Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein
Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein hervorgehoben
Koordinaten: 49° 39′ N, 7° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Fläche: 237,81 km2
Einwohner: 18.529 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner je km2
Verbandsschlüssel: 07 3 36 5008
Verbandsgliederung: 41 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Schulstraße 6 a
67742 Lauterecken
Webpräsenz: www.vg-lw.de
Bürgermeister: Andreas Müller (kommissarisch)
Lage der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein im Landkreis Kusel
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Die Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Städte Lauterecken und Wolfstein sowie 39 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in Lauterecken, in Wolfstein befindet sich eine zweite Verwaltungsstelle.

Sie wurde zum 1. Juli 2014 aus dem Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Lauterecken und Wolfstein neu gebildet.[2]

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner
Adenbach 2,94 145
Aschbach 4,45 316
Buborn 2,86 159
Cronenberg 2,65 154
Deimberg 2,12 97
Einöllen 4,89 411
Eßweiler 8,09 402
Ginsweiler 3,99 306
Glanbrücken 4,65 486
Grumbach 3,32 451
Hausweiler 1,56 42
Hefersweiler 7,20 514
Heinzenhausen 2,22 267
Herren-Sulzbach 2,92 151
Hinzweiler 5,32 353
Hohenöllen 5,17 347
Homberg 10,89 202
Hoppstädten 6,24 286
Jettenbach 10,24 808
Kappeln 7,67 214
Kirrweiler 6,34 165
Kreimbach-Kaulbach 9,05 747
Langweiler 4,16 240
Lauterecken, Stadt 8,89 2.097
Lohnweiler 4,94 411
Medard 5,99 476
Merzweiler 2,27 167
Nerzweiler 2,13 119
Nußbach 8,12 568
Oberweiler im Tal 4,71 163
Oberweiler-Tiefenbach 3,21 285
Odenbach 7,94 832
Offenbach-Hundheim 7,84 1.084
Reipoltskirchen 7,48 362
Relsberg 3,81 188
Rothselberg 8,74 633
Rutsweiler an der Lauter 4,32 354
Sankt Julian 14,07 1.089
Unterjeckenbach 7,38 68
Wiesweiler 3,32 392
Wolfstein, Stadt 13,74 1.978
VG Lauterecken-Wolfstein 237,82 18.529

(Einwohner am 31. Dezember 2016)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die beiden bisherigen Verbandsgemeinden Lauterecken und Wolfstein waren 1971 im Rahmen der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform entstanden. Zuvor galten im damaligen Regierungsbezirk Pfalz im Wesentlichen die aus der Pfalz (Bayern) (1816–1946) stammenden Verwaltungsstrukturen.

Am 28. September 2010 erließ die Landesregierung das „Erste Gesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform“ mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft der kommunalen Strukturen zu verbessern. Für Verbandsgemeinden wurde festgelegt, dass diese mindestens 12.000 Einwohner (Hauptwohnung am 30. Juni 2009) umfassen sollen. Ansonsten sollen sie bis zur Kommunalwahl 2014 mit benachbarten Verbandsgemeinden zusammengelegt werden. Die sogenannte Freiwilligkeitsphase endete am 30. Juni 2012.[3]

Aufgrund der Beschlüsse der beiden Verbandsgemeinderäte und annähernd aller 41 Ortsgemeinderäte schlossen im Juni 2012 die Bürgermeister Michael Kolter (Verbandsgemeinde Wolfstein) und Egbert Jung (Verbandsgemeinde Lauterecken) einen Fusionsvertrag.[4]

Im „Landesgesetz über die freiwillige Bildung der neuen Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein“ vom 22. November 2013 wurde festgelegt, dass der Sitz der neuen Verbandsgemeinde die Stadt Lauterecken ist und es in der Stadt Wolfstein eine zweite Verwaltungsstelle geben wird.[2]

Das Land gewährt der neuen Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein aus Anlass ihrer freiwilligen Bildung eine einmalige einwohnerbezogene Zuweisung in Höhe von 1.019.700 Euro. Darüber hinaus erhält die Verbandsgemeinde eine Zuweisung in Höhe von 2.000.000 Euro zur Reduzierung ihrer Verbindlichkeiten.[2]

Als Name für die neue Verbandsgemeinde war auch „Pfälzer Bergland“ vorgeschlagen worden.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][6]

Jahr Einwohner
1815 13.474
1835 17.903
1871 20.428
1905 22.950
1939 21.885
1950 24.008
Jahr Einwohner
1961 23.670
1970 23.386
1987 21.504
1997 22.040
2005 20.753
2016 18.529

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Lauterecken-Wolfstein besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[7]

Wahl SPD CDU FDP LINKE FWG Gesamt
2014 12 9 2 2 7 32 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde wurde am 8. Juni 2014 Egbert Jung mit 51,63 % direkt gewählt. Seine achtjährige Amtszeit begann am 1. Juli 2014. Egbert Jung starb am 17. Dezember 2017 im Alter von 60 Jahren. Momentan wird das Amt kommissarisch von dem ersten Beigeordneten Andreas Müller ausgeübt.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. a b c Landesgesetz über die freiwillige Bildung der neuen Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein vom 22. November 2013
  3. Erstes Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28. September 2010 (PDF; 685 kB)
  4. Amtsblatt der Verbandsgemeinde Lauterecken vom 20. Juni 2012, Artikel: Fusion vertraglich besiegelt (PDF-Datei)
  5. Rhein-Zeitung vom 15. März 2012: Fusion 2014: Verbandsgemeinden Lauterecken und Wolfstein werden zu VG „Pfälzer Bergland“
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  8. Verbandsbürgermeister Egbert Jung verstorben. (rheinpfalz.de [abgerufen am 20. Dezember 2017]).