Veldenz

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Veldenz
Veldenz
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Veldenz hervorgehoben

Koordinaten: 49° 53′ N, 7° 2′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Bernkastel-Kues
Höhe: 170 m ü. NHN
Fläche: 14,41 km2
Einwohner: 975 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54472
Vorwahl: 06534
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 126
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Gestade 18
54470 Bernkastel-Kues
Website: www.veldenz-mosel.de
Ortsbürgermeister: Norbert Sproß
Lage der Ortsgemeinde Veldenz im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Eifelkreis Bitburg-PrümLandkreis BirkenfeldLandkreis Cochem-ZellLandkreis VulkaneifelTrierLandkreis Trier-SaarburgRhein-Hunsrück-KreisBernkastel-KuesBraunebergBurgen (bei Bernkastel-Kues)ErdenGornhausenGraach an der MoselHochscheidKestenKleinichKommenLieser (Gemeinde)LösnichLongkampMaring-NoviandMinheimMonzelfeldMülheim an der MoselNeumagen-DhronPiesportÜrzigVeldenzWintrichZeltingen-RachtigBausendorfBengel (Mosel)Diefenbach (bei Wittlich)FlußbachHontheimKinderbeuernKinheimKrövReilWillwerscheidBettenfeldDierfeldEckfeldEisenschmittGipperathGreimerath (Eifel)GroßlittgenHasborn (Eifel)Karl (Eifel)LaufeldManderscheidMeerfeldMusweilerNiederöfflingenNiederscheidweilerOberöfflingenOberscheidweilerPantenburgSchladtSchwarzenborn (Eifel)WallscheidBerglichtBreitBüdlichBurtscheid (Hunsrück)DeuselbachDhroneckenEtgertGielertGräfendhronHeidenburgHilscheidHorathImmertLückenburgMalbornMerschbachNeunkirchen (Hunsrück)RorodtSchönberg (bei Thalfang)TallingThalfangBurg (Mosel)EnkirchIrmenachLötzbeurenStarkenburg (Mosel)Traben-TrarbachAltrichArenrathBergweilerBinsfeld (Eifel)Bruch (Eifel)DierscheidDodenburgDreisEsch (bei Wittlich)Gladbach (Eifel)HeckenmünsterHeidweilerHetzerath (Eifel)HupperathKlausen (Eifel)LandscheidMinderlittgenNiersbachOsann-MonzelPlatten (bei Wittlich)PleinRivenichSalmtalSehlem (Eifel)MorbachWittlichKarte
Über dieses Bild
Das Dorf Veldenz 2019
Schloss Veldenz am Tag des offenen Denkmals 2005

Veldenz ist eine rheinland-pfälzische Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich und früherer Hauptsitz der gleichnamigen Grafschaft, eines ehemals bedeutenden Fürstentums, dem 120 Dörfer und Städte im heutigen Rheinland-Pfalz und im nördlichen Elsass und Lothringen angehörten. Veldenz ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veldenz liegt im Bereich der Mittelmosel in einer weiten Tallandschaft, die von flachen Hängen und einstigen Moselschleifen bestimmt ist. Veldenz befindet sich auf der rechten Uferseite der Mosel, liegt jedoch nicht unmittelbar am Wasser, sondern rund zwei Kilometer landeinwärts direkt unter den ersten Hunsrückwäldern. Rund 850 Hektar der 1441 Hektar-Gemeindefläche bestehen aus Wald; auf etwa 130 Hektar wird Weinbau betrieben.

Raumplanung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort gliedert sich in Veldenz und Thalveldenz.[3] Benachbarte Gemeinden sind unter anderem Burgen und Mülheim an der Mosel. Nächstgelegene Mittelzentren sind Bernkastel-Kues, etwa zehn Kilometer entfernt, und Wittlich, etwa 17 Kilometer entfernt. Trier liegt in etwa 45 Kilometer Entfernung.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veldenz liegt innerhalb der gemäßigten Klimazone; es herrscht ein im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands sehr warmes und sonniges Klima – im benachbarten Brauneberg wurde am 11. August 1998 die Rekordtemperatur von 41,2 °C im Schatten, die höchste jemals in der Bundesrepublik gemessene Lufttemperatur, festgestellt. Durch die Lage im Lee der Eifel werden Niederschläge bei Nordwestwetterlagen häufig abgehalten. Eine ständige Verdunstung des nahen Moselwassers führt zu regelmäßig hoher Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für teilweise belastendes, schwüles Wetter sorgt und auch zahlreiche Gewitter mit sich bringt.

Am 26. August 2011 wurde der Ort von einem schweren Gewitter heimgesucht, in dessen Verlauf durch Hagelschlag fast alle Hausdächer und viele Hauswände beschädigt wurden und ein Großteil der erntereifen Weinreben und andere Feldfrüchte vernichtet wurden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits etwa 500 v. Chr. siedelten die Treverer, ein keltisch-germanisches Mischvolk, im fruchtbaren Tal von Veldenz. Rund 50 v. Chr. bis 500 n. Chr. folgte die Besiedelung durch die Römer.[4]

Wie auch in den umliegenden Gemeinden,[5] sind in Veldenz etliche Spuren aus der Kelten- und Römerzeit gefunden worden. Oberhalb von Thalveldenz steht eine sogenannte Heidenmauer, der keltischer Ursprung zugeschrieben wird. Es handelt sich um einen 1.400 m² großen Wallkörper der auf dem Burgberg in 426 m eine mehr als sechs Hektar große Innenfläche schützt.[6] Dort wurden Siliqua-Münzen von Constantin III. (407–411) und Jovinus (411–413) gefunden, was auf eine militärische Nutzung durch die Römer hinweist.[7] In der Nähe der Heidenmauer liegt ein römischer Grabhügel.[8] Auch ein römisches Brandgrab wurde schon entdeckt.[9] Im Ortskern von Veldenz befindet sich eine römische Therme die etwa Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. angelegt und Mitte des 4. Jahrhunderts erneuert wurde und zu einer noch nicht weiter ausgegrabenen Villa rustica gehört.[10][11]

Es wird vermutet, dass Veldenz zwischen dem 6. und dem 9. Jahrhundert ein Allod, d. h. Eigentum des Bistums Verdun wurde. Weil es in keiner der Urkunden, die sich auf diese Epoche beziehen explizit genannt wird, wird darüber diskutiert wie es denn dazu gekommen sein soll.

Eine Möglichkeit ist, dass das Veldenzer Tal schon ab dem 6. Jahrhundert zum Bistum Verdun gehörte. Bertharius von Verdun beschrieb in seiner um das Jahr 915 verfassten Bistumschronik, dass das Bistum zur Zeit des Bischofs Agericus (Amtszeit 550–588[12]) Ländereien an der Mosel und „Mondium“ vom austrasischen König Childebert II. (Regentschaft 575–596) geschenkt bekommen habe, darunter einige womit es seinen Bedarf an Wein decken könne und etwas „was unterhalb von Trier“ lag.[13] Der Historiker Crollius sah darin den Nachbarort Mülheim beschrieben, zu dem Veldenz gehört hätte.[14]

Es ist aber auch denkbar, dass das Veldenzer Tal noch im 7. Jahrhundert dem fränkischen Adligen und Großgrundbesitzer Adalgisel, auch Grimo genannt, gehörte, der es mit einem Testament vom Dezember 634 dem Bistum Verdun hinterlassen haben soll. In der aus dem 10. Jahrhundert stammenden Abschrift dieses Testaments ist der am gegenüberliegenden Moselufer gelegene Nachbarort Lieser als Teil seines zu vererbenden Grundbesitzes namentlich genannt.[15][16][17][18][19]

Nach einer Chronik von M. Merian und M. Zeiller aus dem 17. Jahrhundert, deren Wahrheitsgehalt allerdings infrage gestellt wird,[14] wäre Veldenz nach der Römerzeit eine fränkische Landschaft gewesen, die Karl der Große (Regentschaft 768–814) zu einer erbeigenen Herrschaft gemacht habe. Im Jahr 930 sei Philips Graf zu Veldenz gewesen, der Hofmeister des ostfränkischern Kaisers Heinrich I.[20]

Im Jahr 1047[21] oder 1049[22] gab Diedrich, 41. Bischof von Verdun (Amtszeit ca. 1046 bis 1089), einen Teil davon an die St.-Magdalenen-Kirche in Verdun ab.[22] Das Bistum Verdun belehnte die Grafen von Veldenz mit dem Amtsbezirk Veldenz.[22] Der umfasste das ganze Veldenzer Tal mit dem Dorf Veldenz, dem Weiler Thalveldenz, dem Hauptort Mühlheim, den umliegenden Dörfern Andel, Burgen, Fahls (heute Ortsteil von Burgen) und Dusemont (heute Brauneberg).[22] Die eigentliche Grafschaft Veldenz war allerdings wesentlich größer, zu ihr gehörten auch weiter entfernt liegende Territorien anderer Lehensherren. (→ Siehe Artikel Grafschaft Veldenz) Der sogenannte Stammvater der Grafen von Veldenz war wohl Emich V. (1086–1115), Graf von Kyrburg und Schmidtburg, und sein jüngerer Sohn Gerlach folgte ihm von 1112 bis 1140 als erster der den Stammsitz in Veldenz im Namen trug.[22]

Das Amt Veldenz war in drei Pfarreien organisiert mit Sitz in Veldenz, Mühlheim und Dusemont. Zur Pfarrei Veldenz gehörten auch Burgen, Gornhausen und Thalveldenz.[23] Die Kirchen in Veldenz und Dusemont standen im Eigentum des Verduner Magdalenenstifts.[23]

Möglicherweise im Jahr 1129 erbaute Gerlach I. eine Burg, das heutige Schloss Veldenz.[4] 1286 wurden Stadt- und Marktrechte durch Rudolf von Habsburg verliehen,[24] im Jahr 1444 fielen Burg und Umland an den Grafen von Pfalz-Zweibrücken; 1543 bis 1694 gehörten Ort und Umland zum Fürstentum Pfalz-Veldenz.[4]

Im 16. Jahrhundert war Veldenz noch bis viele Jahre nach Beginn der Reformation geprägt von einer intensiven spätmittelalterlichen Kirchenfrömmigkeit. Am 1. September 1534 kaufte der in Zweibrücken residierende und evangelisch bekennende Ruprecht von Pfalz-Veldenz, den Veldenzer Besitz des Magdalenenstifts für die Summe von 2.580 Gulden. Trotzdem blieb Veldenz eine katholische Exklave in seinem sonst evangelischen Herrschaftsbereich. Es gab eine beachtliche katholische Opposition in Veldenz. Die beiden Ortspfarrer und ein Kaplan erklärten sich erst 1540 auf landesherrlichen Befehl dazu bereit, ihr Amt im Sinne der evangelischen Lehre zu führen.[23]

Der katholische Pfarrer von Dusemont wurde schließlich 1543 entlassen, weil er seine Erklärung von 1540 nie umgesetzt hatte und sich immer noch weigerte evangelisch zu werden. Der Veldenzer Pfarrer Peter Bingardt betreute in den folgenden Jahren die Dusemonter Pfarrei mit. Er beklagte sich sehr darüber, dass seine Gottesdienste nicht gut besucht wurden. Veldenzer Familien die katholisch geblieben waren wanderten dann aus. Sie errichteten nicht weit weg, knapp außerhalb der Grafschaft zwischen Dusemont und Filzen den Weiler Neu-Filzen.[23]

Burgenromantik in Veldenz. Das war Mitte des 19. Jahrhunderts das touristische Bild das von Veldenz an der Mosel vermittelt wurde. (Zeichnung von Octavius Rooke, 1858)

1546/1547 endete der Schmalkaldische Krieg mit der Niederlage der protestantischen Landesfürsten. Herzog Wolfgang von Pfalz-Veldenz, der Nachfolger von Ruprecht, hatte nicht daran teilgenommen und sich neutral verhalten. Weil die Erzbischöfe der umliegenden Bistümer sich bemühten die Reformation soweit wie möglich rückgängig zu machen, befand sich Veldenz schließlich in einer besonders prekären Situation als protestantische Exklave inmitten des katholischen Kurtrier.[23]

Am 20. März 1549 schickte Erzbischof Johann V. von Isenburg eine Visitationskommission unter Führung des Koblenzer Domdechanten Georg von der Leyen nach Veldenz. Diese übernahm die Kirche und bot Pfarrer Bingardt an bleiben zu können, wenn er zur katholischen Glaubenspraxis zurückkehre. Der wollte aber nicht und wurde kurzerhand mit einem Berufsverbot belegt und aus dem Pfarrhaus geworfen. In Veldenz zog wieder katholisches Leben ein und Nikolaus Sebel aus Niederemmel wurde neuer Pfarrer.[23]

Nach zwei Jahren entspannte sich durch den Passauer Vertrag zwischen dem römisch-deutschen König Ferdinand I. und den protestantischen Reichsfürsten die Lage für die evangelischen Seite wieder. Nun entsandte Herzog Wolfgang eine Generalvisitation und lud die katholischen Pfarrer aus Veldenz und Dusemont nach Lichtenberg vor. Dass beide in wilder Ehe lebten interessierte den Landesfürsten nicht weiter. Der Dusemonter Pfarrer durfte sein Amt behalten, nachdem er aus eigenem Antrieb versprach evangelisch zu predigen. Der Veldenzer Pfarrer war weniger kooperativ, durfte aber ohne Sanktion gehen und 1556 wurde ein evangelischer Nachfolger eingesetzt. Durch den Augsburger Religionsfrieden wurde dann auch in Veldenz der Bekenntnisstand reichsrechtlich abgesichert und die bischöfliche Jurisdiktion beendet. Seit dem konsolidierte sich das evangelische Leben im Amt Veldenz.[23]

Im Jahr 1752 wurde in Burgen bei Veldenz der überregional bekannte Räuber Johann Peter Petri, genannt Schwarzer Peter, geboren. 1777 bis 1797 gehörte Veldenz (wie die gesamte Kurpfalz) zu Kurpfalz-Bayern.[4][25]

Von 1801 bis 1814 stand Veldenz unter französischer Herrschaft und fiel nach dem Pariser Frieden von 1814 an Preußen.[26] Die amtliche Zählung von 1852 ergab für das Dorf Veldenz 800 und für das Vorwerk Thalveldenz 220 Einwohner.[27] Das nächstgelegene Postamt befand sich in Mühlheim.[28]

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Veldenz als touristisches Ziel an der „romantischen“ Mosel entdeckt. Reiseautoren wie der Brite Octavius Rooke (1827–1881) machten den Ort als solches bekannt. Die frühen Touristen mussten eine halbe Stunde zu Fuß auf sich nehmen um vom Moselufer bis an die Schlossruine zu gelangen.[29]

Im Jahr 1835 wurde der Veldenzer Löwe als Pfälzer Löwe ins dortige Staatswappen übernommen. Noch heute findet man zahlreiche Beispiele der gräflichen Bautätigkeit im 18. Jahrhundert, darunter etwa das Rathaus. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.[4]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der Ortsgemeinde Veldenz

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Veldenz besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die zwölf Sitze im Rat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[30]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Veldenz
Blasonierung: „Schräg (rechts) gerautet von Silber und Blau, im rechten Obereck ein Schildchen darin in Silber ein goldbewehrter, rotgezungter blauer Löwe.“
Wappenbegründung: Der Löwe ist der Veldenzer Löwe, die Rauten die des Hauses Wittelsbach. Im Jahr 1835 wurde der Löwe vom König von Bayern als Bayrischer Löwe ins dortige Staatswappen übernommen, wo er bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, als der letzte bayerische König Ludwig III. im Zuge der Novemberrevolution abdanken musste, verblieb.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1993 und 1995 gewann Veldenz die Silbermedaille der Bundesrepublik im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden; im Jahr 2006 konnte man im Kreis- und Bezirksentscheid erneut triumphieren. In den Lagen Elisenberg, Kirchberg, Mühlberg, Grafschafter Sonnenberg und Carlsberg wird Weinbau betrieben. Im Ort existieren heute noch rund ein Dutzend Weingüter; Riesling ist die übliche Rebsorte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Veldenz 2007
Veldenz am 29. August 2011 mit durch Hagelschlag beschädigten Dächern
Innenraum der Evangelischen Kirche

Bekannte Sehenswürdigkeiten sind die Villa Romana, die Evangelische Kirche und das Schloss Veldenz. Es existieren weitere Baudenkmale wie etwa das Rathaus, ein Signalturm aus dem 12. Jahrhundert, ein Münzhaus, ein Keltenwall und Museen mit verschiedenen Ausstellungen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind ein Krammarkt, ein Bauerngarten, ein Wildgarten, die Josefinenhöhe, der Pionierfelsen, zahlreiche Erz- und Schiefergruben, die Freizeitanlage Roter Bohles und zahlreiche imposante Felsformationen.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Veldenz

Motorsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hunsrück-Auto-Club e.V., Simmern, richtete von 1964 bis 1975 zwölf Bergrennen auf der K 88 aus. Eine gut besuchte Veranstaltung, in der z. B. Fahrer wie Jürgen Neuhaus und Wilhelm Bartels um den Gesamtsieg kämpften. Veldenz veranstaltet mit dem Morgan-Club Deutschland regelmäßig das „Hunsrück-Bergrennen-Revival“, eine Gleichmäßigkeitsprüfung für klassische Sportwagen. Im Jahr 2000 wurde außerdem Trier offizieller Austragungsort der Rallye Deutschland, einem Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft. Regelmäßig finden seitdem auch Wertungsprüfungen in den Weinbergen der Umgebung statt. Die Kurse zeichnen sich durch kurze, schnelle Geraden gefolgt von scharfen Abzweigen und Spitzkehren in Hanglage aus. Mehrere zehntausend Menschen kommen so am jeweiligen Wochenende im August in die Region um Veldenz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau und Tourismus spielen eine bedeutende Rolle. Im Veldenz gibt es zwei Dorfplätze, drei Dorfhäuser, einen Dorfsaal, mehrere Grillhütten und -plätze, einen Wein- sowie ein Waldlehrpfad, eine Gedenkstätte, einen Friedhof, zwei Kirchen und einen Sportplatz. Ferner besitzt Veldenz eine eigene Grundschule, einen Kindergarten, einen Jugendraum, einen Bolzplatz und einen Kinderspielplatz. Im Ort befindet sich ein regionales Kinder- und Jugendheim. Rund 45 Kilometer Wanderwege führen um den Ort. Veldenz zählt zum Verkehrsverbund Region Trier (VRT).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 10. Juli 2020.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 88 (PDF; 3 MB).
  4. a b c d e Theodor Gümbel: Geschichte des Fürstentums Pfalz-Veldenz. E. Grusius, Kaiserslautern 1900.
  5. Hans Peter Kuhnen: Les grandes entreprises agricoles de la Moselle dans l'Antiquité tardive. In: Revue archéologique de Picardie, N°1-2, 2003. Cultivateurs, éleveurs et artisans dans les campagnes de Gaule romaine. Sous la direction de Sébastien Lepetz et Véronique Matterne. pp. 195–202. doi:10.3406/pica.2003.2366
  6. Eintrag zu Heidenmauer in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 10. Juli 2020.
  7. Karl-Heinz Koch und Reinhard Schindler: Vor- und frühgeschichtliche Burgwälle des Regierungsbezirkes Trier und des Kreises Birkenfeld. Selbstverlag des Rheinischen Landesmuseums, Trier 1994.
  8. René Voorburg: Grabhügel – Veldenz. In: Vici.org. Abgerufen am 10. Juli 2020.
  9. Hans-Peter Kuhnen: Die spätantike Agrarlandschaft an der Mosel I: Fundstellenerfassung und Aspekte der Siedlungsarchäologie. Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier 33, 2001. S. 67–95 (doi:10.11588/fuabt.2001.0.54615).
  10. Eintrag zu Römische Badeanlage in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 10. Juli 2020.
  11. Andreas Hillebrecht: Therme (Veldenz). In: Vici.org. Abgerufen am 10. Juli 2020.
  12. Eugen Ewig: Zur Geschichte von Contrua-Gondorf. Vorträge und Forschungen: Von der Spätantike zum frühen Mittelalter. Bd. 25 (1979). S. 377. (online). Zitiert: Paul Egon Hübinger S. 9, 37. Die weltlichen Beziehungen der Kirche von Verdun zu den Rheinlanden. Dissertation Bonn 1935. Rheinisches Archiv Bd. 28
  13. Bertarius: Excerptum in gestis pontificum S. Virdunensis ecclesiae. Abgerufen am 10. Juli 2020 (ca. 915. Abschrift bei Corpus Corporum Universität Zürich).
  14. a b Georg Christian Crollius: Vorlesung von dem ersten geschlecht der alten graven von Veldenz und dessen gemeinschaftlichen abstammung mit den ältern Wildgraven von den graven im Nohgau. In: Academia Theodoro-Palatina: Historia et commentationes Academiae Electoralis Scientiarum et Elegantiorum Literarum Theodoro-Palatinae. Band 2. 1770. S. 241–286. (online in archive.org)
  15. Grimos Testament. Landeshauptarchiv Koblenz / Bestand 1A - Urkunden der geistlichen und staatlichen Verwaltung / Urkunde 1. (online) (Abgerufen am 1. Juli 2020)
  16. Georg Thomas Rudhart: Aelteste Geschichte Bayerns und der in neuester Zeit zum Königreiche Bayern gehörigen Provinzen Schwaben, Rheinland und Franken. Perthes, 1841, S. 363, 432 (online).
  17. Joseph Ferdinand Damberger: Synchronistische Geschichte der Kirche und der Welt im Mittelalter. Band 2. Pustet, 1850, S. 76 (online).
  18. Jakob Marx: Geschichte des Erzstifts Trier: d. i. der Stadt Trier & des Trier. Landes, als Churfürstenthum und als Erzdiöcese, von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1816. Band 2, Ausgabe 1. Lintz 1860, S. 432 (online).
  19. Wilhelm Levison: Das Testament Diakons Adalgisel-Grimo vom Jahre 634. In: Trierer Zeitschrift. Band 7, 1932, S. 69–85 (PDF).
  20. Matthaeus Merian (der Ältere), Martin Zeiller: Topographia Palatinatus Rheni et Vicinarum Regionum. 1645. S. 90 ff. (online in Bayerische StaatsBibliothek digital, oder in Wikisource).
  21. Johann Goswin Widder: Versuch einer vollständigen geographisch-historischen Beschreibung der kurfürstl. Pfalz am Rheine. Band 4. 1788. S. 385 ff. (online).
  22. a b c d e Georg Bärsch: Der Moselstrom von Metz bis Coblenz, ein geographisch – historisch – statistisch – topographisches Handbuch, für Reisende und Einheimische. (Mit einer Karte des Mosellaufs). C. Troschel, 1841. S. 273 ff. (online).
  23. a b c d e f g Erik Zimmermann: Die Anfänge Der Reformation Im Amt Veldenz. Monatshefte Für Evangelische Kirchengeschichte Des Rheinlandes 60 (2011): 161–182. (online).
  24. Johann Friedrich Böhmer. Acta imperii selecta: Urkunden deutscher Könige und Kaiser mit einem Anhange von Reichssachen. Band 1. Wagner, 1870, S. 353 (online).
  25. Ernst Probst. Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald. Probst, Mainz-Kostheim 2005, ISBN 3-936326-39-8.
  26. Carl Wolff: Die unmittelbaren Theile des ehemaligen römisch-deutschen Kaiserreiches nach ihrer früheren und gegenwärtigen Verbindung. C. Habel, 1873 (online).
  27. Kraatz (Hrsg.): Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats, enthaltend die sämmtlichen Städte, Flecken, Dörfer und sonstigen Ortschaften größeren Umfanges. Deckersche Geheime Ober-Hofbuchdruckerei, 1856 (online).
  28. Loewenberger von Schönholtz: Alphabetisches Verzeichnis sämmtlicher Städte, Ortschaften und einzelner Besitzungen des Norddeutschen Bundes. Band 2, L bis Z. E.S. Mittler und Sohn, 1869 (online).
  29. Octavius Rooke: The Life of the Moselle: From its source in the Vosges Mountains to its junction with the Rhine at Coblence. L. Booth, 1858 (online in dilibri Rheinland-Pfalz).
  30. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Veldenz – Sammlung von Bildern