Venom (Film)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
Deutscher TitelVenom
OriginaltitelVenom
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2018
Länge113 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 14[2]
Stab
RegieRuben Fleischer
DrehbuchScott Rosenberg,
Jeff Pinkner,
Kelly Marcel,
Will Beall
ProduktionAvi Arad,
Amy Pascal,
Matt Tolmach
MusikLudwig Göransson
KameraMatthew Libatique
SchnittAlan Baumgarten,
Maryann Brandon
Besetzung
Chronologie

Nachfolger →
Morbius

Venom ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Antihelden-Film, der am 3. Oktober 2018 in den deutschen und zwei Tage später in den US-amerikanischen Kinos anlief.[3] Die Regie übernahm Ruben Fleischer.

Der Film basiert teilweise auf den Comic-Geschichten Venom: Lethal Protector (1993, dt. Ausgaben: Tödlicher Beschützer oder Beschützer der Unschuld) und Planet of the Symbiotes (1995, Planet der Symbionten).[4]

Venom ist der erste Film aus Sony’s Universe of Marvel Characters. Als nächstes sind Filme über Morbius, der lebende Vampir (mit Jared Leto in der Hauptrolle) und Kraven, der Jäger geplant.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Raumschiff der Life Foundation, das vier als Symbionten bezeichnete außerirdische Lebensformen an Bord hat, stürzt im malaysischen Regenwald ab. Dabei kommt die gesamte Besatzung bis auf den Commander ums Leben. Als dieser mit einem Krankenwagen in die nächste Stadt gefahren werden soll, stellt sich jedoch heraus, dass einer der Symbionten sich unbemerkt mit ihm verbunden hat, der daraufhin von einer Ärztin Besitz ergreift und den Krankenwagen verunglücken lässt. Die von dem Symbionten kontrollierte Ärztin macht sich daraufhin zu Fuß auf den Weg zur nächsten Stadt, während die anderen drei Symbionten geborgen und in den Hauptsitz der Life Foundation in den USA gebracht wurden.

Währenddessen: Eddie Brock ist ein in San Francisco, Kalifornien ansässiger Journalist mit seiner eigenen Sendung, dem Eddie-Brock-Report, und mit der Rechtsanwältin Anne Weying verlobt. Im Auftrag seines Chefs Roland Treece soll er ein Interview mit Dr. Carlton Drake, dem Gründer und Chef der mysteriösen Life Foundation, führen. Aus Angst vor einer Verleumdungsklage bittet Roland Eddie, möglichst nicht kritisch zu sein, was eigentlich sein Markenzeichen ist.

Das Interview verläuft zunächst gut, jedoch ist Eddie aufgrund einer E-Mail der Life Foundation, die er am Morgen auf Annes Laptop gefunden hat und in der es um Menschenversuche geht, misstrauisch geworden. Er beginnt, Drake darauf anzusprechen, der im Anschluss das Interview abbricht, Eddie und sein Team von der Security hinauswerfen lässt und mit einer Klage Eddies Entlassung einfädelt, wenn auch gegen den Willen von Roland Treece. Anne, die von ihrer Anwaltsfirma ebenfalls gefeuert wurde, weil Drake irgendwie herausgefunden hat, dass Eddie über ihre E-Mail von den Versuchen erfahren hat, trennt sich daraufhin wütend von Eddie, gibt ihm den Verlobungsring zurück und wirft ihn aus dem Haus.

Sechs Monate später: Nach dem Rauswurf und der Kündigung wohnt Eddie in einem heruntergekommenen Apartment, wird von seinem Nachbarn mit Rockmusik genervt und lebt von Sozialhilfe. Als der Laden der älteren Mrs. Chen, bei der er regelmäßig einkauft und die ihm helfen will, mit seinem Leben klarzukommen, überfallen wird, duckt er sich hinter ein Regal im hinteren Ladenbereich und unternimmt nichts. Kurz darauf steckt ihm Dr. Dora Skirth, eine Mitarbeiterin der Life Foundation, der er bei seinem Interview aufgefallen ist, ihre Nummer zu, da sie Informationen für ihn hat.

