Verbandpäckchen

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Verbandpäckchen mit aluminisierter Wundauflage in steril verpacktem (oben) und geöffnetem Zustand (unten)

Ein Verbandpäckchen (auch Verbandspäckchen oder Momentverband genannt) ist ein Verbandmittel, bei dem eine Wundauflage mit einer Mullbinde fest verbunden ist. Es dient zur schnellen Erstversorgung von mittelgroßen Wunden.

Es ist steril verpackt, zu erkennen an dem aufgedruckten, mit einer stilisierten Sanduhr gekennzeichneten Verfalldatum, und sollte nur innerhalb dieser Ablauffrist benutzt werden.

Im Gegensatz zur Mullbinde kann das Verbandpäckchen mit seiner Wundauflage direkt zur Wundversorgung benutzt werden. Der Verschluss des Verbandpäckchens erfolgt zum Beispiel mit einem Pflasterstreifen oder einer Verbandklammer.

Verbandpäckchen sind in Deutschland in der DIN 13151 genormt. Sie sind laut DIN 13164 vorgeschriebener Bestandteil des Kfz-Verbandkastens.[1]

Wundschnellverband ist der Fachbegriff für ein medizinisches Pflaster mit Wundauflage; dieser Begriff sollte daher nicht mit einem Verbandpäckchen verwechselt werden.

Verbandpäckchen waren unter dieser Bezeichnung bereits Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt und gehörten zum Beispiel zur Sanitätsausrüstung für Soldaten.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Heyartz, Hannes Rohjans: Gesundheits-, Erste Hilfe-, Schwimm- und Rettungslehre. 4. Auflage. Litho-Verlag, 2013, ISBN 978-3-941484-45-0, S. 99 (Google Books).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Verbandpäckchen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erste-Hilfe-Material - Verbandkasten B, „KFZ- Verbandkasten“. Deutsches Rotes Kreuz, 1. Januar 2014, abgerufen am 8. September 2014.
  2. Deutsche militärärztliche Zeitschrift. Vierteljährliche Mittellungen aus dem Gebiet des Militär-Sanitäts- und Versorgungswesens. E. S. Mittler & Sohn, 1914, abgerufen am 8. September 2014.