Vera Rubin

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Vera Rubin (2009)

Vera Cooper Rubin (* 23. Juli 1928 in Philadelphia, Pennsylvania; † 25. Dezember 2016 in Princeton, New Jersey) war eine US-amerikanische Astronomin, die sich vorwiegend mit der Erfassung der Verteilung der Dunklen Materie beschäftigte.

Vera Rubin wurde in Philadelphia geboren und wuchs in Washington, D.C. auf. Sie besuchte das Vassar College, die Cornell University und promovierte bei George Gamow an der Georgetown University. Schon in dieser Zeit beschäftigte sie sich mit der großräumigen Verteilung von Galaxien und den durch die Expansion des Universums überlagerten Bewegungen von Galaxienhaufen, noch heute wichtige Probleme der beobachtenden Kosmologie. Von 1964 an arbeitete sie an der Carnegie Institution of Washington. Mit den damals neuesten Spektrographen begann sie, die inneren Bewegungen von Galaxien bis in ihre schwachen äußeren Gebiete zu untersuchen.

Wenn die Masse von Galaxien wie die sichtbaren Sterne verteilt wäre, sollte die Umlaufgeschwindigkeit in den Außenbezirken von Spiralgalaxien mit zunehmender Entfernung vom Zentrum abnehmen. Stattdessen fanden Rubin und Mitarbeiter mit der Entfernung fast gleich bleibende Umlaufgeschwindigkeiten mit typischen Werten um 200 km/s (siehe Rotationskurve). Rubins Ergebnisse waren zusammen mit ähnlichen Resultaten aus Radiomessungen der 21-cm-Linie des atomaren Wasserstoffs die stärksten Anzeichen für die Existenz Dunkler Materie in normalen Galaxien.

Besondere Aufmerksamkeit hatte Rubin der Rolle von Frauen in der Wissenschaft gewidmet. Ihr selbst war noch der Zugang zur Princeton University verweigert worden.

Vera Rubin starb am 25. Dezember 2016 mit 88 Jahren.

Ehrungen, Preise und Mitgliedschaften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vera Rubin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien