Vanilla andamanica

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Vanilla andamanica
Systematik
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Unterfamilie: Vanilloideae
Tribus: Vanilleae
Gattung: Vanille (Vanilla)
Art: Vanilla andamanica
Wissenschaftlicher Name
Vanilla andamanica
Rolfe

Vanilla andamanica ist eine Pflanzenart aus der Gattung Vanille (Vanilla) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Sie wächst als Kletterpflanze auf den Andamanen und Nicobaren.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vanilla andamanica ist eine immergrüne Kletterpflanze. Die ledrigen Blätter sind länglich bis lanzettlich, vorne mit lang ausgezogener Spitze. Der Blattstiel misst 1 bis 1,5 Zentimeter, das Blatt ist 14 bis 19 Zentimeter lang und 2,5 bis 4 Zentimeter breit.[1]

Der traubige Blütenstand ist vielblütig, die Blütenstandsachse wird 2 bis 3 Zentimeter lang. Die Tragblätter sind oval bis länglich, stumpf oder etwas zugespitzt, 0,4 bis 0,5 Zentimeter lang. Fruchtknoten und Blütenstiel messen zusammen 2 Zentimeter. Die Blütenblätter werden 5 Zentimeter lang. Die drei äußeren Blütenblätter (Sepalen) sind länglich bis lanzettlich und an der Spitze fast stumpf. Die Petalen sind umgekehrt-lanzettlich, an der Basis leicht verschmälert, an der Spitze stumpf endend. Die Lippe ist nur sehr undeutlich gelappt. Der untere Teil der Lippe bildet eine Röhre, der vordere Rand ist gewellt. Der mittlere Lappen ist vorne dicht mit langen, nach hinten gerichteten Haaren besetzt. Längs der Lippe verlaufen drei verdickte, raue Adern; mittig befindet sich eine dicht mit verzweigten Haaren besetzte Stelle. Die Säule wird 3,5 Zentimeter lang, sie ist mit abgerundeten Flügeln versehen.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vanilla andamanica kommt auf den Andamanen und Nicobaren vor.[2] Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebiets wird der Bestand als empfindlich gegenüber Störungen angesehen.[3]

Systematik und botanische Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Orchidee wurde 1918 von Robert Allen Rolfe[4][2] nach einer Sammlung von C. E. Parkinson beschrieben.

Innerhalb der Gattung Vanilla wird Vanilla albida in die Untergattung Xanata und dort in die Sektion Thethya, die sämtliche Arten der Paläotropis enthält, eingeordnet.[5] Sie ähnelt besonders der südostasiatischen Vanilla albida, besitzt aber größere Blüten und andere Anhängsel auf der Lippe.[1] Weitere verwandte Arten sind Vanilla havilandii, Vanilla montana, Vanilla moonii, Vanilla sanjappae und Vanilla yersiniana.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Vanillier et la Vanille dans le Monde. In: Gilbert Bouriquet (Hrsg.): Encyclopédie Biologique. Band XLVI. Paul Lechevalier, Paris 1954.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Roland Portères: Le Genre Vanilla et ses Espèces. In: Le Vanillier et la Vanille dans le Monde. S. 220.
  2. a b Vanilla andamanica. In: The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew.
  3. Eric Hágsater, Vinciane Dumont, Alec M. Pridgeon, IUCN/SSC Orchid Specialist Group: Orchids: status survey and conservation action plan. 1996, ISBN 2-8317-0325-5, S. 92 (books.google.com).
  4. In: Bull. Misc. Inform. Kew. 1918, S. 237.
  5. a b Miguel A. Soto Arenas, Phillip Cribb: A new infrageneric classification and synopsis of the genus Vanilla Plum. ex Mill. (Orchidaceae: Vanillinae). In: Lankesteriana. Band 9, Nr. 3, 2010, S. 366–367 (ucr.ac.cr [PDF]).