Nachdem Eddie sich noch einmal kurz mit Anne streitet (und dabei ihren neuen Freund Dr. Dan Emerson kennenlernt), entscheidet er sich, Dr. Skirths Hilfe anzunehmen. Dr. Skirth schmuggelt ihn daraufhin in das Kellerlabor der Life Foundation, während sie ihm erklärt, dass er Recht hatte: Es finden tatsächlich Menschenversuche bei der Life Foundation statt. Carlton Drake lässt obdachlose Menschen entführen und setzt diese den Symbionten aus, da er die Menschheit dadurch "weiterentwickeln" will, wie er es nennt. Laut Dr. Skirth haben die "Probanden" dabei bislang ausnahmslos früher oder später den Tod gefunden.

Im Kellerlabor entdeckt Eddie unter anderem diverse Zellen, in denen die Versuchspersonen festgehalten werden. Beim Aufnehmen von Beweisfotos stößt er zudem auf die ihm bekannte Obdachlose Donna, die ihn anfleht, sie freizulassen. Als Eddie dies tut, greift sie ihn an und Eddie wird, zunächst ohne dass er es bemerkt, einer der Symbionten übertragen. Dadurch wird er zu dessen Wirt, während Donna die Trennung von dem Symbionten nicht überlebt. Da Eddie durch Donnas Befreiung den Alarm ausgelöst hat, muss er aus der Anlage fliehen und schafft es im angrenzenden Wald gerade so, den Sicherheitskräften zu entkommen, indem er von ihnen unbemerkt mit übermenschlicher Geschwindigkeit einen Baum hochklettert.

In der Zwischenzeit erreicht der in Malaysia entkommene Symbiont nach mehreren Wirtswechseln San Francisco und ergreift Besitz von einem kleinen Mädchen, um in die Life Foundation zu gelangen.

Eddie sucht derweil Anne und Dan in einem Restaurant auf, um ihnen von seiner Entdeckung zu erzählen. Da Eddie sich dabei schubartig immer wieder sehr aggressiv verhält, extrem viel isst und ihm so heiß ist, dass er schließlich sogar ins Aquarium des Restaurants springt, sind die beiden sehr verwirrt und verstört. Nachdem Eddie wieder aus dem Aquarium herausgeklettert ist, bricht er nach einem kurzen Dialog mit Anne zusammen und wird von Dan ins Krankenhaus gebracht.

Im Krankenhaus untersucht Dan Eddie mit einem Kernspintomographen und entdeckt dabei den Symbionten. Bei einem der Tests wird eine hohe Frequenz abgegeben, die Eddie starke Schmerzen und Krampfanfälle bereitet. Nachdem Dan, mit dem Eddie sich trotz einiger Vorurteile anfreundet, ihm erklärt, dass er ihn in Kürze anrufen will, um ihm die Testergebnisse mitzuteilen, geht Eddie wieder nach Hause.

Währenddessen kommt Carlton Drake dahinter, dass Eddie in die Life Foundation eingebrochen ist, und schickt ein Söldnerteam zu ihm nach Hause. Als er zudem herausfindet, dass Dr. Skirth Eddie geholfen hat, sperrt er sie in eine der Zellen und lässt einen der beiden noch verbliebenen Symbionten auf sie los.

In seinem Apartment bekommt Eddie wieder einen Fressanfall und hört eine mysteriöse Stimme, die sich später als Venom entpuppt. Als kurz darauf Drakes Södner in seine Wohnung stürmen, besiegt Eddie sie durch plötzlich auftretende Superkräfte und Teilverwandlung einzelner Gliedmaßen, wobei Venom ihn vor Attacken warnt und teilweise die Kontrolle über seine Angriffe übernimmt. Nachdem Eddie auf Anraten von Venom mit seinem Motorrad aus seiner Wohnung flieht, kommt es zu einer Verfolgungsjagd durch die Stadt, in deren Verlauf Eddie mit Venoms Hilfe alle ihn verfolgenden Söldner ausschaltet. Der letzte lässt Eddie einen schweren Unfall bauen. Eddies Verletzungen heilen jedoch in wenigen Sekunden dank Venom, als er sich das erste Mal in die aus den Comics bekannte Gestalt verwandelt. Bevor Venom den letzten Söldner fressen kann, greift jedoch die Polizei ein, und Venom flüchtet mit Eddie quer durch den Hafen auf die andere Seite der Stadt. Nachdem sie sich wieder zurückverwandelt haben, will Eddie "von Angesicht zu Angesicht" mit Venom sprechen. Die lässt sein Gesicht auf einer Art schwarzem Tentakel aus Eddies Schulter wachsen und stellt sch ihm endlich richtig vor.

