Venus Medici

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Venus de Medici.png

Die Venus Medici ist eine antike Statue vom Typus der Venus pudica, der schamvollen Venus.

Sie entstand im 1. Jahrhundert v. Chr. und gehört wie das Vorbild der Kapitolinischen Venus in das Umfeld hellenistischer Umbildungen der Aphrodite von Knidos, deren Original um 350/40 v. Chr. von Praxiteles geschaffen wurde.

Im 16. Jahrhundert gelangte die Statue in den Besitz der Familie Medici. Bei einer Höhe von 1,51 Meter ist die lebensgroße Statue 0,42 Meter breit und 0,56 Meter tief. Sie besteht aus Marmor und war Vorbild für das berühmte Gemälde Sandro Botticellis (1445–1510) Die Geburt der Venus (um 1486).

Die genaue Herkunft ist unbekannt, jedoch befand sie sich zunächst in Rom, wo sie bereits 1638 erstmals gesichert erwähnt wurde,[1] Im Jahr 1677 wurde sie in die Uffizien nach Florenz gebracht.[2] Während dieses Transportes brachen Arme und Kopf sowie die Statuenstütze in Form eines kleinen Delphins, auf dessen Rücken zwei Eroten reiten. Nach 1800 kam sie unter Napoleon für zwölf Jahre nach Paris. Seit 1815 befindet sie sich unter der Inventarnummer 224 wieder in der Sammlung der Uffizien.[3]

Chemische Analysen des Objektes ergaben, dass das Haupt der Statue ursprünglich goldene Blätter zierten. Weiterhin hatte sie rote Lippen und Ohrlöcher.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wiltrud Neumer-Pfau, Studien zur Ikonographie und gesellschaftlichen Funktion hellenistischer Aphroditestatuen. Habelt, Bonn 1982, S. 183–191.
  • Angelos Delivorias: Aphrodite Nr. 419. In: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Band II, Zürich/München 1984, S. 53.
  • Brunilde Sismondo Ridgway: Hellenistic sculpture 1. The styles of ca. 331-200 B.C. Bristol Classical Press, Bristol 1990, ISBN 0-299-11820-7, S. 354 Taf. 179.
  • Martin Flashar in: Peter Cornelis Bol (Hrsg.): Die Geschichte der antiken Bildhauerkunst. Band 3. Zabern, Mainz 2007, S. 338–340 Abb. 342 a–b.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Medici Venus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ersterwähnung 1638 in Rom
  2. a b Pressebericht telegraph.co.uk
  3. Erwähnung bei virtualuffizi.com