Velars-sur-Ouche

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Velars-sur-Ouche
Wappen von Velars-sur-Ouche
Velars-sur-Ouche (Frankreich)
Velars-sur-Ouche
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Côte-d’Or
Arrondissement Dijon
Kanton Talant
Gemeindeverband Ouche et Montagne
Koordinaten 47° 19′ N, 4° 54′ OKoordinaten: 47° 19′ N, 4° 54′ O
Höhe 254–586 m
Fläche 12,13 km2
Einwohner 1.688 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 139 Einw./km2
Postleitzahl 21370
INSEE-Code

Velars-sur-Ouche ist eine französische Gemeinde im Département Côte-d’Or im Arrondissement Dijon in der Region Bourgogne-Franche-Comté mit 1688 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Velars-sur-Ouche liegt ungefähr 10 Kilometer westlich von Dijon. Durch den Ort fließen die Ouche und der Canal de Bourgogne.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 16. Jahrhundert sind in Velars eine Vielzahl kunsthandwerklicher und industrieller Betriebe ansässig gewesen: unter anderem gab es Schmiedearbeiten, Papierherstellung, Glasarbeiten, Mühlen, Ziegelherstellung, Ölmühlen, Senfherstellung. Eine Glockengießerei fertigte zwischen 1907 und 1909 über 300 Glocken an, was diese Glockengießerei bekannt machte.

In Velars-sur-Ouche ereigneten sich zwei schwere Eisenbahnunfälle:

  • Am Viaduc de la Combe des Biches entgleiste 1888 ein Zug. Ein großer Teil des Viadukts wurde 1944 während des Zweiten Weltkrieges von den Deutschen zerstört.
  • Am Viaduc de la Combe de Fain, auch er wurde 1944 während des deutschen Rückzugs schwer beschädigt, entgleiste am 23. Juli 1962 der Nachtzug von Paris nach Marseille, weil er eine Kurve vor der Brücke zu schnell durchfahren hatte. Ein Wagen stürzte von der Brücke und wurde schwer beschädigt. 39 Menschen starben, 46 weitere wurden verletzt.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kapelle 'Notre Dame d’Etang': Oberhalb des Ortes liegt die Kapelle "Notre Dame d’Etang", welche auch das Wahrzeichen von Velars-sur-Ouche ist. Die Kapelle wurde Ende des 19. Jahrhunderts an der Stelle erbaut, an der Hirten 1435 eine kleine Marienstatue fanden. Zurzeit ist die Kapelle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Es finden jährlich mehrere Wallfahrten zu der Kapelle statt, zum Muttertag und jeweils am ersten Sonntag im Juli und im September. Die Marienstatue auf der Kapelle ist 8 Meter hoch und wiegt ungefähr 10 Tonnen.
  • Schloss Pingat: aus dem 19. Jahrhundert
  • ehemalige Schloss Debost: das ehemalige Schloss ist von einem Park umgeben und liegt in Velars-sur-Ouche (hinter der Bäckerei)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Velars-sur-Ouche liegt an der Autoroute A38 und der Bahnstrecke Paris–Marseille.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Velars-sur-Ouche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter W. B. Semmens: Katastrophen auf Schienen. Eine weltweite Dokumentation. Transpress, Stuttgart 1996, ISBN 3-344-71030-3, S. 167.