Nachdem Venom von seiner Herkunft und den Invasionsplänen seiner Artgenossen erzählt hat, macht Eddie sich auf den Weg zu seinem alten Arbeitgeber, um dort seine Beweisfotos abzugeben. Da er jedoch nicht am Pförtner vorbei kommt, schlägt Venom vor, diesen einfach zu fressen. Der entsetzte Eddie lehnt dies ab, da er den Pförtner eigentlich mag. Venom verwandelt Eddie daraufhin und klettert kurzerhand die Gebäudefassade hinauf. Das geht beinahe schief, da der Lärm eines vorbeifliegenden Flugzeugs Venom stört und sie fast abstürzen lässt, bevor Venom sich wieder festhalten kann. Im Büro angekommen, hinterlässt Eddie sein Handy mit den Fotos und eine Notiz für Roland, bevor er mit dem Fahrstuhl wieder nach unten fährt, da er (im Gegensatz zu Venom, der ihn abfangen würde) nicht aus dem Fenster springen will.

Wieder in der Lobby angekommen, sieht sich Eddie einer Einheit SWAT-Teams gegenüber, die er jedoch mit Venoms Hilfe besiegen kann. Anne, die, alarmiert von Dans Testergebnissen, aufgrund von Eddies früherer Bemerkung währenddessen ebenfalls eintrifft, sieht das ganze mit an und ist verständlicherweise entsetzt. Eddie, der sich zurückverwandelt, erzählt Anne nach einem Schwächeanfall auf der Fahrt zum Krankenhaus von seiner Geschichte und auf Anraten Venoms auch von dessen Schwächen: Feuer und Töne von 4.000 bis 6.000 Hertz. Zudem gesteht er Anne auf Anraten des Symbionten erneut seine Gefühle, da dies vielleicht die letzte Möglichkeit ist.

Parallel dazu entdeckt Drake, nachdem einer der beiden verbliebenen Symbionten samt Wirt unerwartet verstorben ist, dass der dritte Symbiont Dr. Skirths Körper verlassen hat, ohne einen neuen Körper in Besitz zu nehmen, woran beide verstorben sind. Nachdem er wütend alle Wissenschaftler rausschmeißt, entdeckt er das kleine Mädchen, dass der vierte Symbiont besetzt und das es irgendwie ins Labor geschafft hat. Als er es, in dem Glauben, es habe sich verlaufen, in den Arm nimmt, überträgt sich der vierte Symbiont, Riot, auf ihn.

Im Krankenhaus angekommen erklärt Dan Eddie, dass Venom, den er als Parasit bezeichnet, offenbar Eddies Organe aufzufressen droht. Venom, der sich von der Bezeichnung Parasit beleidigt fühlt, behauptet, dass Dan lüge, was Eddie völlig verwirrt. Da Eddie sich nun mit Dan und Venom gleichzeitig streitet und kurz vor einem Gewaltausbruch zu stehen scheint, aktiviert Anne den im Nebenraum stehenden Kernspintomographen und stellt eine der Venom Schmerzen zufügenden Frequenzen ein. Nachdem Venom von Eddie getrennt und im Raum mit dem Kernspintomographen eingesperrt wird, glaubt dieser Dan, schreit wütend den Symbionten an und geht.

Als Eddie gerade das Krankenhaus verlassen will, wird er von Drakes drei verbliebenen Söldnern überrascht, die ihn betäuben und entführen. Venom, der, wie Anne inzwischen festgestellt hat, über die Lüftungsanlage entkommen ist, hat vom Hund einer Patientin Besitz ergriffen und beobachtet das Ganze. Daraufhin geht er zu Anne, die Eddie gerade sucht.

Eddie wacht im Hauptquartier der Life Foundationan an einen Stuhl gefesselt wieder auf und wird von Carlton Drake verhört. Der will wissen, wo Venom ist, und zeigt Eddie, um diesen einzuschüchtern, Riot, was diesem nur einen trockenen Spruch entlockt. Nachdem Drake feststellt, dass Venom offenbar verschwunden ist, lässt er seine Söldner Eddie in den Wald bringen, um ihn dort zu töten. Dies wird allerdings von Venom und Anne verhindert, die sich kurzzeitig zusammengetan haben und darum She-Venom bilden.

Durch einen von ihm selbst initialisierten Kuss wird Venom von Anne wieder zurück auf Eddie übertragen. Nachdem Eddie Anne und Venom erzählt, dass Drake einen weißen Symbionten hat, erklärt Venom, dass es sich hierbei um Riot handle, den Kommandanten seiner Expedition. Venom, der auf seinem Planeten als Loser gilt, war nämlich Teil einer Expedition, um einen passenden Planeten mit geeigneten Wirten für eine Invasion seiner Spezies zu finden. Durch den Kontakt mit Eddie hat er jedoch seine Ziele geändert und sich entschlossen, die Erde zu beschützen und sich gegen seine Art zu stellen. Eddie und Venom brechen daraufhin zur Startrampe der Life Foundation auf und lassen Anne zurück, da es zu gefährlich für sie sei.

Drake, der mittlerweile einen Gottkomplex entwickelt hat, bereitet inzwischen ein weiteres Raumschiff zum Start vor, um noch mehr Symbionten zur Erde zu bringen. Als einer der Techniker den Start abbrechen will, verwandelt sich Drake in Riot und dieser ermordet das gesamte Bodenpersonal, bevor er sich zur Rakete aufmacht. Auf dem Pier zur Abschussrampe stellt sich ihm jedoch Venom in den Weg, woraufhin es zum Kampf der Symbionten kommt, der sie bis zur Rakete führt. Dort stoßen die beiden Symbionten so zusammen, dass das Gewebe, mit dem sie ihre Wirte umgeben, kurzzeitig auseinandergesprengt wird und Eddie und Drake mehrere Schläge austauschen. Danach setzen die Symbionten sich wieder zusammen und kämpfen an der Außenseite der Rakete weiter.

Anne hat es jedoch mittlerweile ins Kontrollzentrum der Startrampe geschafft und programmiert das Lautsprechersystem so um, dass es eine für die Symbionten schmerzhafte Frequenz abgibt. Venom und Riot stürzen daraufhin mit ihren Wirten unter die Rakete in den Flammenschacht und werden von ihren Wirten getrennt. Eddie und Carlton Drake kämpfen deshalb auf einer kleinen Plattform als normale Männer miteinander, wobei Eddie Drake in die Tiefe schleudern kann. Dieser verbindet sich dabei jedoch wieder mit Riot, rammt Eddie eine Klinge durch die Brust und klettert in das Kommandomodul der Rakete.

Kurz vor Raketenstart liegt Eddie deshalb mit einem Loch in der Brust unter der Rakete. Venom glitscht sich jedoch bis zu ihm vor, verbindet sich wieder mit ihm, reißt sich die Klinge aus der Brust und heilt sie beide. Im letzten Moment springt er den Flammen aus den Triebwerken aus dem Weg, klettert die startende Rakete hinauf, verhöhnt Riot und springt ab. Dabei schlitzt er mit der Klinge einen der Treibstofftanks auf, weshalb die Rakete explodiert und Riot und Drake tötet. Venom verabschiedet sich von Eddie und löst sich von ihm, um ihn von der Explosion abzuschirmen. Eddie fällt ins Wasser und wird gerettet.

Ein paar Tage später sitzen Eddie und Anne, die sich wieder vertragen haben, auf der Treppe vor Annes Haus und unterhalte sich über die Ereignisse. Anne erzählt, dass sie wieder eingestellt wurde, und Eddie erzählt ihr im Gegenzug, dass er noch nicht wisse, ob er Rolands Angebot, ihn wieder einzustellen, überhaupt annehmen solle. Als er Anne auf den Kuss anspricht, mit dem Venom sich wieder auf ihn übertragen hat, scheint Anne keine Ahnung zu haben, wovon er redet. Gleichzeitig wird durch einen Kommentar von Venom in Eddies Kopf klar, dass dieser noch lebt, was Anne aber nicht zu wissen scheint. Als Dan nach Hause kommt, verabschiedet sich Eddie, begrüßt Dan wie einen alten Freund, und geht.

Auf dem Weg zu Mrs. Chens Laden erklärt Eddie Venom, dass er in Zukunft nur böse Menschen verletzen und eventuell fressen darf (was Venom zuvor mehrmals getan hat...). Als Venom nachfragt, wie man böse Menschen definiere, antwortet Eddie: "Räuber, Mörder, Vergewaltiger, so 'n Zeug halt." In Mrs. Chens Laden angekommen, beobachtet Eddie denselben Räuber wie zu Beginn des Films, der Mrs. Chen erneut ausrauben will. Nachdem Venom sich von Eddie die Bestätigung geholt hat, dass dies ein "böser Mensch" sei, greift er den Räuber an und droht, ihn zu fressen, solle er noch einmal ein Verbrechen begehen. Nachdem Venom es sich anders überlegt, den Räuber trotzdem gefressen und sich zurückverwandelt hat, erklärt Eddie der sichtlich entsetzten Mrs. Chen, er habe einen "Parasiten". Danach verabschiedet er sich von ihr und geht nach Hause, wobei er und Venom sich beraten, was sie jetzt machen wollen.

In der Mid-Credit-Szene begibt sich Eddie ins San-Quentin-Gefängnis, um dort den Serienmörder Cletus Kasady zu interviewen. Dieser kündigt dabei an, bald auszubrechen.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruben Fleischer, hier bei der Comic-Con in San Siego im Juli 2018, führte Regie
Tom Hardy spielt Eddie Brock alias Venom

Bereits in der Entstehungsphase von The Amazing Spider-Man war geplant, dass Venom einen eigenen Ablegerfilm erhalten soll. Angeblich sollen damals Rhett Reese und Paul Wernick hierfür bereits ein Drehbuch verfasst haben.[5] In den Marvel-Comics ist Venom ein boshafter, symbiotischer Alien, der einen menschlichen Wirt benötigt, um zu überleben, diesem aber im Gegenzug außergewöhnliche Kräfte verleiht. Als Realfigur und Gegner von Spider-Man war Venom erstmals im Film Spider-Man 3 zu sehen und wurde hier von Topher Grace verkörpert. Wie im Film Spider-Man: Homecoming, der im Jahr 2017 in die Kinos kam, soll es auch in Venom darum gehen, erst einmal die Titelfigur als eigenständige Figur zu etablieren.[6]

Im März 2016 wurde bekannt, dass Sony Dante Harper beauftragt hatte, ein Drehbuch für einen Film über die Marvel-Figur anzufertigen.[7] Der Film soll allerdings nicht im gleichen Filmuniversum wie der geplante Spider-Man-Film oder die Avengers-Filme spielen, weshalb Harper nicht auf die bisherigen Drehbücher der Autoren Paul Wernick, Rhett Reese, Ed Solomon oder Alex Kurtzman zurückgreifen kann.[8]

Regie sollte ursprünglich Alex Kurtzman führen. 2014 beschrieb er gegenüber MTV den Reiz der Hauptfigur: „Er ist ein viel dunklerer Charakter. [...] ich denke, was ich an Venom so anziehend finde, ist der Gedanke, dass du mit ihm Dinge machen kannst, die du mit Spider-Man nicht machen kannst.“[9] Letztlich übernahm Ruben Fleischer die Regie.

Im Juni 2017 wurde bekannt, dass der Bösewicht Carnage im Film einen Auftritt haben wird.[10]

Die Dreharbeiten wurden am 23. Oktober 2017 begonnen und fanden in Atlanta und New York statt.[11]

Die Filmmusik komponierte Ludwig Göransson.[12] Der Soundtrack zum Film, der insgesamt 18 Musikstücke umfasst, wurde am 5. Oktober 2018 von Sony Classical als Download veröffentlicht.[13]

Nach dem ersten Teaser Anfang Februar 2018 erschien Ende April 2018 ein erster Langtrailer zum Film.[14] Der Film kam am 3. Oktober 2018 in die deutschen und zwei Tage später in die US-amerikanischen Kinos. Seine Weltpremiere feierte der Film am 1. Oktober 2018 im Regency Village Theatre in Los Angeles.[15] Am 24. Februar 2019 soll der Film in 2D, 3D, 4K und als "Special Edition" mit Figur auf Blu-ray Disc veröffentlicht werden.[16]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA wurde der Film von der MPAA als PG-13 eingestuft. In Deutschland erhielt der Film eine Freigabe ab 12 Jahren.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film konnte bisher 31 % der Kritiker auf Rotten Tomatoes überzeugen und erhielt auf Metacritic einen Metascore von 35 von 100 möglichen Punkten.[17][18]

Valentin Aschenbrenner von IGN meint, Venom brauche eine ganze Weile, um endlich in die Gänge zu kommen: „Obwohl bereits in der Eröffnungsszene etabliert wird, wie die Symbionten auf die Erde gekommen sind, muss ständig darüber geredet werden, was wann wie und warum passiert ist. Dieses Wiederkauen zieht sich durch den kompletten Film und wird irgendwann länger als Venoms Zunge.“ Genauso wenig schere sich Venom darum, die eigens etablierten Regeln des Films einzuhalten, so Aschenbrenner, und so fahnde die Polizei nach Eddies erster Verwandlung und den darauffolgenden Amoklauf aktiv nach dem Anti-Helden, nur um ihn darauf zu stellen und mitanzusehen, wie er sich vor ihren Augen in ein Ungetüm verwandele, bei dessen schieren Anblick man die Kontrolle über seine Blase verliere. Weiter schreibt Aschenbrenner, ein simpler, aber dennoch konfus erzählter Plot ergänze sich mit einem austauschbaren 08/15-Bösewicht und einem Finale, dem 200 Prozent weniger CGI gut getan hätten. Die Dynamik zwischen Eddie Brock und seinem außerirdischen Freund sei das absolute Highlight von Venom.[19]

  • Daniel Krüger vom Musikexpress sagt über den Antagonisten, fast sei Carlton Drake ein guter Bösewicht geworden, allerdings seien seine vermeintlich visionären Ansprachen an seine Wissenschaftler und Testobjekte genauso abgedroschen wie die Tatsache, dass er im Finale des Films auch eine Art Venom werde, also nur ein Spiegel des Helden mit den exakt gleichen Fähigkeiten. Diesen Trend hätten Superheldenfilme eigentlich schon vor einigen Jahren abgeschafft, so Krüger, doch Venom hinke narrativ anderthalb Jahrzehnte hinterher, in seltenen Momenten auch bei den Effekten: „Im Endkampf blickt man schlichtweg nicht mehr durch vor lauter Computerzeugs.“[20]

Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowohl in Nordamerika als auch Deutschland erklomm Venom nach seiner Veröffentlichung erwartungsgemäß die Spitze der Kino-Charts. Während der Film in den USA an seinem Eröffnungswochenende 80 Millionen US-Dollar einspielte, setzte er in Deutschland 3,3 Millionen Euro um. Weltweit erwirtschaftete Venom in den ersten Tagen 205 Millionen US-Dollar.[21] Die weltweiten Einnahmen liegen bisher bei 677,05 Millionen US-Dollar, wovon er alleine 207,11 Millionen im nordamerikanischen Raum einspielen konnte.[22] In Deutschland verzeichnet der Film bisher 1.335.581 Besucher und konnte durch diese 13,58 Millionen Euro erwirtschaften.[23]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anne Weying war auch in den Comics bereits She-Venom, dort jedoch, weil sie von einer tödlichen Kugel getroffen wurde und Venom sie aus Freundschaft zu Eddie nicht sterben lassen wollte.
  • Anne erwähnt, dass Eddie vor einiger Zeit in New York für den Daily Globe gearbeitet hat. In den Comics ist das eine Konkurrenzzeitung zum Daily Bugle, für den sowohl Eddie als auch Peter Parker alias Spider-Man arbeiten.
  • Venom verlangt gegen Ende Schokolade zum Essen. Dies ist ein bekannter Running Gag aus den Comics, da die Symbionten dort zur Ernährung ein Enzym brauchen, das sich in ausreichender Menge vor allem in menschlichem Hirn und Schokolade findet. Deshalb essen die meisten Helden-Wirte in den Comics viel Schokolade, um den mörderischen Tendenzen ihrer Symbionten entgegenzuwirken.
  • Venoms Zitat „Augen. Lunge. Pankreas. So viele Snacks und so wenig Zeit…“ ist direkt aus den Comics entnommen. Dort sagt er es, als Spider-Man und Eddie Brock im ersten großen Kampf aufeinandertreffen.
  • Cletus Kasady, der in der Mid-Credit-Szene auftritt, verbindet sich in den Comics mit einem Ableger von Venom, wodurch er zu Carnage, einem der brutalsten Superschurken überhaupt, wird.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entstand nach der Dialogregie von Björn Schalla und einem Dialogdrehbuch von Tobias Neumann im Auftrag der Berliner Synchron GmbH Wenzel Lüdecke.

Darsteller Synchronsprecher Rolle
Tom Hardy Torben Liebrecht Eddie Brock / Venom
Riz Ahmed Julien Haggége Dr. Carlton Drake / Riot
Michelle Williams Schaukje Könning Anne Weying
Jenny Slate Alice Bauer Dr. Dora Skirth
Woody Harrelson Thomas Nero Wolff Cletus Kasady
Wayne Péré Viktor Neumann Dr. Emerson
Jared Bankens Stefan Krause Isaac
Mac Brandt Oliver Stritzel Jack, der Barkeeper
Peggy Lu Marion Musiol Mrs. Chen
Scott Haze Florian Clyde Roland Treece

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Venom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Venom. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 182891/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Venom. Jugendmedien­kommission.
  3. Venom: Neuer Starttermin für die deutschen Kinos. 4. Juli 2018, abgerufen am 4. September 2018.
  4. Adam Chitwood: The ‘Venom’ Movie Will Be Primarily Based on These Two Comic Runs. in: collider.com. 9. Dezember 2017. Abgerufen am 25. April 2018.
  5. 'Spider-Man'-Ableger Venom kommt voran In: kino.de, 18. Februar 2012.
  6. Klein-Spidey in „Iron Man 2“! Spider-Man eröffnet Marvels Phase IV. In: moviejones.de, 27. Juni 2017.
  7. Borys Kit: 'Spider-Man' Spinoff 'Venom' Revived at Sony In: The Hollywood Reporter, 4. März 2016.
  8. Björn Becher: 'Venom': Sony macht 'Spider-Man'-Spin-off nun doch, aber nicht mehr als Spin-off In: filmstarts.de, 5. März 2016.
  9. Jonas Demski: Venom - Spider-Man-Spin-off erhält Starttermin In: moviepilot.de, 17. März 2017.
  10. http://www.filmstarts.de/nachrichten/18513072.html
  11. https://web.archive.org/web/20171024032456/https://twitter.com/VenomMovie/status/922650329828663296/
  12. Ludwig Goransson to Score Ruben Fleischer’s ‘Venom’ In: filmmusicreporter.com, 29. März 2018.
  13. ‘Venom’ Soundtrack Details. In: filmmusicreporter.com, 17. September 2018.
  14. Markus Trutt: Tom Hardy wird endlich zu „Venom“ im neuen langen Trailer zum Marvel-Abenteuer. In: filmstarts.de, 24. April 2018.
  15. https://www.hollywoodreporter.com/heat-vision/venom-early-reactions-premiere-1148472
  16. Comicverfilmung "Venom" ab 24. Februar 2019 in 2D, 3D, 4K und als "Special Edition" mit Figur auf Blu-ray Disc. In: bluray-disc.de, 4. Oktober 2018.
  17. Venom bei Rotten Tomatoes, abgerufen am 19. Oktober 2018.
  18. Venom bei Metacritic, abgerufen am 19. Oktober 2018.
  19. https://de.ign.com/venom-theater/131236/review/filmkritik-zu-venom-tom-hardy-hat-ein-parasiten-problem
  20. https://www.musikexpress.de/venom-kritik-trailer-zeitgemaess-wie-eminem-1133192/
  21. Kino-Charts: Venom krallt sich mit neuem Rekord klar die Spitze am Box Office. 8. Oktober 2018, abgerufen am 8. Oktober 2018.
  22. Venom In:BoxOfficeMojo, abgerufen am 14. November 2018.
  23. Top 100 Deutschland 2018. In: insidekino.com. Abgerufen am 14. November 2018.