Vassar College

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Vassar College
Logo
Motto Purity and Wisdom (Reinheit und Weisheit)
Gründung 1861
Trägerschaft privat
Ort Poughkeepsie, Vereinigte Staaten
Präsident Catharine Bond Hill (seit 2006)
Studenten 2.450
Stiftungsvermögen 804,9 Millionen US-Dollar (2012)
Hochschulsport Brewers (Liberty League)
Website www.vassar.edu
Hauptgebäude
Vassar College, Stich von 1864

Das Vassar College ist eine amerikanische Elitehochschule in Poughkeepsie.

Vassar war immer eines der Symbole der sogenannten weißen angelsächsischen protestantischen Elite der USA, auch bekannt als WASP. Das College wurde in diesem Sinn in einem Atemzug mit Harvard, Princeton und Yale genannt. Es wurde 1861 von Matthew Vassar als College für Frauen gegründet, 1969 jedoch im Rahmen der Koedukationsbestrebungen an privaten Hochschulen Vorreiter bei der gemeinsamen Ausbildung von Männern und Frauen. Das Vassar College gehört mit sechs anderen Colleges für Frauen zu den „Seven Sisters“-Colleges.

Der Campus des Vassar Colleges ist ein 4 km² großes Areal, auf dem auch die Mehrheit der etwa 2400 Studenten lebt. Die dortige Bibliothek ist bekannt für ihre Sammlung von Quellen Albert Einsteins und Elizabeth Bishops.

Berühmte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Professoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Lauf der Zeit waren zahlreiche bekannte Personen als Lehrer am Vassar College angestellt:

Absolventen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diplomaten, Politiker, Aktivisten und Spione


Autoren

  • Shana Alexander, Journalistin. Sie war Autorin und Kolumnistin des Life-Magazins und dort die erste Frau in dieser Position. Darüber hinaus war sie allerdings besser bekannt für ihre Debatten bei „Point-Counterpoint“ im Nachrichtenmagazin 60 Minutes.
  • Elizabeth Bishop, Dichterin und Schriftstellerin der Moderne
  • Elizabeth Williams Champney, Autorin
  • Esther Mona Friesner-Stutzman, Schriftstellerin
  • Sue Kaufman, Autorin, bekannt durch "Diary of a Mad Housewife"
  • Joseph Hillstrom King, Schriftsteller. Seine Werke erscheinen unter dem Pseudonym Joe Hill.
  • Owen King, Schriftsteller
  • Jane Kramer, Journalistin und Schriftstellerin
  • Lois Bancroft Long, Kolumnistin, die zur Zeit der Prohibition insbesondere durch ihre Arbeit für die amerikanische Zeitschrift "The New Yorker" unter ihrem Pseudonym Lipstick (Lippenstift) bekannt wurde.
  • Mary McCarthy, Romanautorin, Kritikerin und Frauenrechtlerin.
  • Edna St. Vincent Millay, Lyrikerin und Dramatikerin sowie die dritte Frau, die den Pulitzer-Preis für lyrische Dichtkunst erhielt. Sie war bekannt für ihren unkonventionellen und bohemienhaften Lebensstil. Für ihre frühen Prosa-Werke verwendete sie das Pseudonym Nancy Boyd.
  • Regina „Reggie“ Nadelson, Journalistin und Romanautorin, bekannt durch ihre Krimi-Reihe um den New Yorker Cop Artie Cohen.
  • Mary Oliver, Schriftstellerin und Pulitzer-Preis-Trägerin
  • Kimberly Quinn, Journalistin. Von 1996 bis 2004 war sie Herausgeberin der englischen Zeitschrift "The Spectator". Ihre Affäre mit dem britischen Heimatschutzminister David Blunkett führte zum Rücktritt des Ministers.
  • Alexandra Ripley, Schriftstellerin u.a. für "Scarlett", eine Fortsetzung des Romans "Vom Winde verweht" von Margaret Mitchell.
  • Marie Freid Rodell, Literaturagentin, zu deren Klienten unter anderem die Sachbuchautorin Rachel Carson und kurzzeitig auch Martin Luther King zählte.
  • Greg Rucka, Autor
  • Jane Smiley, Pulitzer-Preisträgerin, Romanautorin
  • Paula Volsky, Schriftstellerin, die vor allem quasi-historische Fantasy-Romane geschrieben hat. Ihr Roman The Grand Ellipse wurde 2000 für den World Fantasy Award und Michael Whelan für das Cover ihres Buches Illusion für den Hugo (Original Artwork) nominiert.
  • Jean Webster, Schriftstellerin und Journalistin, die sich vorwiegend mit Frauenthemen beschäftigte.
  • Christina Weir und Nunzio DeFilippis, Comic-Autoren


Theater, Film und Fernsehen

Wissenschaft

  • Ruth Benedict, Anthropologin und Begründerin einer kulturvergleichenden Anthropologie
  • Csilla Freifrau von Boeselager, Chemikerin sowie Person humanitäre Hilfe
  • Patricia Goldman-Rakic, Neurowissenschaftlerin, der grundlegende Entdeckungen über die neuronale Basis höherer kognitiver Funktionen im präfrontalen Cortex und Neocortex gelangen.
  • Grace Hopper, Informatikerin und Computerpionierin
  • Mary Cover Jones, Entwicklungspsychologin
  • Christine Ladd-Franklin, Mathematikerin (Logik) und Psychologin. Sie gilt als erste Frau, die in den USA alle notwendigen formalen Voraussetzungen für eine Promotion in Mathematik erlangte (1883), obwohl ihre Promotion formal erst 1926, 43 Jahre später, anerkannt wurde.
  • Ellen Henrietta Swallow Richards, Chemikerin und Ökologin. Sie war eine der Begründerinnen der "Umwelthygiene", der Vorstufe der modernen wissenschaftlichen Ökologie.
  • Vera Rubin, Astronomin, die sich vorwiegend mit der Erfassung der Verteilung der dunklen Materie beschäftigt.

Kunst

Ehemalige Studenten ohne Abschluss vom Vassar College


Erwähnung in der Kultur

  • Georgias Gesetz. Filmdrama mit Lindsay Lohan, Felicity Huffman und Jane Fonda. Plan der Hauptdarstellerin Lindsay Lohan diese Hochschule zu besuchen.
  • Miss Undercover. Filmkomödie mit Sandra Bullock, in der ihr die Studentin Beth vom Vassar College vorgestellt wird.
  • Der Dunkle Turm (Originaltitel: The Dark Tower) Im letzten Band der Fantasy-Saga des Schriftstellers Stephen King.
  • Im Bann des Jade Skorpions. Gangsterkomödie von Woody Allen. Betsy Anne Fitzgerald, gespielt von Helen Hunt, war eine Absolventin.
  • Die Simpsons erwähnen das Vassar College mehrere Male, z.B. in Folge 124 oder 210.
  • Gilmore Girls in der Folge 2.21. Wäre Lorelai Gilmore nicht in der Highschool schwanger geworden, hätte sie gerne das Vassar College besucht.
  • Friends in der Folge 2.20.
  • Durchgeknallt (Originaltitel: Girl, Interrupted) Die Figur Georgina Tuskin ist Absolventin in Susanna Kaysens Erinnerungsliteratur.
  • James Bond 007 – Moonraker – Streng geheim Die Figur Holly Gooodhead spielt eine Absolventin.
  • Eine entheiratete Frau. Im Spielfilm ging die Hauptdarstellerin Erica Benton nach Vassar.
  • Dharma & Greg. Gregs Mutter, Kitty Montgomery, war auf dem Vessar College. Auch eine Sekretärin (Folge 3.13)von Greg war dort.
  • Im Buch "Three Vassar Girls Abroad: Rambles of Three College Girls on a Vacation Trip Through France and Spain for Amusement..." von Elizabeth Williams Champney.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Eine Frauen-Universität – Friedrich Hofmann, illustriert, in Die Gartenlaube (1866), Heft 47, S. 732–734

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vassar College – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 41° 41′ 13″ N, 73° 53′ 43″ W