Vanilla Ice

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Vanilla Ice, 2011

Vanilla Ice, bürgerlich Robert Matthew Van Winkle (* 31. Oktober 1967 in Miami Lakes, Florida) ist einer der ersten weißen Rapper mit kommerziellem Erfolg.

Karriere[Bearbeiten]

Der Durchbruch gelang ihm Ende 1990 mit der Single Ice, Ice Baby, die sowohl in den USA als auch in Großbritannien die Spitze der Charts erreichte. Dieser Titel basiert auf einem Sample aus dem Song Under Pressure, aufgenommen von Queen und David Bowie. Sein 1989 erschienenes Debütalbum Hooked wurde daraufhin unter dem Namen To the Extreme ein Jahr später erneut veröffentlicht und belegte 16 Wochen lang Platz 1 in den Billboard-Charts. Die Single erreichte in den USA Platin für eine Million verkaufte Exemplare, das Album sogar 7-fach-Platin. Zu dem damaligen Zeitpunkt war er damit der erfolgreichste Rapper.

Durch Interviews, in denen er Falschaussagen über seine Vergangenheit machte, verlor der Rapper in der Szene seinen Ruf und andere Künstler des Genres wie beispielsweise Eminem machten sich über ihn lustig. Die Punk-Rock-Band The Offspring erwähnt ihn in dem Song Pretty Fly (For a White Guy), der von Anerkennung im Milieu und künstlerischer Glaubwürdigkeit handelt. Mit Play That Funky Music als zweiter Single gelang ihm aber noch ein weiterer Erfolg. Der Song basiert auf dem gleichnamigen Hit von Wild Cherry. Im Rahmen der US-amerikanischen Comedy-Sendung In Living Color entstand ein sarkastisches Musikvideo, in dem Jim Carrey unter dem Titel White, White Baby Vanilla Ice und seinen Tophit parodiert. 1991 brachte Vanilla Ice seinen Film Cool as Ice in die Kinos. Im Jahre 2001 wurde seine Erfolgsnummer Ice, Ice Baby von Reanimator neu aufgenommen und erzielte kleinere Verkaufserfolge. Im März 2007 wurde Ice, Ice Baby unter „Reanimator feat. Big Daddi & Vanilla Ice“ in Europa erneut mit einigen Remixen aus dem Electro- und Hip-Hop-Bereich veröffentlicht. Des Weiteren nahm er 1996 den Song Boom mit der Bloodhound Gang auf.

Zwischenzeitlich nannte sich Vanilla Ice nur noch V-Ice, damit er nach eigener Aussage nicht mehr nur mit seinem einzigen bekannten Song in Verbindung gebracht wurde. Das im Jahr 2005 erschienene Album Platinum Underground wurde jedoch wieder unter seinem bekannteren Künstlernamen Vanilla Ice veröffentlicht und zeigt eine deutliche Stiländerung. Neben einer neuen Version von Ice, Ice Baby sind auch viele Songs im Crossover-Stil darauf mit E-Gitarren und elektronischen Effekten.

2010 kehrte er noch einmal mit seinem großen Hit in die britischen Charts zurück, als die irischen Zwillinge von Jedward das Lied in der Castingshow The X Factor sangen und später eine Aufnahme mit ihm zusammen als Single veröffentlichten. In Irland erreichten sie Platz 1, in den UK-Charts kamen sie auf Platz 2.

Im Jahr 2012 spielte er sich selbst in einer erweiterten Nebenrolle in Der Chaos-Dad neben Adam Sandler.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1990 To the Extreme 13
(25 Wo.)
8
(12 Wo.)
6
(17 Wo.)
4
(20 Wo.)
1
(67 Wo.)
6
(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. August 1990
CH: Gold, UK: Platin, US: 7-fach Platin
Produzenten: Earthquake, Vanilla Ice, DeShay
1991 Extremely Live 49
(8 Wo.)
35
(3 Wo.)
30
(30 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. März 1991
US: Gold, Livealbum
Produzenten: Earthquake, Vanilla Ice, Gail King
1991 Cool as Ice (Soundtrack) 89
(? Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 1991
Soundtrack zum gleichnamigen Film
Produzenten: Pete Ganbarg, Gail King, Chris Cuben-Tatum

weitere Alben

  • 1989: Hooked
  • 1994: Mind Blowin’ (VÖ: 22. März)
  • 1998: Hard to Swallow (VÖ: 20. Oktober)
  • 2001: Bi-Polar (als V-Ice; VÖ: 23. Oktober)
  • 2003: Hot Sex (VÖ: 22. Juli)
  • 2005: Platinum Underground (VÖ: 16. August)
  • 2008: Vanilla Ice Is Back! – Hip Hop Classics (VÖ: 4. November)
  • 2011: W. T. F. (VÖ: 30. August)

Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1997: Back 2 Back Hits (Splitalbum mit MC Hammer)
  • 1999: The Best of Vanilla Ice
  • 2001: The Best Of
  • 2008: Best of Vanilla Ice
  • 2013: Non-Stop Hits
  • 2014: Icon

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1990 Ice Ice Baby
To the Extreme
2
(25 Wo.)
3
(16 Wo.)
2
(19 Wo.)
1
(15 Wo.)
1
(21 Wo.)
6
(18 Wo.)
28
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Juli 1990
DE, AT: Gold, UK, US: Platin
1990 Play That Funky Music
To the Extreme
19
(12 Wo.)
19
(6 Wo.)
14
(7 Wo.)
10
(6 Wo.)
4
(17 Wo.)
22
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. April 1990
US: Gold
1991 I Love You
To the Extreme
65
(5 Wo.)
45
(5 Wo.)
52
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Februar 1991
1991 Rollin’ in My 5.0
Extremely Live
70
(1 Wo.)
27
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. März 1991
1991 Satisfaction
Extremely Live
41
(3 Wo.)
22
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. Juli 1991
1991 Cool as Ice (Everybody Get Loose)
Cool as Ice (Soundtrack)
81
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 1991
feat. Naomi Campbell
2000 Ice Ice Baby 2001 45
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 2000
ReAnimator feat. Vanilla Ice
2010 Under Pressure (Ice Ice Baby)
Planet Jedward
2
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. Februar 2010
Jedward feat. Vanilla Ice

weitere Singles

  • 1991: Road to My Riches
  • 1991: Hooked
  • 1994: Roll ’em Up
  • 1994: The Wrath
  • 2001: Get Your Ass Up
  • 2010: Born on Halloween
  • 2011: Jump Around

Videos[Bearbeiten]

  • 1990: Play That Funky Music White Boy (US: Doppelplatin)
  • 1991: Ninja Rap

Gastrollen[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: Singles Alben DE UK US1 US2
  2. a b Gold-/Platin-Datenbanken: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vanilla Ice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien