mit Zwischenstopps in San Sebastián de La Gomera und Playa Santiago im Süden von La Gomera wurde im Januar 2012 eingestellt.
Hoch über dem Tal mit Blick auf die Anbauterrassen bis hin zum Meer hat der lanzarotenische Künstler César Manrique im Jahre 1989 den Aussichtspunkt Mirador del Palmarejo erschaffen. Durch die großen Panoramascheiben des darin befindlichen Restaurants hat man eine gute Aussicht (s. Foto). Das Restaurant wurde von einer Berufsfachschule für Hotel und Gastronomie betrieben, jedoch aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben. Auf dem Mirador steht ein Manrique-typisches Windspiel.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| Jahr | Einwohner | Bevölkerungsdichte |
|---|---|---|
| 1991 | 3.103 | 95,9 Einw./km² |
| 1996 | 3.631 | 112,2 Einw./km² |
| 2001 | 4.238 | 131,0 Einw./km² |
| 2006 | 5.040 | 155,8 Einw./km² |
| 2011 | 5.364 | 165,8 Einw./km² |
| 2016 | 4.285 | 132,4 Einw./km² |
Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
- ↑ Tomas Niederberghaus: Die Stiefkinder der Sonne. In: Zeit Online. 19. Mai 2005, abgerufen am 25. Februar 2012.