Varen VS

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VS ist das Kürzel für den Kanton Wallis in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Varenf zu vermeiden.
Varen
Wappen von Varen
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Leukw
BFS-Nr.: 6116i1f3f4
Postleitzahl: 3953
Koordinaten: 613027 / 129858Koordinaten: 46° 19′ 12″ N, 7° 36′ 28″ O; CH1903: 613027 / 129858
Höhe: 760 m ü. M.
Fläche: 12,8 km²
Einwohner: 619 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 48 Einw. pro km²
Website: www.varen.ch
Varen

Varen

Karte
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Varen (walliserdeutsch: Faru; französisch: Varonne) ist eine politische Gemeinde und eine Burgergemeinde im Bezirk Leuk sowie eine Pfarrgemeinde im Dekanat Leuk des Kantons Wallis in der Schweiz. Die Wirtschaft wird vom Weinbau dominiert.

Der Name Varen setzt sich aus den keltischen Begriffen ver(o) (oben) und rona (Rand, Schlucht) und beschreibt die geografische Lage oberhalb der Dalaschlucht.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologische Grabungen bezeugen eine Besiedelung Varens bereits in der Bronzezeit (8. Jahrhundert v. Chr.). Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahr 1241 in einer Verkaufsurkunde eines Weinbergs.[2] 1543 wurden die Gemeindesatzungen schriftlich festgehalten.

Anlässlich der Schlacht vom Pfynwald 1799 wurden viele französische Eindringlinge in die Dalaschlucht geworfen. Aus Rache dafür wurde die Kirche «Mariä Sieben Schmerzen» niedergebrannt.[3]

1990 wurde die neue Verbindungsstrasse Varen-Leuk über die neu erbaute Dalabrücke eröffnet.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1798 1850 1900 1950 2000 2010 2012 2014 2016
Einwohner 282 413 484 605 602 624 614 616 619

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche Mariä Sieben Schmerzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gleichzeitig mit der Pfarreigründung 1783 errichtete Kirche wurde in der Schlacht um Pfyn beinahe vollständig zerstört. Von 1800 bis 1804 wurde sie wieder aufgebaut und 1870 durch zwei Emporen erweitert. Die beiden Erdbeben 1946 und 1960 richteten solchen Schaden an, dass die Kirche daraufhin neu gebaut werden musste.

Die heutige Kirche ist gebaut nach den Plänen von Architekt Walter Feliser. Der alte Turm wurde beibehalten und wird heute umgeben von einem vieleckigen Raum mit sechs Seiten. Die Kirchenfenster wurden von Anton Mutter gestaltet.[4]

Das Weindorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Varen werden auf einer Fläche von 132ha jährlich ca. 1 Mio. Liter Wein produziert. Neben typischen Walliser Rebsorten wie Rouge du Pays (=Cornalin du Valais, Walliser Cornalin), Chasselas, Johannisberg, der autochthonen Petite Arvine oder Cornalin d’Aoste (=Humagne Rouge, Cornalin) und Humagne Blanc werden auch Spezialitäten wie Gwäss (Gouais) und Plantscher angebaut.[5] Das Dorf zählt zehn Kellereien, die ausschließlich als Familienbetriebe geführt werden.

Jährlich findet Ende September das Pfyfoltru-Weinfest statt. Der Pfyfoltru (walliserdeutsch für Schmetterling) ist das Symbol für das Walliser Weindorf und steht gleichzeitig für einen speziellen Pinot Noir, der nur unter bestimmten Auflagen in und um Varen produziert wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gilbert Loretan (* 1963), Grossrat (2001–2013), Grossratspräsident (2009–2010)
  • Brigitte Albrecht-Loretan (* 1970 in Lax VS), ehemalige Skilangläuferin, wohnhaft in Varen
  • Didier Plaschy (* 1973), ehemaliger Schweizer Skirennfahrer

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Varen VS – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017, abgerufen am 20. September 2017.
  2. Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz. VS 14.01. Stand 2002 (PDF; 1,6 MB)
  3. Alois Grichting: Varen. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 21. Februar 2013, abgerufen am 6. November 2013.
  4. Dario Plaschy: Varner Pfarrkirche. Abgerufen am 6. November 2013.
  5. Genossenschaft Pro Varen – Broschüre 2013