Ventil Verlag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Ventil Verlag wurde 1999 als Zusammenschluss des Verlags Jens Neumann, der Literaturzeitschrift Ventile – Texte & Bilder (amanita-media) und der Buchreihe testcard – Beiträge zur Popgeschichte gegründet. Der Verlagssitz ist in Mainz.

Im Jahre 2004 kam es zum Zusammenschluss von Ventil Verlag und dem 1999 gegründeten und von Theo Bender geführten Bender Verlag.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwerpunkte des Ventil-Verlags liegen in den Bereichen Poptheorie, Popgeschichte, Gesellschaftskritik- und -analyse und Cultural Studies. Zu den Veröffentlichungen zählen Bücher über Hip-Hop („American Rap“), Free Jazz („How They Do It“), Popjournalismus („Ignoranz und Inszenierung – Schreiben über Pop“), Popliteratur („Von Acid nach Adlon“), Punk, Hardcore Punk („If the Kids are united“ und „Philosophy of Punk“), sowie rechte und reaktionäre Tendenzen in der Popkultur („Wie klingt die Neue Mitte?“), Feminismus und Queer Studies (Bücher wie „Female HipHop“, „Hot Topic – Popfeminismus heute“, herausgegeben von Sonja Eismann, die „Sex“-Ausgabe der testcard-Reihe sowie „Berlin Bromley“ von Bertie Marshall, der als Zeitzeuge eine queere Sicht auf die frühe britische Punk-Bewegung vornimmt). Im belletristischen Programm veröffentlichen Autoren, die selbst in der Musikszene involviert sind, darunter die Musikjournalisten Kerstin Grether, Sebastian Ingenhoff und Linus Volkmann, Muff Potter-Sänger Nagel, Lee Hollis (Spermbirds/Steakknife) sowie Tomte-Sänger Thees Uhlmann („Wir könnten Freunde werden. Die Tocotronic-Tourtagebücher“). Mit Büchern wie „Deutschlandwunder“ vom Autorenkollektiv kittkritik hat sich der Verlag auch verstärkt im Bereich kritischer Theorie, Nationalismus-Kritik und antideutscher Linker positioniert.

Im Verlag erscheint regelmäßig die „testcard“-Buchreihe, herausgegeben von Jonas Engelmann, Johannes Ullmaier und Roger Behrens. Der Redaktion gehörten auch die 2004 verstorbene Musikjournalistin Tine Plesch und der 2010 verstorbene Martin Büsser an.

Der Bender-Verlag ergänzt das Programm um Literatur zum Thema Film. Dazu gehören Sachbücher über Regisseure wie Robert Altman, Steven Soderbergh, Aki Kaurismäki und István Szabó sowie allgemeine Themen zur Nouvelle Vague, zum Kino des Minimalismus (Ozu u.a.) zur modernen Filmtheorie und Theatralität wie Hongkong-Kino und Pop und Kino.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 war der Verlag Mitinitiator der Hotlist, des jährlich vergebenen Buchpreises der unabhängigen Verlage.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]