Vechelde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Vechelde
Vechelde
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Vechelde hervorgehoben

Koordinaten: 52° 16′ N, 10° 22′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Peine
Höhe: 77 m ü. NHN
Fläche: 75,87 km2
Einwohner: 17.247 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 227 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38159
Vorwahlen: 05302, 05300
Kfz-Kennzeichen: PE
Gemeindeschlüssel: 03 1 57 007
Gemeindegliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hildesheimer Straße 85
38159 Vechelde
Website: www.vechelde.de
Bürgermeister: Ralf Werner (SPD)
Lage der Gemeinde Vechelde im Landkreis Peine
HohenhamelnIlsedeLengedeVecheldePeineWendeburgEdemissenLandkreis PeineNiedersachsenBraunschweigLandkreis GifhornLandkreis WolfenbüttelSalzgitterLandkreis HildesheimRegion HannoverKarte
Über dieses Bild

Vechelde ist eine Gemeinde mit 17.247 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2018) im Landkreis Peine in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Vechelde liegt im Übergangsbereich zwischen den Ausläufern des nördlichen Harzvorlandes und dem Norddeutschen Tiefland, linksseitig des Flusses Oker. Sie grenzt unmittelbar an die drei Städte Braunschweig, Salzgitter und Peine.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus folgenden Ortsteilen:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbargemeinden von Vechelde sind:

Peine Wendeburg
Ilsede Nachbargemeinden Braunschweig
Lengede Salzgitter

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vechelde liegt innerhalb der gemäßigten Breiten im Übergangsbereich zwischen ozeanisch und kontinental geprägten Gebieten.

Niederschlagsmittelwerte in der Gemeinde Vechelde 1961–1990 (Ortsteil Fürstenau)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gebietsreform in Niedersachsen bestand die damalige Gemeinde Vechelde lediglich aus dem heutigen Ortsteil Vechelde.

Am 1. März 1974 wurden im Zuge der Gebietsreform die 17 Ortschaften Alvesse, Bettmar, Bodenstedt, Denstorf, Fürstenau, Groß Gleidingen, Klein Gleidingen, Köchingen, Liedingen, Sierße, Sonnenberg, Vallstedt, Vechelade, Vechelde, Wahle, Wedtlenstedt und Wierthe zur neugeschaffenen Einheitsgemeinde Vechelde zusammengefasst.[2] Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gemeinde etwa 12.900 Einwohner.[3]

Zuvor bildeten die Orte selbstständige Gemeinden im Landkreis Braunschweig. Seit dessen Auflösung am 1. März 1974 gehören die Gemeinde und ihre Ortschaften zum Landkreis Peine.

Im Juli 2014 war Vechelde Ausrichter des Kulturfestes Tag der Braunschweigischen Landschaft.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Quelle
1975 12.748 [3]
1976 12.571 [3]
1977 12.613 [3]
1978 12.594 [3]
1980 12.764 [3]
1985 13.692 [3]
1990 14.585 [3]
1995 15.005 [3]
2000 16.095 [3]
2005 16.230 [3]
Jahr Einwohner Quelle
2010 16.094 [3]
2012 16.014 [4]
2013 16.264 [4]
2014 16.353 [4]
2015 16.738 [3]
2016 16.925 [3]
2017 17.071 [3]
2018 17.247 [3]
0
0
Jahresdiagramm

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus Vechelde

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Vechelde besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern.[5] Die 32 Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2016 und endet am 31. Oktober 2021.

Stimmberechtigt im Rat der Gemeinde ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Die letzten Kommunalwahlen ergaben das folgende Ergebnis:

Kommunalwahl SPD CDU Grüne FDP WVS Gesamt
11. September 2016 17 10 4 1 32 Sitze
11. September 2011 17 10 4 1 32 Sitze
10. September 2006 17 12 2 1 32 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde Vechelde seit 1974
1974–1981 Werner Kirschner SPD
1981–1986 Carl Lauenstein CDU
1989–1996 Heinz Otto Schoeck CDU
1996–1998 Horst Hartmann SPD
1998–2014 Hartmut Marotz SPD
2014–Dato Ralf Werner SPD

Hauptamtlicher Bürgermeister ist Ralf Werner (SPD). Am 6. Juli 2014 wählten die Wähler der Gemeinde den Nachfolger des seit 1998 amtierenden Bürgermeisters Hartmut Marotz (SPD).[6] Ralf Werner trat sein Amt am 1. November 2014 an.

Bis 1998 blieben die politische Vertretung der Gemeinde und die Verwaltung voneinander getrennt: Ein ehrenamtlicher Bürgermeister als höchster Repräsentant der Gemeinde und ein hauptamtlicher Gemeindedirektor als Leiter der Verwaltung. Nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz gibt es seit 1998 einen hauptamtlichen Bürgermeister, der auch Leiter der Verwaltung ist und unmittelbar durch die Einwohner der Gemeinde gewählt wird.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindewappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entwurf des Kommunalwappens der Gemeinde Vechelde stammt von dem Braunschweiger Heraldiker und Autor Wilhelm Krieg.[7][8]

  • Das Wappen wurde am 13. Juli 1965 durch den Gemeinderat beschlossen und am 12. Januar 1966 vom braunschweigischen Regierungspräsidenten genehmigt.[8]
  • Die Entscheidung der zum 1. Januar 1974 neugeschaffenen Gemeinde, das Wappen fortzuführen, wurde am 6. Mai 1975 durch den Gemeinderat beschlossen und am 31. Oktober 1975 durch den Kreis Peine genehmigt.[8]
Wappen von Vechelde
Blasonierung: „In Blau ein goldener Schrägbalken, belegt mit drei roten Rosen mit goldenen Butzen.“[8][9]
Wappenbegründung: Das Gemeindewappen stellt eine farbliche Abwandlung des ehemaligen Wappens der Familie von Vechelde dar. Schon bei diesem Wappen waren auf silbernem Schildgrund drei silberne Rosen auf einem schwarzen Schrägbalken zu sehen. Die Farbgebung Blau-Gold drückt die Zugehörigkeit der Gemeinde zum Landkreis Braunschweig aus, zu dem Vechelde zu jener Zeit gehörte.

Wappen der Samtgemeinde Vechelde (1968–1974)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Gemeindewappen gab es von 1968 bis zur Gebietsreform 1974 ein eigenes Wappen für die Samtgemeinde Vechelde, die aus einem Zusammenschluss der Ortschaften Bodenstedt, Denstorf, Fürstenau, Klein Gleidingen, Köchingen, Liedingen, Sophiental, Vechelade, Vechelde und Wedtlenstedt bestand. Der Entwurf dieses Wappens stammt ebenfalls von dem Braunschweiger Heraldiker und Autor Wilhelm Krieg.[7][10] Das Wappen wurde am 6. November 1967 vom Samtgemeinderat beschlossen und am 26. März 1968 vom Verwaltungspräsidenten genehmigt.

Wappen von Vechelde
Blasonierung: „In Gold ein blauer Wellenschrägbalken zwischen je einer roten Rose mit goldenem Butzen.“[11]
Wappenbegründung: Der Wellenschrägbalken stellte eine Abwandlung des Balkens des Gemeindewappens dar und sollte die Lage der Ortschaften zu beiden Seiten der Aue und des Mittellandkanals darstellen. Die Farbgebung wurde zwar anders angeordnet, blieb aber die gleiche.

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge und Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge: Die Flagge der Gemeinde Vechelde zeigt die Farben Blau und Gelb, in der Mitte das Wappen der Gemeinde Vechelde.[12]

Dienstsiegel: Das Dienstsiegel enthält das Wappen der Gemeinde Vechelde und die Umschrift „Gemeinde Vechelde, Landkreis Peine“.[13]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Vechelde unterhält Städtepartnerschaften mit:[14]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Vechelde besteht aus 13 Ortsfeuerwehren. Diese gliedern sich zurzeit in eine Schwerpunktfeuerwehr, zwei Stützpunktfeuerwehren und zehn Grundausstattungsfeuerwehren.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch einen Halt an der Bahnstrecke Hannover–Braunschweig besitzt die Gemeinde Anschluss zum Schienenpersonennahverkehr.

Durch den Osten des Gemeindegebietes führt in Nord-Süd Ausrichtung der Stichkanal Salzgitter, eine Bundeswasserstraße, die den Mittellandkanal mit den Hafenanlagen der Stadt Salzgitter verbindet. Der Yachthafen Heidanger am Stichkanal Salzgitter bei Wedtlenstedt bietet 90 Liegeplätze.[15]

Über die Bundesstraße B 65 ist das Gemeindegebiet mit der Kreisstadt Peine verbunden. Die B 1 führt ostwärts nach Braunschweig, in west-südwestlicher Richtung führt sie nach Hildesheim.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zentralort befinden sich Schulen der allgemeinbildenden Schulformen der Sekundarstufe I (Hauptschule, Realschule und Gymnasium), eine Grundschule für die Jahrgangsklassen 1 bis 4 und eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Das Schulgebäude der Orientierungsstufe Vechelde wurde 2004 zum Gymnasium umgestaltet.

Weitere Grundschulen und Niederlassungen der Grundschule Vechelde existieren in den Ortsteilen Bettmar, Sierße, Vallstedt und seit 1997 im Ortsteil Wedtlenstedt, dem nach dem Zentralort Vechelde zweitgrößten Ortsteil der Gemeinde.

Grundschulen

  • Albert-Schweitzer-Schule, Grundschule mit Schulkindergarten, Vechelde
    • Grundschule Außenstelle Bettmar
    • Grundschule Außenstelle Sierße
  • Heinrich-Kielhorn-Schule, Vallstedt
  • Grundschule Löwenherz, Wedtlenstedt

Hauptschule

  • Albert-Schweitzer-Schule, Vechelde

Realschule

  • Realschule Vechelde, Vechelde

Gymnasium

  • Julius-Spiegelberg-Gymnasium, Vechelde

Förderschule

  • Albert-Schweitzer-Schule, Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, Vechelde

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vechelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 268.
  3. a b c d e f g h i j k l m n o p Bevölkerungszahlen. In: Internetseite Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Abgerufen am 24. Juli 2019.
  4. a b c Einwohnerzahlen und Flächen im Landkreis Peine. (PDF; 14 KB) In: Internetseite Landkreis Peine. Abgerufen am 12. November 2017.
  5. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG); § 46 – Zahl der Abgeordneten. In: Internetseite Niedersächsisches Vorschrifteninformationssystem (NI-VORIS). 17. Dezember 2010, abgerufen am 24. Juli 2019.
  6. Werner wird Nachfolger von Marotz. In: Internetseite Peiner Allgemeine Zeitung. 6. Juli 2014, abgerufen am 24. Juli 2019.
  7. a b Wappenentwürfe von Wilhelm Krieg. In: Wikimedia Commons. Abgerufen am 24. Juli 2019.
  8. a b c d Arnold Rabbow: Braunschweigisches Wappenbuch. Die Wappen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Hrsg.: Braunschweiger Zeitung, Salzgitter Zeitung und Wolfsburger Nachrichten. Eckensberger & Co Verlag, Braunschweig 1977, DNB 780686667, S. 96.
  9. Hauptsatzung, § 2 Hoheitszeichen/Dienstsiegel, Absatz 1. (PDF; 39 KB) In: Internetseite der Gemeinde Vechelde. 19. Dezember 2011, S. 1, abgerufen am 24. Juli 2019 (Die unheraldische Beifügung, „Der Balken verläuft von links oben nach rechts unten,“ die zur exakten Blasonierung nicht notwendig ist, wird hier fortgelassen).
  10. Arnold Rabbow: Braunschweigisches Wappenbuch. Die Wappen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Hrsg.: Braunschweiger Zeitung, Salzgitter Zeitung und Wolfsburger Nachrichten. Eckensberger & Co Verlag, Braunschweig 1977, DNB 780686667, S. 96–97.
  11. Wappen der Samtgemeinde Vechelde 1968 bis 1974. In: www.ngw.nl. Abgerufen am 24. Juli 2019.
  12. Hauptsatzung, § 2 Hoheitszeichen/Dienstsiegel, Absatz 2. (PDF; 39 KB) In: Internetseite der Gemeinde Vechelde. 19. Dezember 2011, S. 1, abgerufen am 24. Juli 2019.
  13. Hauptsatzung, § 2 Hoheitszeichen/Dienstsiegel, Absatz 3. (PDF; 39 KB) In: Internetseite der Gemeinde Vechelde. 19. Dezember 2011, S. 1, abgerufen am 24. Juli 2019.
  14. Partnerstädte. In: Internetseite der Gemeinde Vechelde. Abgerufen am 24. Juli 2019.
  15. Yachthafen Heidanger. In: Internetseite ADAC Skipper-Portal. Abgerufen am 24. Juli 2019.