Value in use

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Value in use (dt. Gebrauchswert) ist ein Begriff aus der angloamerikanischen Rechnungslegung.

Nach den internationalen Bewertungsvorschriften IFRS bzw. US GAAP ist der value in use definiert als der Barwert der zukünftigen Zahlungsströme, die durch die Verwendung eines Asset erzielt werden, also im Gegensatz zum fair value (objektiver Marktwert) ein subjektiver Bewertungsansatz, der den individuellen Nutzen für das Unternehmen widerspiegelt.

So hat zum Beispiel ein alter Lastwagen für eine Kohlenhandlung möglicherweise einen recht hohen Gebrauchswert (value in use), während der objektive Marktwert des Wagens (fair value) vergleichsweise gering sein kann.

Erwirbt ein Unternehmen die Vermögenswerte A und B (Marktwert: jeweils 1 Mio. €) für insgesamt 6 Mio. €, sind A und B mit jeweils 3 Mio. € ihrem Value in use (dem individuellen Wert für das erwerbende Unternehmen) entsprechend anzusetzen (keine Business Combination im Sinne von IFRS 3; Ansatz zum Value in Use gemäß IFRS 3.2 (b)).

Erwirbt das Unternehmen hingegen das andere Unternehmen, das die Vermögenswerte A und B besitzt (Marktwert wiederum jeweils 1 Mio. €), sind die Vermögenswerte mit ihrem Fair Value (Marktwert) von jeweils 1 Mio. € entsprechend anzusetzen. Der Differenzbetrag in Höhe von 4 Mio. € ist der individuelle Goodwill des erwerbenden Unternehmens (Business Combination im Sinne von IFRS 3, Ansatz zum Fair Value).