Veldschoendrager

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Die Veldschoendrager, offiziell in Khoekhoegowab ǁHawoben[Khi 1], auch deutsch Feldschuhträger[1] und afrikaans Veldskoendraers, sind eine Clan der Nama mit Siedlungsgebieten in Namibia.

Ihnen steht ein, auch im unabhängigen Namibia anerkannter, Kaptein als Führer der ǁHawoben Traditional Authority vor. Das Amt nimmt seit 2011 ein neuer Kaptein ein, ehe bereits vier Jahre zuvor nach 27 Jahren im Amt Hans Titus starb.[2] Umstritten ist der heutige Status der Veldschoendrager. Nach Eigenaussage sind sie seit 1998 als eigene Traditionelle Gruppe anerkannt. Anderen Angaben nach ist dieses nicht der Fall und somit die Ernennung eines Kaptein illegal.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Velschoendrager besiedelten ab den 1820er Jahren vor allem das Gebiet um die historische, vorkoloniale Stadt ǁKhauxaǃnas und nannten ihre Siedlung Schans Vlakte (zu Deutsch etwa Festungs-Ebene) Aufgrund von Dürre und dem Ausbruch der Rinderpest wurde das Siedlungsgebiet ab den 1840er Jahren nach Norden verlagert. 1886 wurde Schans Vlakte, das heißt die Farm Kora-Orap, von den Veldschoendrager verkauft.[4]

Laut dem Deutschen Kolonial-Lexikon galten die Veldschoendrager 1920 als ausgerottet.[1]

Anmerkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anmerkung: Dieser Artikel enthält Schriftzeichen aus dem Alphabet der im südlichen Afrika gesprochenen Khoisansprachen. Die Darstellung enthält Zeichen der Klicklautbuchstaben ǀ, ǁ, ǂ und ǃ. Nähere Informationen zur Aussprache langer oder nasaler Vokale oder bestimmter Klicklaute finden sich z. B. unter Khoekhoegowab.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Feldschuhträger. Deutsches Kolonial-Lexikon, 1920,Band I, S. 605.
  2. Veldskoendraers, !Kharo!oan at loggerheads. Namibian Sunn, 11. Juni 2012. (Memento vom 20. Mai 2016 im Internet Archive)
  3. Net blou bloed sal kwalifiseer. Die Republikein, 11. Januar 2012. (Memento vom 20. Mai 2016 im Internet Archive)
  4. //Khauxainas The lost city of south-eastern namibia. Namibian Sun, 8. Februar 2013. (Memento vom 20. Mai 2016 im Internet Archive)