Valli Ossolane (Wein)

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Valli Ossolane ist eine Appellation in der norditalienischen Region Piemont für verschiedene Weiß- und Rotweine, die 2009 den DOC Status erhalten hat. Namensgebend ist das Val d'Ossola. Der Name stammt von „Oscella Lepontiorum“, dem antiken Namen des heutigen Domodossola.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Region Piemont und ihre Provinzen

Das Produktionsgebiet gehört zu einem historisch bedeutenden Weingebiet, das sich an den letzten Ausläufern der Alpen zu beiden Seiten des Flusses Sesia in den Provinzen Vercelli und Novara befindet. Hier befinden sich zehn DOP Weinzonen, vertreten durch das Schutzkonsortium „Consorzio Tutela Nebbioli – Alto Piemonte“[1]: Gattinara DOCG, Ghemme DOCG, Boca DOC, Bramaterra DOC, Colline Novaresi DOC, Coste della Sesia DOC, Fara DOC, Lessona DOC, Sizzano DOC, Valli Ossolane DOC. Die DOC Valli Ossolane gehört zu den kleinsten Appellationen Italiens und befindet sich in auf dem Boden der Kommunen: Beura-Cardezza, Bognanco, Crevoladossola, Crodo, Domodossola, Masera, Montecrestese, Montescheno, Pallanzeno, Piedimulera, Pieve Vergonte, Premosello-Chiovenda, Ornavasso, Trontano, Viganella, Villadossola,Vogogna (Provinz Verbano-Cusio-Ossola).[2] Die prägende Rebsorte für die Weine dieser Gebiete ist der Nebbiolo.

Im Jahr 2014 wurden auf 1,75 Hektar Rebfläche 318 Hektoliter Valli Ossolane DOC produziert.[3]

Das Regularium umfasst die Weine: „Valli Ossolane“ Rosso, „Valli Ossolane“ Bianco, „Valli Ossolane“ Nebbiolo, „Valli Ossolane“ Nebbiolo Superiore.

Produktionsvorschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschriebene Rebsorten:

  • „Valli Ossolane“ Rosso:
Nebbiolo, Croatina, Merlot (einzeln oder zusammen mindestens 60 %), andere rote Rebsorten bis 40 %, Hektarhöchstertrag: 8 t/ha, Produktionshöchstmenge: 56 hl/ha
  • „Valli Ossolane“ Bianco:
Chardonnay (mindestens 60 %), andere weiße Rebsorten bis 40 %, Hektarhöchstertrag: 8 t/ha, Produktionshöchstmenge: 56 hl/ha
  • „Valli Ossolane“ Nebbiolo:
Nebbiolo 85 %, andere rote Rebsorten bis 15 % Hektarhöchstertrag: 8 t/ha, Produktionshöchstmenge: 56 hl/ha
  • „Valli Ossolane“ Nebbiolo Superiore:
Nebbiolo (mindestens 85 %), andere nicht näher angegebene rote Rebsorten bis 15 %, Hektarhöchstertrag: 7 t/ha, Produktionshöchstmenge: 49 hl/ha. Die vorgeschriebene Reifungsdauer für den Nebbiolo Superiore beträgt 13 Monate (davon 6 im Holzfass).[4]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Valli Ossolane“ Rosso:

  • Farbe: rubinrot, intensiv, tendiert zu granatrot
  • Geruch: charakteristischer Duft, intensiv
  • Geschmack: trocken, harmonisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 11 %
  • Gesamtsäure: mindestens 5 g/l
  • Trockenextraktgehalt: mindestens 20 g/l

„Valli Ossolane“ Bianco:

  • Farbe: strohgelb, mehr oder weniger intensiv
  • Geruch: fruchtbetont, fein, angenehm
  • Geschmack: trocken, harmonisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 11 %
  • Gesamtsäure: mindestens 5 g/l
  • Trockenextraktgehalt: mindestens 19 g/l

„Valli Ossolane“ Nebbiolo:

  • Farbe: granatrot, mehr oder weniger intensiv
  • Geruch: fruchtbetont, fein, angenehm
  • Geschmack: trocken, harmonisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 11 %
  • Gesamtsäure: mindestens 4,5 g/l
  • Trockenextraktgehalt: mindestens 20 g/l

„Valli Ossolane Nebbiolo“ Superiore:

  • Farbe: granatrot, mehr oder weniger intensiv
  • Geruch: fruchtbetont, fein, angenehm
  • Geschmack: trocken, harmonisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 11,5 %
  • Gesamtsäure: mindestens 4,5 g/l
  • Trockenextraktgehalt: mindestens 22 g/l

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon, 3. überarbeitete Ausgabe. 1. Auflage. Gräfe und Unzer Verlag, München, 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Burton Anderson: Atlas der Italienischen Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 1990, ISBN 3-444-10372-7.
  • Burton Anderson: Italiens Weine 2004/05. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2004, ISBN 3-7742-6365-5.
  • Jacques Orhon: Le nouveau guide des vins d’Italie. Les editions de l’homme, Montreal 2007, ISBN 978-2-7619-2437-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage des Konsortiums
  2. Karte und Liste der Anbaugebiete, auf federdoc.com
  3. I VINI ITALIANI A DENOMINAZIONE D’ORIGINE (Statistik des Dachverbandes der ital. Schutzkonsortien Federdoc)
  4. Produktionsvorschriften und Beschreibung