Velika Hoča

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Kirche des Heiligen Nikolaus

Velika Hoča (serbisch-kyrillisch Велика Хоча; albanisch Hoça e Madhe) ist ein Dorf in der Großgemeinde Rahovec im Kosovo. Es leben ungefähr 700 Menschen, fast ausschließlich Serben, in dem Dorf. Die Mehrheit der Bevölkerung ist landwirtschaftlich tätig, wobei der Weinbau die Hauptrolle spielt. Hervorzuheben sind die vielen alten serbisch-orthodoxen Kirchen, die zum Teil aus dem 12. Jahrhundert stammen. Die Fresken sind gut erhalten. Das Dorf wird rund um die Uhr von der KFOR bewacht, um die serbische Minderheit vor kosovo-albanischen Übergriffen zu schützen. Ostern 2007 besuchte der Schriftsteller Peter Handke das Dorf und überreichte dem Bürgermeister Dejan Baljoševic das Preisgeld von 50.000 Euro, mit dem der an Handke verliehene Berliner Heinrich-Heine-Preis dotiert gewesen war.[1][2] Die Erlebnisse während dieser Reise verarbeitete Handke in seinem 2009 erschienenen Buch Die Kuckucke von Velika Hoča.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kuckucke von Velika Hoča auf der Plattform Handkeonline

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Velika Hoča – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eckart Spoo: „Bei den Serben im Kosovo – Teil III“, in: Neue Rheinische Zeitung, 23. Mai 2007.
  2. Wolfgang Büscher: „Ich wollte Zeuge sein“, in: Die Zeit, 12. April 2007.
  3. Klappentext und Rezensionsübersicht zu Handkes Die Kuckucke von Velika Hoča bei perlentaucher.de

Koordinaten: 42° 23′ N, 20° 41′ O