Verbandsgemeinde Unkel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Unkel
Verbandsgemeinde Unkel
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Unkel hervorgehoben
Koordinaten: 50° 36′ N, 7° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Neuwied
Fläche: 26,53 km2
Einwohner: 13.097 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 494 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: NR
Verbandsschlüssel: 07 1 38 5007
Verbandsgliederung: 4 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Linzer Straße 4
53572 Unkel
Webpräsenz: www.vgvunkel.de
Bürgermeister: Karsten Fehr
Lage der Verbandsgemeinde Unkel im Landkreis Neuwied
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Über dieses Bild
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Verbandsgemeindeverwaltung Unkel

Die Verbandsgemeinde Unkel ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören drei eigenständige Ortsgemeinden sowie die Stadt Unkel an. Der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Stadt Unkel.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verwaltungsgebiet der Verbandsgemeinde liegt rechts des Rheins, direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Es erstreckt sich vom Ufer des Mittelrheins im Westen bis zu den Ausläufern des Westerwalds im Osten und hat Anteil am Naturpark Rhein-Westerwald. Im Norden grenzt sie an die nordrhein-westfälische Stadt Bad Honnef, im Osten und Süden an die Verbandsgemeinden Asbach und Linz am Rhein sowie im Westen an die linksrheinische verbandsfreie Stadt Remagen. Die Verbandsgemeinde wird in Nord-Süd-Richtung von der Bundesstraße 42 und der Rechten Rheinstrecke durchquert, die weitgehend parallel zueinander im Rheintal verlaufen.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner
Bruchhausen 2,58 958
Erpel 9,21 2.543
Rheinbreitbach 6,58 4.499
Unkel, Stadt 8,16 5.097
Verbandsgemeinde Unkel 26,53 13.097

(Einwohner am 31. Dezember 2017)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verbandsgemeinde Unkel entstand am 1. Oktober 1968 im Zuge der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform aus der gebietsmäßig deckungsgleichen und seit 1816 bestehenden Bürgermeisterei Unkel (seit 1927 „Amt Unkel“). Im Rahmen einer 2010 vom Land Rheinland-Pfalz verabschiedeten Gebietsreform wurden die Verbandsgemeinden Linz am Rhein und Bad Hönningen aufgefordert, aufgrund ihrer Einwohnerzahlen (in der VG Bad Hönnigen weniger als 12.000 Einwohner) zu fusionieren, die Verbandsgemeinde Unkel gab darauf hin bekannt, ebenfalls an einer Fusion mit der avisierten VG Linz-Bad Hönningen interessiert zu sein. Eine Entscheidung soll 2019 fallen.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Unkel; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 3.081
1835 3.765
1871 4.123
1905 4.201
1939 5.418
1950 6.492
Jahr Einwohner
1961 7.492
1970 8.775
1987 11.091
1997 12.850
2005 13.151
2017 13.097

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verbandsgemeinderat Unkel besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP LINKE AfD FWG UWG Gesamt
2014 8 12 3 1 1 1 2 28 Sitze
2009 9 12 2 2 1 2 28 Sitze
2004 9 15 1 2 1 28 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Verbandsgemeinde Unkel e.V.
  • UWG = Unabhängige Wählergemeinschaft rheinbreitbach.de

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Unter silbernem Schildhaupt, darin ein grüner Schrägwellenbalken, gespalten von Rot und Gold. Vorn zwei schräggestellte goldene Schlüssel mit abgewendeten Bärten, bewinkelt von vier silbernen Sechsecken; hinten eine rote Weintraube mit zwei grünen Blättern.“

Der Wellenbalken weist auf die Lage am Rhein hin. Im Wappen von Rheinbreitbach wird ebenfalls ein Wellenbalken abgebildet. Die Petrusschlüssel und die Sechskantsteine sind dem Wappen der Stadt Unkel entnommen. Im Wappen von Erpel werden ebenfalls die Petrusschlüssel abgebildet. Die rote Traube symbolisiert den Weinanbau im Verbandsgemeindegebiet, insbesondere den Unkeler Rotwein. Im Wappen von Bruchhausen ist ebenfalls eine Weintraube abgebildet. Rechtsgültig seit 21. September 1949.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017 - Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Fusion der VG Linz, Bad Hönningen, Unkel ist Thema. In: NR-Kurier. MVV Medienverlag Westerwald-Sieg, 5. Juni 2018, abgerufen am 1. September 2018.
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen