Varenna

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Varenna
Wappen
Varenna (Italien)
Varenna
Staat: Italien
Region: Lombardei
Provinz: Lecco (LC)
Lokale Bezeichnung: Varéna
Koordinaten: 46° 0′ N, 9° 17′ OKoordinaten: 46° 0′ 30″ N, 9° 17′ 0″ O
Höhe: 220 m s.l.m.
Fläche: 11 km²
Einwohner: 783 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einw./km²
Postleitzahl: 23829
Vorwahl: 0341
ISTAT-Nummer: 097084
Volksbezeichnung: varennesi
Schutzpatron: Georg (Heiliger) (23. April)
Website: Varenna
Varenna02.JPG

Varenna ist eine Gemeinde mit 783 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Region Lombardei in der Provinz Lecco.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt auf einem Felsvorsprung am Fuße des Sasso di San Defendente am Ostufer des Comer Sees bei der Mündung des Flusses Esino und umfasst die Fraktionen Fiumelatte und Pino. Es verfügt über einen kleinen alten Fischerhafen. Die Nachbargemeinden sind: Bellagio (CO), Esino Lario, Griante (CO), Lierna, Menaggio (CO), Oliveto Lario und Perledo.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Varenna taucht erstmals 493 in der Stadtgeschichte von Mailand auf. Der Diakon Grato von Monza erwähnte das Fischerdorf in einer Urkunde von 769.

Er war zur Zeit der Kommunen mit Mailand verbündet und wurde 1126 von dessen Kriegsgegner Como zerstört. 1169 gewährte es den Überlebenden der Insel Comacina Asyl, die samt Burg und Kirchen von Como zerstört wurde. Dem Quartier, wo sie sich niederließen, gaben sie den Namen Insula nova. Er wurde zum zweiten Namen der ganzen Gemeinde, die bald zur reichsten des Comersees wurde. Der Exodus der Comaciner und die Hilfsbereitschaft der Varennesi werden jährlich am Tag des heiligen Johannes gefeiert. Die bekannten Handwerksmeister von Comacina sind die Nachfahren dieser Flüchtlinge.

Als Teil der Erzdiözese Mailand, wird in Varenna neben dem römischen Ritus der ambrosianische verwendet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Varenna liegt an der Eisenbahnlinie von Mailand nach Sondrio und Tirano im Veltlin oder nach Chiavenna.

Eine Autofähre verbindet Varenna mit Cadenabbia und Menaggio am Westufer sowie mit Bellagio. Außerdem gibt es noch Bootsverbindungen zu verschiedenen weiteren Orten am See.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswert sind die Pfarrkirche San Giorgio (12.- 14. Jahrhundert)[2] aus dem Jahr 1313 mit ihrem hohen Glockenturm, die Seepromenade, das Kastell Vezio sowie die Villa Monastero (19.- 20. Jahrhundert)[3] und die Villa Cipressi (16.- 17. Jahrhundert)[4].

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1954 finden in der Villa Monastero jährlich die Enrico Fermi-Sommerschulen der Italienischen Gesellschaft für Physik statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armanda Capeder: L’uomo dei due laghi, vita straordinaria di Andrea Brenta, patriota. Periplo Edizioni, Lecco 1996, ISBN 88-86113-33-1.
  • Vittorio Adami: Andrea Brenta da Varenna. Arti Grafiche Bari, Como 1924.
  • Giovanni Casaura (Hrsg): Andrea Brenta Patriota comasco del Risorgimento. Aletti editore, Villalba di Guidonia 2011.
  • Franco Bartolini: Lario nascosto. Edizione Editoriale, Como, 2006

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Varenna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Pfarrkirche San Giorgio (Foto)
  3. Villa Monastero (Foto)
  4. Villa Cipressi (Foto)