Verbandsgemeinde Bitburger Land

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Bitburger Land
Verbandsgemeinde Bitburger Land
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Bitburger Land hervorgehoben

Koordinaten: 49° 58′ N, 6° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Fläche: 429,1 km2
Einwohner: 25.442 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Verbandsschlüssel: 07 2 32 5008
Verbandsgliederung: 71 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Website: bitburgerland.de
Bürgermeister: Josef Junk (SPD)
Lage der Verbandsgemeinde Bitburger Land im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
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Die Verbandsgemeinde Bitburger Land ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Stadt Kyllburg sowie 70 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der Stadt Bitburg, die der Verbandsgemeinde aber nicht angehört. Eine weitere Verwaltungsstelle befindet sich in der Stadt Kyllburg. Im Verwaltungsgebiet leben etwa 25.000 Einwohner.

Die Verbandsgemeinde Bitburger Land wurde am 1. Juli 2014 aus den Ortsgemeinden der gleichzeitig aufgelösten Verbandsgemeinden Bitburg-Land und Kyllburg neu gebildet.[2]

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Badem 9,16 1.250
Balesfeld 2,35 195
Baustert 4,48 452
Bettingen 7,25 1.085
Bickendorf 5,49 511
Biersdorf am See 3,22 534
Birtlingen 2,93 49
Brecht 4,50 220
Brimingen 5,92 95
Burbach 16,88 698
Dahlem 4,28 249
Dockendorf 5,82 211
Dudeldorf 11,01 1.297
Echtershausen 2,49 105
Ehlenz 5,95 462
Enzen 1,71 34
Eßlingen 5,25 106
Etteldorf 1,74 25
Feilsdorf 3,80 32
Fließem 8,38 670
Gindorf 6,57 323
Gondorf 3,75 266
Gransdorf 7,08 337
Halsdorf 3,21 106
Hamm 1,73 18
Heilenbach 7,86 108
Hütterscheid 2,99 176
Hüttingen an der Kyll 2,94 337
Idenheim 7,73 441
Idesheim 6,72 399
Ingendorf 3,32 200
Kyllburg, Stadt 4,62 920
Kyllburgweiler 7,26 114
Ließem 2,99 72
Malberg 6,60 565
Malbergweich 10,22 356
Meckel 10,80 388
Messerich 6,52 583
Metterich 5,60 542
Mülbach 1,55 112
Nattenheim 6,93 590
Neidenbach 9,35 868
Neuheilenbach 0,97 267
Niederstedem 5,46 244
Niederweiler 4,58 90
Oberkail 24,26 590
Oberstedem 4,48 72
Oberweiler 5,31 166
Oberweis 9,74 558
Olsdorf 3,14 97
Orsfeld 5,17 188
Pickließem 5,76 273
Rittersdorf 11,87 1.399
Röhl 10,65 441
Sankt Thomas 9,13 261
Scharfbillig 4,82 87
Schleid 6,24 395
Seffern 4,92 295
Sefferweich 10,70 267
Seinsfeld 6,71 167
Steinborn 11,29 187
Stockem 3,97 85
Sülm 7,05 409
Trimport 2,19 288
Usch 1,33 63
Wettlingen 3,46 31
Wiersdorf 4,06 276
Wilsecker 4,53 181
Wißmannsdorf 6,72 819
Wolsfeld 9,27 1.026
Zendscheid 2,35 119
Verbandsgemeinde Bitburger Land 429,09 25.442

(Einwohner am 31. Dezember 2019)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bisherigen Verbandsgemeinden Bitburg-Land und Kyllburg waren 1968 im Rahmen der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform aus mehreren aus der preußischen Zeit stammenden Ämtern entstanden.[3]

Am 28. September 2010 erließ die Landesregierung das „Erste Gesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform“ mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft der kommunalen Strukturen zu verbessern. Bezüglich der Verbandsgemeinden wurde festgelegt, dass diese mindestens 12.000 Einwohner (Hauptwohnung am 30. Juni 2009) umfassen sollen.[4] Die Verbandsgemeinde Kyllburg hatte am Stichtag 8.089 Einwohner. Die sogenannte Freiwilligkeitsphase endete am 30. Juni 2012.

Am 28. Juni 2012 haben die Verbandsgemeinderäte Bitburg-Land und Kyllburg in getrennten Sitzungen die Fusion beschlossen und dem „Vertrag über die freiwillige Fusion der Verbandsgemeinde Kyllburg mit der Verbandsgemeinde Bitburg-Land“ mehrheitlich zugestimmt.[5]

Im „Landesgesetz über die freiwillige Bildung der neuen Verbandsgemeinde Bitburger Land“ vom 22. November 2013 wurde festgelegt, dass die neue Verbandsgemeinde den Namen „Bitburger Land“ führt. Die Verbandsgemeindeverwaltung der neuen Verbandsgemeinde hat ihren Sitz in Bitburg, in Kyllburg wird eine weitere Verwaltungsstelle eingerichtet.[2]

Das Land gewährt der neuen Verbandsgemeinde aus Anlass ihrer freiwilligen Bildung eine einmalige einwohnerbezogene Zuweisung in Höhe von 958.900 Euro. Darüber hinaus erhält die Verbandsgemeinde eine Zuweisung in Höhe von 2.000.000 Euro.[2]

Zum 1. Januar 2018 wurde die Ortsgemeinde Hisel nach Brimingen eingemeindet.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Bitburger Land; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[7]

Jahr Einwohner
1815 14.329
1835 19.892
1871 22.827
1905 22.482
1939 25.415
1950 25.390
1961 25.104
Jahr Einwohner
1970 25.253
1987 23.201
1997 25.193
2005 25.099
2011 24.798
2017 25.271

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neue Verbandsgemeinderat Bitburger Land besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU FDP GRÜNE FWG Gesamt
2019 10 14 1 6 5 36 Sitze
2014 12 15 1 3 5 36 Sitze
  • FWG = Freie Wähler Bitburger Land

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde wurde am 25. Mai 2014 Josef Junk (SPD) mit 57,7 % direkt gewählt.[9] Seine achtjährige Amtszeit begann am 1. Juli 2014.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Verbandsgemeinde Bitburger Land
Blasonierung: „Silbern bordiert, unter goldenem Schildhaupt mit rotem fünflätzigem Steg in blau silberner Schild mit durchgehendem roten Kreuz.“
Wappenbegründung: Durch Landesgesetz vom 22. November 2013 entsteht durch freiwillige Fusion der beiden Verbandsgemeinden Bitburg-Land und Kyllburg zum 1. Juli 2014 die Verbandsgemeinde Bitburger Land.

Aus einzelnen charakteristischen Elementen beider bisheriger Wappen entsteht ein neues gemeinsames Wappen. Für die Verbandsgemeinde Bitburg-Land verbleibt im Schildhaupt der rote fünflätzige Steg in Gold und für die Verbandsgemeinde Kyllburg einer der im Vorwappen vorhandenen silbernen Schilde mit dem roten Trierer Kreuz in Blau. Der fünflätzige rote Steg oder Turnierkragen verweist auf die fünf früheren Verbandsgemeinden Bickendorf und Bitburg-Land sowie auf Teile der ehemaligen Verbandsgemeinden Dudeldorf, Oberweis und Wolsfeld, die sich im November 1970 zu der damaligen neuen Verwaltungseinheit Verbandsgemeinde Bitburg-Land zusammengeschlossen haben. Die Farbkombinationen Rot und Silber sowie Blau und Silber repräsentieren mit Kurtrier und Luxemburg die beiden dominierenden Herrschaften seit der ersten Jahrtausendwende in dieser Region. Gold im Schildhaupt wurde belassen, es verweist auf den Burgherren Hurel von Bettingen, aus dem ältesten urkundlich genannten Geschlecht im Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde, dessen zerlegtes goldenes Ankerkreuz das Wappen der Verbandsgemeinde Bitburg-Land schmückte. Eine Bordierung ist nur Verbandsgemeinden erlaubt.

Der Verbandsgemeinde wurde am 8. Mai 2014 ein Wappen und am 6. August 2014 eine Flagge genehmigt. Die Flagge ist von Blau und Weiß geteilt, in der Mitte, zur Stange versetzt, das Wappen der Verbandsgemeinde.

Das Wappen und die Flaggen der Verbandsgemeinde dürfen von anderen nur mit Genehmigung der Verbandsgemeindeverwaltung verwendet werden. 

Entwurf: Christian Credner, Lambertsberg und Lothar Monshausen, Bitburg im März 2014. Genehmigt im Mai 2014 durch die Aufsichtsbehörde des Eifelkreises.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. a b c Landesgesetz über die freiwillige Bildung der neuen Verbandsgemeinde Bitburger Land vom 22. November 2013
  3. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm: Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden (Online PDF)
  4. Erstes Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28. September 2010 (PDF; 685 kB)
  5. Vertrag über die freiwillige Fusion der Verbandsgemeinde Kyllburg und der Verbandsgemeinde Bitburg-Land vom 28. Juni 2012
  6. Trierischer Volksfreund, aufgerufen am 1. Januar 2018
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Regionaldaten.
  8. Der Landeswahlleiter RLP: Verbandsgemeinderatswahl 2019 Bitburger Land. Abgerufen am 11. August 2019.
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen der hauptamtlichen Bürgermeister
  10. Alexander Hoffmann: Kommunale Wapppenschau. In: HEROLD, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften (Hrsg.): Der Herold, Vierteljahrsschrift für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften. Nr. 3-4/2018. Selbstverlag, Berlin 2018.