Valtteri Bottas

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Bottas ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für die Schwimmerin, seine Ehefrau, siehe Emilia Bottas.
Valtteri Bottas
Valtteri Bottas (2016)
Nation: FinnlandFinnland Finnland
Formel-1-Weltmeisterschaft
Status: aktiv
Startnummer: 77
Erster Start: Großer Preis von Australien 2013
Konstrukteure
2013–2016 Williams • 2017-2018 Mercedes
Statistik
WM-Bilanz: WM-Vierter (2014)
Starts Siege Poles SR
94 2 2 2
WM-Punkte: 655
Podestplätze: 19
Führungsrunden: 5 über 25,9 km
Stand: Großer Preis der USA, 22. Oktober 2017
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Valtteri Bottas (* 28. August 1989 in Villähde, Nastola) ist ein finnischer Automobilrennfahrer. Er gewann zweimal (2009 und 2010) das Formel-3-Masters und wurde 2011 Meister der GP3-Serie. Seit 2013 fährt er in der Formel 1, in der er 2017 für Mercedes startet.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Bottas von 2001 bis 2006 im Kartsport erste Erfahrung im Motorsport gemacht hatte, wechselte er 2007 in den Formelsport. Bottas wurde mit zwei Siegen Dritter in der nordeuropäischen Formel Renault. Außerdem startete er in der Winterserie der britischen Formel Renault und gewann dort drei von vier Rennen. Den Meistertitel gewann Bottas dennoch nicht, da ihm die dafür notwendige Lizenz fehlte. 2008 ging er sowohl in der nordeuropäischen Formel Renault, als auch im Formel Renault 2.0 Eurocup an den Start. Mit insgesamt siebzehn Siegen gewann Bottas die Meistertitel beider Rennserien.

Bottas in der Formel-3-Euroserie am Hockenheimring (2010)

2009 trat Bottas für ART Grand Prix in der Formel-3-Euroserie an. Obwohl er kein Rennen gewann, belegte er am Saisonende dank sechs zweiten Plätzen den dritten Platz im Gesamtklassement und war der beste Neueinsteiger der Saison. Seinem Teamkollegen Jules Bianchi unterlag er mit 62 zu 114 Punkten. Außerdem gewann Bottas das Formel-3-Masters in Zandvoort. 2010 blieb Bottas bei ART Grand Prix und bestritt seine zweite Saison in dieser Meisterschaft. Beim Sprintrennen auf dem Norisring gelang Bottas sein erster Sieg in der Formel-3-Euroserie. Mit einem weiteren Sieg belegte er am Saisonende erneut den dritten Gesamtrang. Diesmal als bester Fahrer seines Rennstalls. Außerdem erzielte er wie im Vorjahr den Sieg beim Formel-3-Masters in Zandvoort und wurde der erste Rennfahrer, der dieses Rennen zweimal gewann. Zusätzlich übernahm er den Posten des Test- und Ersatzfahrers beim Formel-1-Team Williams.[1]

2011 blieb Bottas bei seinem Team, das 2011 als Lotus ART startete, und trat erstmals in der GP3-Serie an.[2] Nachdem er an den ersten vier Rennwochenenden nur dreimal Punkte erzielt hatte, stand er bei den folgenden vier Rennwochenenden sechsmal auf dem Podest, erzielte vier Siege und übernahm die Führung in der Meisterschaft, die er bis zum Saisonende behielt. Mit 62 zu 55 Punkten setzte er sich in der Meisterschaft gegen seinen Teamkollegen James Calado durch. Anschließend nahm er an einem Rennwochenende der britischen Formel-3-Meisterschaft, wo er einen Sieg erzielte, und an einer Veranstaltung der FIA-Formel-3-Trophäe 2011 teil. Außerdem übte er erneut die Position des Williams-Testfahrers aus.[3] Im November absolvierte Bottas erstmals einen Formel-1-Test auf einer Rundstrecke.[4]

2012 blieb Bottas Williams-Testfahrer. Er nahm in dieser Funktion an einigen freien Trainings teil.[5] Sein Debüt gab er im freien Training zum Großen Preis von Malaysia. Bottas entschied sich für dieses Jahr dagegen, zusätzlich zu seinem Testfahrer-Engagement in einer anderen Serie Rennen zu fahren.[6] Zur Saison 2013 gab Bottas als Stammpilot von Williams sein Formel-1-Renndebüt.[7] Dabei erzielte er in Australien den 14. Platz. Beim Großen Preis von Kanada qualifizierte sich Bottas für den dritten Platz. Im Rennen fiel er jedoch zurück und kam auf dem 14. Platz ins Ziel. In den USA schaffte es Bottas erneut unter die ersten zehn in der Startaufstellung. Es gelang ihm diesmal, auch in den Top-10 ins Ziel zu kommen und erzielte mit einem achten Platz erstmals Punkte. Bottas beendete die Saison auf dem 17. Gesamtrang.

Valtteri Bottas 2014 im Williams

2014 erhielt Bottas mit Felipe Massa einen neuen Teamkollegen bei Williams. Bei der Einführung der permanenten Formel-1-Startnummern wählte er die #77, um die Schreibweise BO77AS für seinen Namen verwenden zu können.[8] Bereits beim Saisonauftakt in Australien erreichte Bottas mit einem fünften Platz seine bis dahin beste Platzierung in der Formel 1. Dieses Resultat wiederholte er beim Großen Preis von Spanien. Beim Großen Preis von Österreich erzielte Bottas mit einem dritten Platz seine erste Podest-Platzierung. Bei den folgenden zwei Rennen in Großbritannien und Deutschland stand Bottas als Zweiter erneut auf dem Podium. In Belgien, Russland und Abu Dhabi wurde er erneut Dritter. Bottas verbesserte sich in der Weltmeisterschaft auf den vierten Platz. Mit 186 zu 134 Punkten setzte er sich intern gegen Massa durch. 2015 bildeten Bottas und Massa erneut das Williams-Fahrerduo. Beim Saisonauftakt in Australien erlitt Bottas im Qualifying einen kleinen Riss in der Bandscheibe. Er verbrachte eine Nacht im Krankenhaus und wurde für das Rennen zurückgezogen.[9] Bottas führt seitdem regelmäßig spezielle Übungen für den unteren Rücken und die dortigen Muskelpassagen durch, um eine gesundheitliche Schädigung zu vermeiden.[10] Er kehrte beim nächsten Rennen in Malaysia ins Cockpit zurück und erreichte den fünften Platz. In Bahrain lieferte Bottas sich über mehrere Runden in der zweiten Rennhälfte ein Duell gegen Sebastian Vettel um den vierten Platz, bei dem es ihm gelang, Vettel hinter sich zu halten. Beim Großen Preis von Kanada erzielte Bottas mit Platz drei die erste Podest-Platzierung der Saison. In Mexiko wurde er ebenfalls Dritter. Bottas setzte sich mit 136 zu 121 Punkten gegen Massa durch und erreichte den fünften Gesamtrang.

2016 absolvierte Bottas seine vierte Formel-1-Saison für Williams.[11] Ein dritter Platz beim Großen Preis von Kanada war seine beste Platzierung. Beim Großen Preis von Mexiko stellte Bottas mit einer Geschwindigkeit von 372,5 km/h einen neuen Rekord bei der Höchstgeschwindigkeit einer offiziellen FIA-Messung in der Formel 1 auf.[12] In der Fahrerwertung wurde er Achter.

Valtteri Bottas 2017 im Mercedes

Für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2017 wurde Bottas von Mercedes verpflichtet. Ursprünglich besaß er einen Vertrag mit Williams für eine weitere Saison, nach dem Rücktritt von Nico Rosberg wechselte er als dessen Nachfolger den Rennstall. Bei Mercedes wurde er Teamkollege von Lewis Hamilton.[13] Beim Saisonauftakt in Australien wurde er Dritter. Beim Großen Preis von Bahrain erzielt er seine erste Pole-Position. Im Rennen wurde er Dritter. Anschließend gewann er zwei Wochen später in Russland seinen ersten Grand Prix. Beim Großen Preis von Aserbaidschan erreichte er den zweiten Platz nach einem Überholmanöver gegen Lance Stroll auf der Start-Ziel-Gerade. Ein Rennen später in Österreich erzielte er seinen zweiten Sieg. Anschließend wurde er Zweiter beim Großen Preis von Großbritannien und Dritter beim Großen Preis von Ungarn. In Italien stand er als Zweiter ebenfalls auf dem Podium. Beim darauf folgenden Großen Preis von Singapur wurde er Dritter. Nach dem 17. Rennen belegte er den dritten Gesamtrang.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bottas ist mit der finnischen Schwimmerin Emilia Pikkarainen verheiratet.[14]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Formel 1 (Platz 4)
  • 2015: Formel 1 (Platz 5)
  • 2016: Formel 1 (Platz 8)
  • 2017: Formel 1

Statistik in der Formel-1-Weltmeisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Statistik umfasst alle Teilnahmen des Fahrers an der Formel-1-Weltmeisterschaft.

Gesamtübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Großer Preis der USA, 22. Oktober 2017

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
2013 Williams F1 Team Williams FW35 Renault 2.4 V8 19 4 17.
2014 Williams Martini Racing Williams FW36 Mercedes 1.6 V6 Turbo 19 2 4 1 186 4.
2015 Williams Martini Racing Williams FW37 Mercedes 1.6 V6 Turbo 18 2 136 5.
2016 Williams Martini Racing Williams FW38 Mercedes 1.6 V6 Turbo 21 1 85 8.
2017 Mercedes AMG Petronas Motorsport Mercedes F1 W08 EQ Power+ Mercedes 1.6 V6 Turbo 17 2 4 4 2 1 244 3.
Gesamt 94 2 6 11 2 2 655

Grand-Prix-Siege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
2013 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of South Korea.svg Flag of Japan.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg          
14 11 13 14 16 12 14 12 16 DNF 15 15 13 12 17 16 15 8 DNF          
2014 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of Russia.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg          
5 8 8 7 5 DNF 7 3 2 2 8 3 4 11 6 3 5 10 3          
2015 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of Russia.svg Flag of the United States.svg Flag of Mexico.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg          
WD 5 6 4 4 14 3 5 5 13 9 4 5 5 12* DNF 3 5 13          
2016 Flag of Australia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Russia.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Europe.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Hungary.svg Flag of Germany.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Japan.svg Flag of the United States.svg Flag of Mexico.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg      
8 9 10 4 5 12 3 6 9 14 9 9 8 6 DNF 5 10 16 8 11 DNF      
2017 Flag of Australia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Russia.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Azerbaijan.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Japan.svg Flag of the United States.svg Flag of Mexico.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg        
3 6 3 1 DNF 4 2 2 1 2 3 5 2 3 5 4 5        
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Junger Finne wird Williams-Testfahrer“ (Motorsport-Total.com am 29. Januar 2010)
  2. „Bottas wechselt mit Lotus-ART in die GP3“ (Motorsport-Total.com am 23. November 2010)
  3. „Williams testet Maldonado, bestätigt Bottas“ (Motorsport-Total.com am 25. Oktober 2010)
  4. „Bottas: ‚Ich weiß, ich kann's noch besser‘“ (Motorsport-Total.com am 15. November 2011)
  5. „Formel 1 - Williams bestätigt Maldonado für 2012“ (Motorsport-Magazin.com am 1. Dezember 2011)
  6. „Bottas 2012 ausschließlich Williams-Ersatzmann“ (Motorsport-Total.com am 13. Januar 2012)
  7. Markus Lüttgens: „Williams setzt 2013 auf Maldonado und Bottas“. Motorsport-Total.com, 28. November 2012, abgerufen am 28. November 2012.
  8. Petra Wiesmayer: „Startnummern: Romain Grosjean will die 8“. Speedweek.com, 3. Januar 2014, abgerufen am 12. Januar 2014.
  9. Stefan Ziegler: Keine Starterlaubnis: Verletzter Valtteri Bottas fährt nicht. Motorsport-Total.com, 15. März 2015, abgerufen am 15. März 2015.
  10. Sven Haidinger: Valtteri Bottas: Rücken-Übungen bis ans Karriereende. Motorsport-Total.com, 4. August 2015, abgerufen am 1. Januar 2016.
  11. Gerald Dirnbeck, Roman Wittemeier: Vertrag verlängert: Massa und Bottas bleiben bei Williams. Motorsport-Total.com, 3. September 2015, abgerufen am 5. September 2015.
  12. Heiko Stritzke: Keine 378 km/h: Williams nimmt Topspeed-Bestwert zurück. Motorsport-Total.com, 15. November 2016, abgerufen am 7. Januar 2017.
  13. AG, Mercedes-Benz by Daimler. „Valtteri Bottas joins Mercedes-AMG Petronas Motorsport for 2017“. Zugegriffen 16. Januar 2017. https://www.mercedesamgf1.com/en/mercedes-amg-f1/amg-f1-news/amg-f1-article/valtteri-bottas-joins-mercedes-amg-petronas-motorsport-for-2017/.
  14. Kuva: Suukko kirkon portailla – Valtteri Bottas ja Emilia Pikkarainen menivät naimisiin. Ilta-Sanomat, 10. September 2016, abgerufen am 11. September 2016 (finnisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Valtteri Bottas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien