Verbandsgemeinde Dierdorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Dierdorf
Verbandsgemeinde Dierdorf
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Dierdorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 33′ N, 7° 39′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Fläche: 65,81 km2
Einwohner: 10.743 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km2
Verbandsschlüssel: 07 1 38 5003
Verbandsgliederung: 6 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Poststraße 5
56269 Dierdorf
Webpräsenz: www.vg-dierdorf.de
Bürgermeister: Horst Rasbach (SPD)
Lage der Verbandsgemeinde Dierdorf im Landkreis Neuwied
Neuwied Buchholz (Westerwald) Asbach (Westerwald) Windhagen Neustadt (Wied) Rheinbreitbach Unkel Bruchhausen (Landkreis Neuwied) Erpel Vettelschoß Linz am Rhein Kasbach-Ohlenberg Ockenfels Sankt Katharinen (Landkreis Neuwied) Dattenberg Leubsdorf (am Rhein) Bad Hönningen Rheinbrohl Hammerstein (am Rhein) Leutesdorf Isenburg (Westerwald) Kleinmaischeid Großmaischeid Stebach Marienhausen Dierdorf Oberdreis Woldert Rodenbach bei Puderbach Ratzert Niederwambach Steimel Döttesfeld Puderbach Dürrholz Hanroth Raubach Harschbach Niederhofen Dernbach (Landkreis Neuwied) Urbach (Westerwald) Linkenbach Breitscheid (Westerwald) Waldbreitbach Roßbach (Wied) Hausen (Wied) Datzeroth Niederbreitbach Hümmerich Oberhonnefeld-Gierend Oberraden Straßenhaus Kurtscheid Bonefeld Ehlscheid Rengsdorf Melsbach Hardert Anhausen Rüscheid Thalhausen Meinborn Nordrhein-Westfalen Landkreis Altenkirchen (Westerwald) Landkreis Ahrweiler Landkreis Mayen-Koblenz Koblenz Marienhausen WesterwaldkreisKarte
Über dieses Bild
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Die Verbandsgemeinde Dierdorf ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Stadt Dierdorf sowie fünf eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz liegt in der namensgebenden Stadt Dierdorf.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner
Dierdorf, Stadt 31,90 5.663
Großmaischeid 15,52 2.348
Isenburg 4,17 630
Kleinmaischeid 6,99 1.316
Marienhausen 4,84 472
Stebach 2,38 314
Verbandsgemeinde Dierdorf 65,82 10.743

(Einwohner am 31. Dezember 2015)[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Dierdorf; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 3.596
1835 4.768
1871 4.941
1905 4.810
1939 5.473
1950 6.096
Jahr Einwohner
1961 6.506
1970 7.740
1987 8.233
1997 10.793
2005 11.288
2015 10.743

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FDP FWG Gesamt
2014 11 12 2 3 28 Sitze
2009 12 11 3 2 28 Sitze
2004 10 12 2 0 24 Sitze
  • FWG = Erste Freie Wählergruppe Verbandsgemeinde und Stadt Dierdorf mit den Stadtteilen e.V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Grün bordiert und gespalten; vorn in Silber zwei rote Pfähle mit blauem Obereck; hinten in Silber zwei schwarze Balken.“

Das Wappen von Wied-Runkel - Pfähle und Obereck  deutet auf die frühere Zugehörigkeit des nördlichen Verbandsgemeindebereichs mit Dierdorf zur oberen Grafschaft Wied (Wied-Runkel) seit dem 14. Jahrhundert bis 1806. Das isenburgische Balkenwappen verweist auf die frühere Zugehörigkeit des südlichen Verbandsgemeindebereichs mit Isenburg und Maischeid zur Grafschaft Nieder-Isenburg bis 1664. Der grüne Bord soll die wald- und wiesenreiche Landschaft der Verbandsgemeinde symbolisieren. Das Wappen ist rechtsgültig seit dem 27. Juli 1961, Entwurf von Joseph Decku.

Kommunalpartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Dierdorf pflegt seit 1997 eine Kommunalpartnerschaft mit der Stadt Krotoszyn (Polen). Die seit vielen Jahren bestehende enge Beziehung zwischen dem Martin-Butzer-Gymnasium, Dierdorf und dem Lyzeum, Krotoszyn, diente als Anstoß für diese Partnerschaft.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde liegt im Verkehrsverbund Rhein-Mosel. Sie wird wochentags von einigen Buslinien erschlossen; die wichtigsten sind die Linie 103 nach Neuwied (Alteck-Express) und die Linie 104 nach Puderbach.

Dierdorf liegt an der Unterwesterwaldbahn, die jedoch auf diesem Abschnitt nur noch im Güterverkehr genutzt wird; der Bahnhof Dierdorf (Bz Koblenz) wird nicht mehr bedient. Erst ab Siershahn, 13 Kilometer südöstlich von Dierdorf gelegen, fahren noch Regionalzüge nach Montabaur (ICE-Bahnhof) und Limburg an der Lahn. Weitere Personenbahnhöfe in der Umgebung sind Hachenburg an der Oberwesterwaldbahn (19 Kilometer nordöstlich) und Engers an der Rechten Rheinstrecke (21 Kilometer südwestlich).

Durch das Gebiet der Verbandsgemeinde verläuft von Nordwesten nach Südosten die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main, jedoch halten die Züge dort nicht. Parallel zu ihr verläuft die Bundesautobahn 3 mit der Anschlussstelle Dierdorf. Von Nordosten nach Südwesten verläuft die Bundesstraße 413 durch Marienhausen, Dierdorf, Kleinmaischeid und Isenburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen