Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. (VDFU) ist ein Wirtschaftsverband der Freizeitparkbranche. Er repräsentiert die größten und beliebtesten deutschen Freizeitparks und Indoorattraktionen sowie einige Zoos und verschiedene Einrichtungen im angrenzenden Ausland. Es handelt sich um den bedeutsamsten Zusammenschluss von Unternehmen in der deutschen Freizeitparkbranche. Der Verband wird durch eine Geschäfts- und Servicezentrale in Berlin verwaltet.[1][2]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDFU wurde 1978 im Phantasialand in Brühl bei Köln gegründet. Der Beschluss zum Aufbau einer gemeinsamen Interessenvertretung speziell für Freizeitparks wurde bei einer Zusammenkunft von Branchenvertretern im Fort Fun Abenteuerland im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis gefasst. Gründungsmitglieder des VDFU waren: Archäologischer Park Xanten, Europa-Park Rust, Ferienzentrum Schloss Dankern, Fort Fun, Hansa-Land (heute: Hansa-Park), Holiday Park Haßloch, Karl-May-Festspiele Elspe, Phantasialand und Schloss Thurn.[2] Das erste Ordentliche Mitglied, das dem Verband nach Gründung beitrat, war der Erse-Park in Uetze. Erstes Fördermitglied war die Mack GmbH & Co KG.

Vorstand und Präsidium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VDFU-Präsident Friedhelm Freiherr von Landsberg-Velen führt den Verband seit Februar 2020.

Der Vorstand des VDFU besteht aus dem Präsidenten, zwei Vize-Präsidenten, dem Schatzmeister sowie sechs Beisitzern. Mindestens einer der Beisitzer muss satzungsgemäß aus dem Kreis der Fördernden Mitglieder stammen.[3]

Der VDFU wählte während seiner Jahreshauptversammlung am 5. Februar 2020 im Europa-Park in Rust ein neues Präsidium. Friedhelm Freiherr von Landsberg-Velen, Inhaber des Ferien- und Freizeitzentrums Schloss Dankern, wurde einstimmig zum Verbandspräsidenten gewählt. Nicht mehr zur Wahl angetreten war der bisherige Verbandspräsident Klaus-Michael Machens, der den VDFU mehr als 18 Jahren erfolgreich geführt hatte.[4] Er wurde ebenfalls einstimmig auf der Hauptversammlung zum Ehrenmitglied zu ernannt.[5] Machens ist neben Roland Mack, Gründer und Geschäftsführer des Europa-Park, erst das zweite Ehrenmitglied des Verbands.[6] Mack war 1983 als Vorstandsmitglied und von 1984 bis 1992 als Vizepräsident im VDFU aktiv.[7]

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehr als 90 Freizeiteinrichtungen (Ordentliche Mitglieder) sowie über 130 Zuliefer-, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen (Fördernde Mitglieder) sind im VDFU vertreten.[8] Seit dem Jahr 2003 hat sich die Zahl der Mitgliedsunternehmen um fast 40 Prozent erhöht.[9]

Die Verbandsmitglieder und Gäste beim VDFU Winterforum 2020 im Europa-Park.

Zum Kreis der Ordentlichen Mitglieder des VDFU zählen nicht nur die klassischen Freizeitparks, sondern auch Tier- und Themenparks, Wasserparks, Indoorattraktionen oder Museen. Seit der Gründung des Verbands haben sich Branche und Verband strukturell weiterentwickelt. Die Angebote der Freizeiteinrichtungen überschneiden sich häufig und klare Abgrenzungen sind nicht immer möglich. „Die Mitglieder des VDFU vereint das Erlebnis, das sie ihren Besuchern bieten“, so VDFU-Präsident Friedhelm Freiherr von Landsberg Velen.[10]

Um dennoch eine ausgewogene Mitgliederstruktur und Interessensvertretung sicherzustellen, beschränkt der VDFU seine Mitglieder auf vornehmlich privatwirtschaftlich geführte, stationäre Freizeitparks und Freizeitunternehmen, die mindestens 100.000 Besucher pro Jahr empfangen sollten. Indoorattraktionen sollten eine Mindestfläche von 1000 m² anbieten und mindestens 75.000 pro Jahr empfangen. Über Aufnahmen entscheidet der Verbandsvorstand.[3]

Verbandszweck und Verbandsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDFU bezweckt als nicht gewinnorientierter Berufsverband die Förderung und den Schutz der Berufs- und Standesinteressen seiner Mitglieder. Zudem übernimmt der Verband Aufgaben, die auf den Geschäftserfolg von Branche und Mitgliedsunternehmen ausgelegt sind.[3] Eine Auswahl zentraler Inhalte der Verbandsarbeit sind nachfolgend aufgeführt.

Beratung und Wissenstransfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Schulungsangebote, Fachartikel und Arbeitsgruppen unterstützt der Verband die Freizeiteinrichtungen bei der gerichtsfesten Organisation und der Optimierung von Geschäftspraktiken im operativen Betrieb.[11]

Die Arbeitsgruppen widmen sich zentralen Herausforderungen der Branche und erarbeiten Lösungen bzw. Strategien. So widmete sich der VDFU seit 2015 bspw. dem Krisenmanagement der Parks oder dem Mangel an Mitarbeitern in der Branche.[12][13] Derzeit erarbeitet der VDFU unter Einbeziehung des Bundesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung und verschiedenen Behindertenverbänden einen Branchenstandard, um diskriminierungsfreie Zugangsvoraussetzungen zu Fahrgeschäften zu ermöglichen.[14][15][16]

In Fachartikeln werden rechtlich relevante Themen mit speziellem Fokus auf die Freizeitparkbranche aufgearbeitet und Handlungsempfehlungen gegenüber Mitgliedern ausgesprochen. So wurden den Mitgliedern bspw. ein Leitfaden zur Datenschutz-Grundverordnung oder Hinweise zum Einlass Minderjähriger ohne Aufsichtsperson bereitgestellt. Das Angebot soll die Sicherheit von Betreibern wie Besuchern der Freizeitparks erhöhen.[17]

Der VDFU beteiligt sich zudem an der Erstellung wissenschaftlicher Studien sowie Fachexpertisen und gibt diese auch selbst in Auftrag. So war der Verband bspw. in eine Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zu Tourismusperspektiven in ländlichen Räumen als Quelle involviert.[18] Zu Beginn der Corona-Pandemie veröffentlichte der VDFU eine wissenschaftlich begleitete Fachexpertise zum Entwurf von Handlungsleitlinien für die Wiedereröffnung von Freizeitparks.[19][20][21] Aktuell erarbeitet der Verband in einer Projektgruppe die „VDFU-Zukunftsstudie“. Die Studie soll Analysen und strategische Empfehlungen für Freizeitparks und Erlebniseinrichtungen unter Berücksichtigung soziodemografischer Trends sowie mittel- und langfristiger Auswirkungen der Corona-Pandemie liefern.[22]

Des Weiteren wird der VDFU aufgrund seines detaillierten Markteinblicks regelmäßig von verschiedenen Medien, Consulting-Firmen, Markt- und Meinungsforschungsinstitutionen oder der Politik als Quelle herangezogen, wenn es um Informationen und Kennzahlen der Branche geht.[23][24][25][26][27]

Geschäftsnetzwerk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Entwicklung vieler Freizeiteinrichtungen zur Kurzurlaubsdestination, erweiterte Gastronomiekonzepte, Mitglieder mit unterschiedlicher Angebotsstruktur und nicht zuletzt die Digitalisierung haben sich die Angebote sowie die Anzahl der Fördermitglieder des Verbands sukzessive vergrößert.[28][9] Der VDFU fördert Geschäftsbeziehungen zwischen Verbandsmitgliedern unter anderem durch Kontaktvermittlung, digitale Kommunikations- und Kooperationsplattformen oder Hausmessen im Rahmen der Verbandsveranstaltungen.[29][30][11]

Events[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDFU organisiert jährlich zwei Hauptveranstaltungen, zu denen Verbandsmitglieder, Gäste aus der Wirtschaft, Politik oder relevanten Institutionen wie dem TÜV sowie ausgewählte Branchen- und Pressevertreter eingeladen sind.[31][32]

Das „VDFU-Sommertreffen“ findet traditionell in einer Freizeiteinrichtung aus dem Kreis der Verbandsmitglieder statt. Während das Rahmenprogramm vor allem die Zusammenführung des Geschäftsnetzwerks zum Ziel hat, liegt der sonstige Fokus auf strategischen und operativen Betriebsabläufen, in die der gastgebende Park Einblick gewährt. Die Gastgeber der letztjährigen Sommertreffen waren:

  • 2015 – Europa-Park[33]
  • 2016 – BELANTIS[34]
  • 2017 – HANSA-PARK[35]
  • 2018 – Familypark (Österreich)[36]
  • 2019 – LEGOLAND Deutschland Resort[37]

Erstmalig abgesagt werden musste ein VDFU-Sommertreffen im September 2020 aufgrund von Schutzmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie.

Das „VDFU-Winterforum“ fand unter diesem Namen erstmals im Februar 2020 im Europa-Park statt. Die Veranstaltung umrahmt die formelle Mitgliederversammlung des VDFU. Der Zusammenkunft ist in der Regel ein thematischer Schwerpunkt gesetzt. Im Jahr 2019 konzentrierten sich die Teilnehmer in Hamburg auf das Thema „Food&Beverage in Freizeitparks“. Als Experte auf dem Podium trat u. a. Thomas Mack, Gastronom und Hotelier des größten Hotel-Resorts in Deutschland auf.[38] Im Jahr 2020 war insbesondere die strategische Neuausrichtung des Verbands selbst im Fokus.[39]

Interessenvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber politischen Organen, Behörden und sonstigen Institutionen sowie der Öffentlichkeit. Er schaltet sich im Sinne seiner Mitglieder in Gesetzgebungsverfahren zu wirtschaftspolitischen Themen ein und ist als Repräsentant der deutschen Freizeitwirtschaft erster Ansprechpartner für branchenbezogene Anliegen.[3]

Messepräsenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDFU veranstaltet verbandsinterne Messen und ist auf Messen präsent. Die letzte Messepräsenz des Verbands war auf der Euro Attractions Show 2017 in Berlin.[40][41]

Seit dem Jahr 2019 bietet der Verband seinen Ordentlichen Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, im Rahmen von Gemeinschaftsständen der Branche auf ausgewählten Messen präsent zu sein. Die gemeinsame Präsenz auf Messen ist insbesondere der Entwicklung vieler Freizeiteinrichtungen als Anbieter im MICE-Tourismus geschuldet.[42] Der erste Gemeinschaftsstand für Mitglieder wurde im Rahmen des „Infotag Verband & Tagung 2019“ angeboten.[43][44]

Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Öffentlichkeitsarbeit für die Ordentlichen Mitgliedsunternehmen zählt neben klassischer Pressearbeit insbesondere die Marke „freizeitparks.de“.[45] Über freizeitparks.de vermarktet der VDFU die Mitgliedsunternehmen auf einer Webseite und auf Social-Media-Kanälen wie Facebook oder Instagram.[46][47] Durch die Präsenz in sozialen Medien geht der Verband auch Kooperationen mit Bloggern, Podcastern oder Influencern der Branche, wie dem „Freizeitpark Traveller“ ein.[48] Markenkooperationen, Gewinnspiele oder spezielle Marketingaktionen wie ein bundesweiter Radiobeitrag zum Tag der Achterbahn im Jahr 2020 werden ebenfalls vom VDFU umgesetzt.[49][50][51]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDFU pflegt zu verschiedenen Verbänden und Organisationen ein partnerschaftliches Verhältnis. Hierzu zählen die International Association of Amusement Parks and Attractions (IAAPA), der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV), die European Waterpark Association (EWA), der Verband der Vergnügungsanlagenhersteller (VDV), die Deutsche Gesellschaft für Verbandsmanagement e.V. (DGVM), der Deutsche Reiseverband (DRV) sowie das Fachmagazin EuroAmusement Professional (EAP-Magazin).[52][53][2][54] Zum Deutschen Schaustellerbund (DSB) wurde die enge Zusammenarbeit sogar gegenseitig in den Verbandssatzungen verankert.[55][3]

Politische Positionen[56][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breitere Ferienkorridore[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeiteinrichtungen bieten als Tagesausflugs- und Kurzurlaubsdestination verstärkt umfassende touristische Leistungen an, die auch Hotellerie und Gastronomie einschließen. Allein die parkeigenen Hotels und Unterkünfte der Mitglieder zählten nach Verbandsangaben 2019 über 4,5 Millionen Übernachtungen.[57] Der VDFU plädiert daher für eine Ausweitung der Ferienkorridore und warnt vor den ökonomischen, sozialen und ökologischen Folgen einer Verengung der Ferienkorridore, die der Überzeugung des Verbands „Overtourism“ sowie die künstliche Verknappung touristischer Angebote zur Folge haben.

Steuerliche Gleichbehandlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDFU bemängelt eine steuerliche Ungleichbehandlung gegenüber Freizeiteinrichtungen mit vergleichbaren Angeboten, der Gastronomie mit Lebensmitteleinzelhandel und Lebens-mittelhandwerk sowie dem Wettbewerb im EU-Ausland. So wird beim Eintrittspreis von Kinos, Museen oder Schwimmbädern trotz der Angebotsüberschneidung und teilweise direkter Konkurrenz ein reduzierter Steuersatz angewandt, unabhängig davon, ob Bau und Betrieb zudem öffentlich gestützt werden.[58][59] Damit begründet der Verband die Forderung nach der Anwendung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf die Eintrittskarten seiner Mitgliedsunternehmen. Auch das Finanzgericht in Köln erhob 2020 europarechtliche Zweifel an der Umsatzbesteuerung von Freizeitparks.[60] Mit Blick auf den reduzierten Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie geht es insbesondere um Speisen, die anhand angebotener Sitzmöglichkeiten unterschiedlich besteuert werden. So werden Verkäufe im Stehimbiss außerhalb eines Freizeitparks mit dem reduzierten Steuersatz versehen, während es beim Erwerb innerhalb einer Freizeiteinrichtung irrelevant ist, ob Sitzmöglichkeiten vorhanden sind oder der Verzehr auch außerhalb der Einrichtung erfolgen kann. Es gilt stets der volle Steuersatz.[61]

Ausbau der Verkehrsinfrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDFU sieht im Ausbau der touristischen Infrastruktur eine Voraussetzung für die Inklusion aller Bevölkerungsgruppen und sozialer Schichten sowie für den Erhalt und Förderung der Freizeiteinrichtungen als attraktives Reiseziel, relevanten Wirtschaftsfaktor und wichtige regionale Arbeitgeber. Gemeint ist der Ausbau von Anbindungen der Freizeiteinrichtungen an den Fernverkehr und an den ÖPNV, die der VDFU thematisch auf die politische Agenda heben möchte.

Anpassungen im Arbeitszeitgesetz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VDFU fordert die Flexibilisierung und Modernisierung des Arbeitszeitgesetzes. So kritisiert der Verband den hohen bürokratischen Aufwand, der mit der systematischen Dokumentation der Arbeitszeiten aller Mitarbeiter einhergeht und der mit der ortsunabhängigen Ausübung vieler Tätigkeiten in einem zunehmend digitalisierten Arbeitsumfeld schwierig zu vereinen sei.[62] Die Umstellung der täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit würde nach Auffassung des Verbands den Rahmenbedingungen durch schwankende Auslastungen entsprechen. Eine flexible Aufteilung würde daher im Sinne von Betreibern und Saisonkräften sein. Praxisorientierte Anpassungen des Arbeitszeitgesetzes sollten dabei ausdrücklich nicht gegen den Schutz der Arbeitnehmer wirken.

Die Rolle des VDFU e.V. in der Corona-Pandemie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem VDFU nahm in der Corona-Pandemie 2020 als Interessenvertretung eine entscheidende Rolle für die deutsche Freizeitparkbranche ein. Über den Verband als Sprachrohr konnte die Branche ihre Bedeutung für Wirtschaft und Tourismus darlegen, politische Unterstützung erwirken und Grundlagen für die Wiedereröffnung zur Sommersaison 2020 unter regional angepassten Auflagen legen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie veröffentlichte der VDFU eine wissenschaftlich begleitete Fachexpertise zum Entwurf von Handlungsleitlinien für die Wiedereröffnung von Freizeitparks, die den Mitgliedsunternehmen wie auch zuständigen Behörden eine solide Grundlage für wirksame Hygienekonzepte lieferte.[63][64][21]

Der VDFU veröffentlichte verschiedene Positionspapiere und Pressemeldungen. Dargelegt wurden u. a. die Auswirkungen der Schutzmaßnahmen auf die Branche, die wirtschaftliche Bedeutung der Freizeitwirtschaft und die Schutzvorkehrungen der Freizeiteinrichtungen.[65][66]

Insbesondere der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, setzte sich unter Voraussetzung wirksamer Hygienekonzepte wiederholt für eine schrittweise Lockerung der betrieblichen Einschränkungen für Freizeitparks ein.[67][68][69]

Die Forderungen des VDFU an die Politik erreichten über diverse Beiträge in verschiedenen Medien ein Millionenpublikum. Führende deutsche Tageszeitungen und Fernsehsender publizierten die Botschaften des VDFU in zahlreichen Artikeln und Berichten.[70][71][72]

VDFU-Geschäftsführer Jürgen Gevers – damit Positionen des VDFU – konnten u. a. in der ZDF-Nachrichtensendung „heute“, dem Boulevardmagazin „Brisant“ (ARD) oder in mehreren Beiträgen des Nachrichtensenders n-tv platziert werden.[73][74][75][76][77][78] Unverhoffte Reichweitensteigerung erhielten die Bemühungen des VDFU, als das Comey-Duo Joko & Klaas in ihrer Show „Joko & Klaas gegen ProSieben“ den Siegespreis der vorhergehenden Sendung dafür einsetze, 15 Minuten lang das Programm von RTL auf Pro7 auszustrahlen. Im gezeigten „Corona-Spezial“ vertrat Gevers ebenfalls die Interessen des Verbands.[79][80] Allein über die beiden Ausstrahlungen bei RTL und Pro7 wurden über 3,6 Millionen Zuschauer erreicht.[81]

Auf Basis der Fachexpertise und Interessenvertretung des VDFU konnten nahezu alle im Verband vertreten Freizeiteinrichtungen zum Mai 2020 wieder Besucher empfangen. Auch Schausteller profitierten von den erwirkten Betriebsgenehmigungen unter Auflagen. Vielerorts wurden „Pop-Up-Freizeitparks“ oder „temporäre Freizeitparks“ aufgebaut, auf denen Schausteller ihre Angebote dem Publikum anbieten konnten, während Volksfeste bundesweit verboten waren.[82] Grundlegende Voraussetzungen lieferten Hygienekonzepte der Freizeitparks, die Maßnahmen wie Zugangskontrollen, ein abgeschlossenes Gelände oder spezielle Hygienestandards für Fahrgeschäfte umfassten.[83][84] Wegweisend war das „Düsselland“, das im Juni 2020 als erster temporärer Freizeitpark seine Pforten öffnete.[24] Ideengeber und Veranstalter war Oscar Bruch jr., der als Vorstandsmitglied des VDFU für die enge Bindung von Schaustellern und Freizeitparks steht.[85]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemeldung des VDFU e.V. Deutsches Verbände Forum, 19. September 2018, abgerufen am 11. November 2020.
  2. a b c Über den VDFU e.V. In: Webseite des VDFU e.V. Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  3. a b c d e Satzung des VDFU e.V. vom 19. Februar 2019. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  4. Janek Schwedek: 18 Jahre Klaus-Michael Machens. In: VDFU-Geschäftsbericht 2019, S. 8. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  5. Deutschland: VDFU wählt neues Präsidium. In: EuroAmusement Professional. G.P. Probst Verlag GmbH, abgerufen am 11. November 2020.
  6. Mitglieder des VDFU e.V. In: VDFU-Geschäftsbericht 2019, S. 53. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  7. Familie Mack – Unternehmen | Europa-Park – Unternehmensportal. Abgerufen am 11. November 2020.
  8. Mitglieder / Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. Abgerufen am 11. November 2020.
  9. a b Janek Schwedek: Mitgliederentwicklung: Wir werden immer mehr! In: VDFU-Geschäftsbericht 2017, S. 33. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  10. 12 Februar 2020 von Ortwin Pinkein Branchen-News: Winterforum 2020 des Verband der Deutschen Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. (VDFU) im Europa-Park. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  11. a b Angebote & Leistungen / Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  12. In der Manege des Medienzirkus: VDFU-Workshop Krisenkommunikation im Heide Park Resort. In: VDFU-Geschäftsbericht 2015, S. 29. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  13. 19 Dezember 2017 von Thomas Frankin Branchen-News, Deutsche Freizeitparks, Freizeitpark News, Top News: Arbeitskräftemangel in deutschen Freizeitparks: Verband tagt im Europa-Park. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  14. Elisabeth Kaufmann: 2. Expertengespräch mit dem Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunter­nehmen (VDFU) am 18. Juli 2019 in Berlin. In: Bericht des Deutscher Gehörlosen-Bund e.V. 10/2019. Deutscher Gehörlosen-Bund e.V., 4. Oktober 2019, abgerufen am 11. November 2020.
  15. Gemeinsam stark! – Wirtschaftsverbände erörtern serviceorientierte Kommunikation zur Fahrgeschäftenutzung – VDV Freizeittechnologie. Abgerufen am 11. November 2020.
  16. Janek Schwedek: Diskriminierungsfreier Zugang zu Fahrgeschäften: Fortschritte bei der Anlagenbeschreibung. In: VDFU-Geschäftsbericht 2019, S. 20. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  17. Janek Schwedek: Mit großen Schritten Richtung Zukunft: VDFU-Mitgliederservice. In: VDFU-Geschäftsbericht 2019, S. 16. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  18. 2.1 Ausgangssituation und Herausforderungen. In: Tourismusperspektivenin ländlichen Räumen: Sonderstudie Freizeitparks, Märkte und Volksfesten. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi), abgerufen am 11. November 2020.
  19. Der Verband der Freizeitparks (VDFU) erarbeitet Guideline mit Handlungsleitlinien für die Wiedereröffnung von Freizeitparks. In: Tourismus Eifel. 4. Mai 2020, abgerufen am 11. November 2020.
  20. Freizeitpark-Verband dringt auf stufenweise Wiedereröffnung. Abgerufen am 11. November 2020.
  21. a b Fachexpertise „Tourismus in Zeiten der Corona-Pandemie: Handlungsleitlinien für die Wiedereröffnung von Freizeitparks“. VDFU e.V. / DTV e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  22. Deutschland: Erstes Treffen der Projektgruppe zur VDFU-Zukunftsstudie im Erlebnis-Zoo Hannover. Abgerufen am 11. November 2020.
  23. Infografik: Ein Ausflug in den Freizeitpark wird immer beliebter. Abgerufen am 11. November 2020.
  24. Freizeitparks nehmen Saison 2016 in den Blick. In: Mittelstand Nachrichten. 5. Oktober 2015, abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  25. Die 12 besten Freizeitparks Deutschlands 2020. Abgerufen am 11. November 2020.
  26. Christine Scharrenbroch: Vergrößerung des Freizeitparks: Streit um das Phantasialand. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 11. November 2020]).
  27. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Markus Tressel, Cornelia Behm, Ulrike Höfken, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 17/982 – Freizeitparks und Freizeitunternehmen in Deutschland. Deutscher Bundestag, 17. Wahlperiode, abgerufen am 11. November 2020.
  28. Legoland Deutschland : Freizeitpark verlängert Saison. Abgerufen am 11. November 2020.
  29. 12 Februar 2020 von Ortwin Pinkein Branchen-News: Winterforum 2020 des Verband der Deutschen Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. (VDFU) im Europa-Park. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  30. Vertreter von Freizeitparks tauschten sich bei VDFU-Mitgliederversammlung 2019 in Hamburg aus |Live Article:6159/7290, Chan:15840557 |RSSing.com". Abgerufen am 11. November 2020.
  31. lifePR (c) 2002–2020: Deutsche Freizeitunternehmer im Europa-Park, Europa-Park Freizeit- und Familienpark Mack OHG, Pressemitteilung – lifePR. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  32. Janek Schwedek: Hier ging ’s 2017 rund! In: VDFU-Geschäftsbericht 2017, S. 6. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  33. 1 Oktober 2015 von Thomas Frankin Branchen-News, Deutsche Freizeitparks, Freizeitpark News, Top News: Freizeitpark-Verband VDFU für Sommertreffen 2015 zu Gast im Europa-Park. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  34. Belantis im Jahr 2016 – BELANTIS. Abgerufen am 11. November 2020.
  35. Janek Schwedek: Im Zeichen der Hanse. In: VDFU-Geschäftsbericht 2017, S. 8. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  36. 18 September 2018 von Thomas Frankin Branchen-News, Deutsche Freizeitparks, Freizeitpark News, Top News: VDFU-Sommertreffen 2018 im Familypark am Neusiedlersee mit über 180 Teilnehmern. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  37. mov(e)motions: VDFU Sommertreffen 2019 – Legoland. 2. Oktober 2019, abgerufen am 11. November 2020.
  38. Erfolgreiche Mitgliederversammlung 2019 des VDFU e.V. / Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. Abgerufen am 11. November 2020.
  39. Janek Schwedek: Pressemeldung: VDFU Winterforum 2020 im Europa-Park begeistert / Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  40. Euro Attractions Show (EAS) 2017: IAAPA's show in Berlin. In: Blooloop. Abgerufen am 11. November 2020.
  41. Janek Schwedek: VDFU & IAAPA – zwei starke Partner. In: VDFU-Geschäftsbericht 2017, S. 10. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  42. Gastbeitrag Michael Schindler: Hirschfeld kooperiert mit dem deutschen „Platzhirsch“ der Freizeitparks. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  43. Janek Schwedek: Mit großen Schritten Richtung Zukunft: Gemeinschaftsstand bei Fach- und Publikumsmessen. In: VDFU-Geschäftsbericht 2019, S. 15. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  44. MICE-Tipps: Verrückte Event-Locations. Abgerufen am 11. November 2020.
  45. freizeitparks.de / Freizeitparks.de. Abgerufen am 11. November 2020.
  46. Freizeitparks.de. Abgerufen am 11. November 2020.
  47. www.freizeitparks.de (@freizeitparks.de) • Instagram-Fotos und -Videos. Abgerufen am 11. November 2020.
  48. Exklusive Kooperation mit dem VDFU. 13. September 2020, abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  49. Gewinnspiel Freizeitpark. Abgerufen am 11. November 2020.
  50. : RWE Plus und Freizeitparks mit Marketingkooperation. Abgerufen am 11. November 2020.
  51. Teilnahmebedingungen / Freizeitparks.de. Abgerufen am 11. November 2020.
  52. Gemeinsam stark! – Wirtschaftsverbände erörtern serviceorientierte Kommunikation zur Fahrgeschäftenutzung – VDV Freizeittechnologie. Abgerufen am 11. November 2020.
  53. Die Kooperations­partner. European Waterpark Association, abgerufen am 11. November 2020.
  54. Interview mit VDFU-Geschäftsführer Dr. Ulrich Müller-Oltay – Freizeitpark-Welt.de. Abgerufen am 11. November 2020.
  55. Satzung des Deutschen Schaustellerbundes e.V. Abgerufen am 11. November 2020.
  56. Informationen zum VDFU e.V. und den Mitgliedsunternehmen aus der Freizeitparkbranche. VDFU e.V., abgerufen am 11. November 2020.
  57. finanztreff.de: Freizeitpark-Verband dringt auf stufenweise Wiedereröffnung. Abgerufen am 11. November 2020.
  58. Gastronomie und Kulturbranche: Mehrwertsteuer wird auf 5 % gesenkt. Abgerufen am 11. November 2020.
  59. Ermäßigter Mehrwertsteuersatz für Kultur, Zeitungen, Zeitschriftenund Hotelübernachtungen (§ 12 Abs. 2 Umsatzsteuergesetz). Wissenschaftliche Dienste des Bundestags, abgerufen am 11. November 2020.
  60. Europarechtliche Zweifel an der Umsatzbesteuerung von Freizeitparks. Abgerufen am 11. November 2020.
  61. Kontakt, Über Cheers, Online-Shop, Datenschutz, Impressum: Das Mehrwertsteuer Dilemma in der Gastro: Wer muss wie viel zahlen? (inkl. Corona Update). Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  62. Warum flexible Arbeitszeitgestaltung in Deutschland so schwierig ist. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  63. Der Verband der Freizeitparks (VDFU) erarbeitet Guideline mit Handlungsleitlinien für die Wiedereröffnung von Freizeitparks. In: Tourismus Eifel. 4. Mai 2020, abgerufen am 11. November 2020.
  64. Freizeitpark-Verband dringt auf stufenweise Wiedereröffnung. Abgerufen am 11. November 2020.
  65. Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen? Chance durch geringeres Infektionsrisiko in Freizeitparks / Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. Abgerufen am 11. November 2020.
  66. Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Freizeitwirtschaft / Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. Abgerufen am 11. November 2020.
  67. Südwest Presse Online-Dienste GmbH: Urlaub 2020: Wie steht es um Sommerurlaub 2020? Das sagt der Tourismusbeauftragte Bareiß zu Fernreisen. 27. April 2020, abgerufen am 11. November 2020.
  68. Tourismus und Corona – „Große Sorge, dass eine ganze Branche ins Wanken gerät“. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  69. Andreas Baumer: Sommerurlaub dieses Jahr „möglich“: Tourismusbeauftragter macht Hoffnung auf Reisen an Ostsee oder nach Neuschwanstein. 27. April 2020, abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  70. Johann Osel: Bayerns Freizeitparks sehnen Wiedereröffnung herbei. Abgerufen am 11. November 2020.
  71. 40 Prozent droht das Aus: Corona-Krise bringt Freizeitparks in Existenznot. In: Die Zeit. 21. April 2020, abgerufen am 11. November 2020.
  72. Corona-Krise bringt Freizeitparks in existenzielle Not. Abgerufen am 11. November 2020.
  73. ZDF „heute“, 20. April 2020, ab Minute 9:01. Abgerufen am 11. November 2020.
  74. Ausschnitt „brisant“ vom 20. April 2020. Abgerufen am 11. November 2020.
  75. Corona-Krise bringt Freizeitparks in existenzielle Not, Artikel n-tv vom 21. April 2020. Abgerufen am 11. November 2020.
  76. mdr.de: Trotz Corona-Krise in den Freizeitpark – was muss man beachten? | Das Erste. Abgerufen am 11. November 2020.
  77. n-tv NACHRICHTEN: Corona-Krise bringt Freizeitparks in existenzielle Not. Abgerufen am 11. November 2020.
  78. n-tv NACHRICHTEN: Freizeitparks visieren Pfingstwochenende für Öffnung an. Abgerufen am 11. November 2020.
  79. VDFU-Geschäftsführer Jürgen Gevers bei Joko und Klaas gegen Pro7, Sendung vom 6. Mai 2020. Abgerufen am 11. November 2020.
  80. Hier die komplette Joko & Klaas-Sendung sehen! (VDFU ab 6:50min). Abgerufen am 11. November 2020.
  81. Joko und Klaas zeigen RTL bei ProSieben. Abgerufen am 11. November 2020.
  82. Temporäre Freizeitparks 2020. Abgerufen am 11. November 2020 (deutsch).
  83. dpa: Statt Kirmes: Schausteller planen temporäre Freizeitparks. Abgerufen am 11. November 2020.
  84. Erster Pop-Up-Freizeitpark eröffnet! | taff | ProSieben. Abgerufen am 11. November 2020.
  85. Deutschland: Pop-Up-Freizeitparks als Alternative zum traditionellen Kirmes-Besuch. Abgerufen am 11. November 2020.