Vennes

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Vennes
Vennes (Frankreich)
Vennes
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Pontarlier
Kanton Valdahon
Gemeindeverband Portes du Haut-Doubs
Koordinaten 47° 9′ N, 6° 33′ OKoordinaten: 47° 9′ N, 6° 33′ O
Höhe 758–1.000 m
Fläche 7,31 km2
Einwohner 169 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 23 Einw./km2
Postleitzahl 25390
INSEE-Code

Vennes ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vennes liegt auf 795 m über dem Meeresspiegel, 12 km nordnordwestlich von Morteau und etwa 40 km östlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, am nordwestlichen Rand des Beckens von Vennes, am Fuß der Waldhöhe des Froid Mont.

Die Fläche des 7,31 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der südliche Teil des Gebietes wird vom Becken von Vennes eingenommen, das eine Breite von ungefähr 4 km und eine Länge von fast 10 km aufweist und durchschnittlich auf 770 m liegt. Es ist überwiegend von Acker- und Wiesland bestanden. Das Plateau besitzt keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert. In das Becken eingetieft ist ein Trockental, das sich von Vennes nach Guyans-Vennes hinzieht und topographisch zum Einzugsgebiet des Dessoubre gehört.

Nach Nordwesten erstreckt sich das Gemeindeareal auf den teils bewaldeten, teils mit Weideland bestandenen Höhenzug, der das Becken von Vennes vom nördlich gelegenen Tal der Reverotte trennt. Der durch mehrere Combes untergliederte Höhenrücken bildet eine Antiklinale des Faltenjuras und ist gemäß der Streichrichtung des Gebirges in Südwest-Nordost-Richtung orientiert. Bedeutende Punkte sind die Roche Barchey (988 m) im äußersten Westen, die Höhe von Sainte-Radegonde (965 m), von Pré Renaud (mit 1007 m die höchste Erhebung von Vennes) und der Froid Mont (1006 m).

Zu Vennes gehören der Weiler Les Plains (804 m) auf dem Plateau im Becken von Vennes sowie einige Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Vennes sind Plaimbois-Vennes im Norden, Guyans-Vennes im Osten, Fournets-Luisans und Orchamps-Vennes im Süden sowie Loray im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Vennes entwickelte sich unterhalb der gleichnamigen mittelalterlichen Burg, die Mittelpunkt einer wichtigen Herrschaft war und das Becken von Vennes umfasste. Sie befand sich auf einem felsigen Vorsprung über der Engstelle eines Trockentals nördlich des Dorfes. Im Jahr 1541 wurde auf dem Höhenzug nordwestlich von Vennes die Kapelle Notre-Dame de Sainte Radegonde erbaut, bei der sich eine Einsiedelei befand. Seit 1998 ist Vennes Mitglied des 44 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes Communauté de communes du Pays de Pierrefontaine-Vercel.

Am 1. Januar 2009 wurde die Arrondissementszugehörigkeit der Gemeinde geändert. Bislang zum Arrondissement Besançon gehörend, kamen alle Gemeinden des Kantons zum Arrondissement Pontarlier.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Kapelle Sainte-Radegonde stammt von 1854. Von der ehemaligen Burg Vennes sind nur noch wenige Überreste sichtbar.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 112
1968 107
1975 79
1982 76
1990 82
1999 108
2006 131

Mit 169 Einwohnern (1. Januar 2016) gehört Vennes zu den kleinsten Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts markant abgenommen hatte (1881 wurden noch 178 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1980er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vennes war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Milchwirtschaft und Viehzucht, Ackerbau) geprägtes Dorf. Noch heute leben die Bewohner zur Hauptsache von der Tätigkeit im ersten Sektor. Außerhalb des primären Sektors gibt es fast keine Arbeitsplätze im Dorf. Einige Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den umliegenden größeren Ortschaften ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie ist von Orchamps-Vennes an der Hauptstrasse D461, die von Besançon nach Morteau führt, leicht erreichbar. Eine weitere Straßenverbindung besteht mit Fuans.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. INSEE-Modifications de communes